Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 9 (24.2.1863)
- Date
- 1863-02-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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153 154 als hebräischer uud deutscher Schriststrllrr rühmlichst bekannte geniale De. Julius Darrasch ein. Sr wirkt als Arzt, Lyeeal-Prosessor und rumänischer Schriftsteller mit gleich rühmlichem Srfolge. Das von ihm gegründet, Kinderspital hat im letzten Jahre zwei Tausend kranke Kinder (ohne Unterschied de- Glaubens u»d der Nationatität) ausgenommen. Sei« einiger Zeit ist da- Spital zur Staatsanstatt erklärt und wird vom Staats-Budget erhalten. W. Bukarest, am 17. Feber. Unser Siilkurverein gedeiht vortrefflich. Die Versammlungen finden zweimal wöchentlich (Sonntag und Donnerstag Abends) statt. Dieder wurde» in »»serei» V>reine solgende Vorträge abgchaltcn: 1. Geschichte der Schöpfung nach den neuestcu geologischen Forschungen. Die mosaische Gcogouir von diesem Skandpuiilte aus beleuchtet und gerechlfceligt. von De. Barasch. L Die Srde und der Mensch. oder die große Vermehrung der Meuschen in der Zukuust in Bezug ans die Nahrimgssähigkcil der Erde, und diese den in geometrischer Reihe sich fast in- Uiiendliche vcrmehrciiden Mciischen gegenüber von De. Barai'ch. 3. lieber den Scheintod und das zu frühe Begraben bei de» Israeliten als schädlicher und abznschaffeutcr Gebrauch von Dr. Barasch. 4. Analyse über LessiugS ״Nala» der Weise" vom israrliiischen Slaiidpnnklc von Dr. Barasch. 5. Ucbcr Wechselrecht von M. Flügel. 6. Heber daS napoleonischc Syn« hcdrium. vou M. Flügel. 7. Ucbee Gutzkow'- ״llriel Akosta" . Analyse von M. Flügel. 8. Ucbcr PliuiuS als Naturforscher, vou Dr. Fels. S. Ucbrr Borurthei'.e. von Dr. Fels. 10. Sin hnmoristischcr Vortrag, von M. Pollak- AUS Afrika, im Jänner. Am 23. Dezember v. I. hat in Teluau, im Marokkanischen. die ftierlichc Sinwcihung einer nach europäischciil Muster eingerichteten jütischen Schule stallgesunden, bei welchcr sich sämmlüchc Antorikätcii der Stadt eiusandcn. Der Rabbiner hob in seiner Ansprache mit warmen Worten die Verdienste hervor, welche die ״Allianre" in Paris und der ״Board of DepulieS" in Lonteil 11 m die Gründling der Anstalt c,worben habe». Der sranzöfische Vicc-Sonsnl Dr. Schmidt und Professor Hermann Sohn, Brüter tcS Herr» Albert Sohn in Paris, spentcien Allen, die die Grünt,mg der Schule sörderten. das wohlvrrdicnie Lob, »»d lichlcicn ausnninicrndc Worte an die Zöglinge der »cncn Schule. Möge dieses schöne Beispiel in den antcren beteutcilde» jütische» Gemcinden Marokko'- recht bald Nachahmung finden. (Arch. isr.j Inlanv. Pest, l7. Fcbcr. Der in der letzte» Nummer des ״Beu Shaliauja" über die hiesige isr. Präparaudic veröffeiitlichte Bericht vcronlaßt mich. Suer Wohlchrwürtcn um dir gütige Aufnahme solgender Zeilen in Ihre allgemein geschätzte Zeitschrift crgrbcust zu bitten Wohl ist es wahr, daß ich vou mrhrercii Gemeinden in Betreff Vcr au ihren Schule» mm als Lehrer wirkenden LehramlSzögliuge mit ancrkeiincntra und btlodende» Zuschrisicu beehrt wurde, aber von den mclsten der in diesem Berichte angrsühile» Gkmrinecn konnte dies schou darum nicht der Fall sein, weil an ihren Schulen keine Zöglinge unserer Präparaudie angcstellt sind und sie daher feine Grlegeuheit hatten, unser Wirken und Leisten zu bcurtheilcn. aber selbst die uns eiiigcsandleu für uns sehr schmrichelhastrn Ancrkcnnungs, und BelobuiigSschreibr» dürfen keinesfalls als Dankadresse» betrachte! werten, deim wofür? Ich uud meine Solltgen waren wohl stets von dem Streben beseelt, die uns auvrrtrauten LchramtSzöglinge der Art hrranzubildrn. daß sie dcu Auforderuiigen der Zeit uud der israclitischcu Gemeinde» vollkommen ent« sprechen, aber diese- Ziel zu erreichen, war unsere Pflicht» uud treu erfüllt, Pflicht hat noch kein Recht, Dankadressen zu beanspruchen uud zu erwarten. Wir sind wohl dessen gewiß, daß die von uns mit rmpsrhlcnten Haiiplschullehrer-Zeuznissen versehcnen