Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 8 (18.2.1863)
- Date
- 1863-02-18
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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I L SScilcage Wm ״Wen ShsnEM" Me. 8. Adresse dcr Araber israelitischen CultuSgemeinde an den Ne-aktenr des ״Sen Chananja." Euer Ehrwürben! Hochgeehrter Herr Oberrabbiner! Wenn Euer Ehrwürden sowohl in Ihrer gediegenen Zeitschrift, als auch in Ihren theologischen Werken durch Ihre gelehrten Forschungen auf dem kritischen und historischeu Gebiete der jüdischen Wissenschaft, dem unermüdeten Derginanne gleich, den so reichhaltigen Schachten der jüdischeu Literatur so manche bisher unentdeckle Schätze entlockten und auS deren tiefen Fundgruben so manchen werthvollen Edelstein zu Tage förderten, so haben Sie sich um die Hebung des jüdisch-religiösen Bewußtseins nnd somit um das Jndenthum im Allgemeinen sicherlich unbestreitbare Verdienste erworben. Wenn Euer Ehrwürden ferner sich mit dieser Kräftignng dcö JndenlbumS nach Innen nicht begnügten, sondern mit wahrem religiösen Eifer unsern heiligen Glauben auch nach Außen zu vertreten für Ihren heiligen Beruf erkannten, indem Sie stets als nncrmüdcter, muthiger Streiter aus dem Kampsplatze erschienen, wo rS galt, das schwache Häuflein Israels gegen die kränkenden Anfechtungen seiner Gegner mit den gestalten Waffen der Wahrheit, mit dcr unbcsiegbaren Macht der Logik und mit den unabweisbaren Gründen deS Rechtes und der Geschichte unerschrocken zu vertheidigcn, so können wir als israelitische Gemeinde mit der Ihnen so oft zu Tbeil gewordenen allgemeinen Anerkennung nnd Würdigung nur übereinstimmcn. Den besonderen Dank dcr hiesigen israelitischen EultuSgemeinde aber haben sich Euer Ehrwürdcn durch die in Ihrem geschätzten ,Ben Chananja" erscheinende Biographie nilserS sei. OberrabbinerS Aron b ho rin in vollstem Maße erworben, da Sie hierdurch dem frommen Wunsche eines jeden der hiesigen Gemeindemitglieder in so erhebender Weise begegneten. Wir brauchen eS Euer Ehrwürdcn nicht zu er. wähnen, wie sehr der gefeierte Name deö OberrabbinerS E horin in unser aller Herzen noch in vollster Frische lebt, daß wir deS ManneS stets in Ehrfurcht und Liebe gedenken, der mehr als ein halbes Jahrhundert unser Vater und Leiter gewesen, und von dem für so viele Gemeinden in Israel das Licht der Aufklärung und deS veredelten Gottesdienstes auSgegangen, daß wir somit stolz darauf sind, den Glaubenösilosofen als unsern ersten Rabbiner zu verehren, der so mnthig und willensstark die Fackel deS geläuterten Glau. denS vorantrug. Wir brauchen dies Alles Euer Ehrwürdcn nicht zu envähnen, um Ihnen darzuthun, wie sehr Sie sich durch die Veröffentlichung seiner Biographie die hiesige israelitische CultuSgemeinde zum wahrhaften und anfrichtigeu Danke verpflichtet haben, dem wir im Namen derselbe» hierdurch Ausdruck zu geben die Ehre haben, indem wir den innige» Wunsch anssprechen, daß der Allgütige Sie in Ihrem hei« ligen Berufe stärken und Ihr gottgefälliges Wirken auch stetzum Heile Israels mit dem schönsten Erfolge krönen möge. Genehmigen Euer Ehrwürden schließlich die Versiche, rnng unserer aufrichtigen Hochachtung und Verehrung, mit der wir zu verharren die Ehre haben: (AuS der am 25. Jänner 1863 abgchaltenen Gemeindesitzung) Euer Ehrwürden Ergebenste. Im Namen der Araber israelitischen CultuSgemeinde: Der Vorstand »nd drr AuSichnß: Ignaz Dculsch. Präs,«; Jsak Derqcr. Dizc.PräscS; Lcopold ypstcin. Joseph Her,. Moriz Brüll. M. 91• Pcllak, David Kröiibcrgrr, Jakob May. Hkinrich Blau, Leopold Back, Moriz Berg״. Leopold Brüll jun., Simon Deutsch. Moriz @utl* man», Mar Hrr,. Joseph Hirschniann. Moriz Klein, Adolf Lustig, Sig- ,»und Lustig, Gustav May. Philipp Neustädll. Iguaz Pollak, Samuel Schachrl. Sigmund Schwarz. Philipp Spitzer. L. S. Siuger, Wilbelm Schlesinger. B. Sliffscn. Johann dorsch. Paul Wallfisch. u 0 u> c i 0 fiimmlfirfjrr iii 1)pr }Ipflcr (frnpfilifdjpn (Tnnu.sypmetnbp (ipflpljpiiflpr lüüljnpliijpr *5(ift1111gen. A. Komtttunalstiftungc». I. Erzherzog I oies P a l a l i n a l ׳ S t i f t u n g im Betrage von -1260 fl. ö. W. Gestiftet am 27. September!816, zu jährlichen Verleihung zweier Stipendien von je 105 fl. ö. Wan zivei Zöglinge der Joses-Industrieschule. Anmerkung. Die Verleihung der Stipendien wurde dem Gottsel. Erzherzog Josef und dem jeweiligen Cbef der Familie überlassen. Da an die Gemeinte noch niemals eine Aufforderung erging, die Stipendien anSznzablen, so sind die Zinsen dieser Stiftung bis zur Stunde unverwendet geblieben. H. Franz Josefs. Stiftung im Betrage von 3150 st. ö. W. Am 8. August 1852 zu Gunsten deS israelitischen Spitals gestiftet. Anmerkung. Die Verfügung über diese Stiftung wurde auf die allerunterthänigste Bitte deS GemeindevorstaudeS von Sr. Majestät dem Kaiser getroffen. III. Franz JosefS-Sti ftung im Betrage von 1890 fl. ö. W. Gestiftet im Jahre 1853. Die Zinsen werden an jüdische und christliche Arme vertheilt. Zu gleicher Zeit hat die Gemeide 800 fl. ö. W. zu Gunsten zweier In-