Lehraml-zöglioge zur größte» Zusriedenheit ihrer Echulvorgrsetztea zum Heil« der tfrarii» tische» Jugend wirken werden, aber diese Srfolgr find dann großenthril» dem lobeuSwerihe» Streben Lee betreffenden Zöglinge zuzuschrribr«. WaS d-e Sinsührung der ungarischen Spracht als anSschließliche U»ter« richl-sprache in der israrliiischen Präparandie betrifft, ist es Wohl wahr, daß in drrsclbeii die wichtigsten VolkSschulgegeostände, als Sprachkehrr. Rechnen, BaterlandSklinte und Formenlehee aus eine für Lehramtskaa» didateo rntiprechende Weise in ungarischer Spracht vorgetrage» werde», aber tiesude säst ausschließlich als NiirerrichtSsprachr zu benütze», iß schon darum unmöglich, trril die meistei, Sanditateo bei ihrem Sia» triti noch immer der ungarischen Sprache gänzlich unkundig find, »od die Herren Hünik n»L Neumaiin sckon jetzt mit unermüdlicher Kraft 1l»d AnStancr anstrenzend wirken müsse», damit nur in den oben ge, י iiamiten Gegenständen davorgcschricdcnr Lehrziel erreicht werde. Im laiif.-ntcn Schuljahre werde» daher die RcligioiiSlehrr. die Psychologie, die SrziehttttgS- und NnIerrichlSlehre. Behandlung der Lesebücher nur zum The,l in nugarischcr. hingegen die hebräischen Lchrzezenständr, das dcimche Sprachfach, die Nalurgcschichte und Naturlchrr noch in drut» scher Sprachr porgctragcn. Dem Relig..׳׳>?.,»lirrichle ״nd den hebräischen Lchrgcg,»ständen wurde» i» tiefem Schul:-,hrc wöchentlich im 1. Jahrgang, 7. und im 2. Jahrgänge 6 lliiterrichkSstnntrii gewitirict. Ji» Allgcmciiir» war und ist in,irr Streben dahin gerichtet, unsere Zöglinge mit iheeit Staatespflichte» mit mit deren Heiligkeit bekannt zu machen, ihnen Lust und Liebe zum Lehrerbernfe cinz,,flößen und ihnen all' diejenigen Kenntniffe und Geschicklichkeiten »lilznihellen, deren Besitz rincrseitS gesetzlich aoge» ordnet und andererseits den, barmouiich gebildete״ israclitischen Volksschiillchrer der Gegenwart nnumzänglich nothwendig ist. A. Lederer, Schuldirektor. / Prcsiburg, l8. Feber. In direktem Widerspruche mit dem Thalmud und dem Lchulcha» Aruch ist die hicfigc alte Synagoge niedergcrisse» werden, bevor die ncnc crbaut, ja bevor der Neubau ia Aagriff geiiomnic» wurde. Unser Rabbiner wurde bereitvon drei ältcrn Soklege» iiikcrpellirt. In der neuen Synagoge soll aber auch ein Perdigcr angestcllt werten.' Wie ich höre, hat der Rab.biner im vorhin,ia den Fluch über jetrn ausgesprochen, der cs wagt, diese Stelle anzuoehmen. Mil Hildesheimer haben sich die llnterhaiidlniigc» zerschlagen, weil der Rabbiner durchaus nicht zugeben wollte, daß an seiner Jeschiba NichiihalmntischeS gelehrt wcrdr. Die Jiitimitäl zwischen unserem Rabbiner und Hildesheimer ist längst erloschen. Srstcrer äußert öfter«, die ciuzewanderten deutschen Rabbiner »»tcrscheidcn sich nur darin von ,inander, daß der eine mehr, der andere weniger Am Ha-Arez ist. Ja unscrrr Jeschiba hat sich eine Shaßitäcrpartei gebildet, welchr de» Mainzer Israeliten nicht liest, viel fastet, ״Shazot macht", und de» aa» Lern Tbeil der Jeichiba überwacht. In letzter Zeit haben auch fünf Jünger dacoiisilium alteumli erhalte»; zwei wegen Theaterbesuch; zwei wegen Lellioiien. die st, bei eiucm Tanzmeister genomme» habe» sollen; iiud einer wegen laleinisch-grammatischer Studie». Mähren. Im Schuljahre 1861 bestanden hierlauds 38 öffcatlichc'israelilische DollSschnlen. inner diese» 2 Hauptschulen. In 84 dieser Schulen wurde der Unterricht nur deutsch. in 2 deutsch und böhmisch crihrilt. Dir AlltagSschuleu hatten 4112. die WicdcrholuogSschulea 868 Schüler. Die Zahl der Radbiuer war 28, der Lehrer 48, der Untre» lehrer 20. der Jndustriallrhrerinve» 2, der weltliche» OrtSschulaufsehrr 33. der vorzüglichen Schulsrruude 15. Gegen da« Vorjahr hatte» sich die Schul,« um eine vermehrt. Die SchuldistrikiSausseher iw Gebiete der Drünoer Diözrsr grbr» den israelitischen Lehrern da« Zcuguiß. daß sie ihre» Verpflichtung»» genau Nachkommen, die Schulzeit gehörig zuhaltea und de» Unterricht