Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 1 (1.1.1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Sedjflet Jahrgang. Szegedm, dm l. Oänner 1863. M 1. Jeden Mittwoch erscheint rin Bogen. $rannmrrall0n<prtt«: Ganzjährig 7 fl., balbj. 3 fl. 50 Ir., viertelj. 2 fl. oft. SB. Man abonnirt bei allen Post, ämtern o. Buchhandlungen de« In» »»d Auslände«. m MMlW. IVochenkkall für jüdische Theokogie. Herausgeber und Redakteur: L.1S01P01L111 ־עי^ל4^נ. Obcrrabbiner zu Szegediu. find and. Redaktion in Szegedkn oder an Hra. /unj Wnjn« in teizijig tu senden. Dl» Apaltig« Peliizeite wird mit IO NK.--2 Cgr. berechnet. Kr-alMo»: 3 Kronen.Gaffe. Politzer'schr« Inhalt. Be» Ch^nanja'S Programm. — Maimonide« als Kosmopolit, zu teffrii JahrzrilSIage. — Die KultuSreform und ihre Gegner in Prag. Url-ergriffk trS dcrtigrn Radbinate». — Korrespondenz. Ausland: Frankfurt. (AuSstchleu auf Bersvhiiuug drr Partheien). Wan«» deck. lAcrgrrlichc, Ausiriit in der Lvuagogr). Kopenhagen (Ordensorrleihung an Juden). Inland: Mähren. (Mangel an Gemrinjpist. DaS Komitü in Brünn). — Raab. (Blinke der Anstalt) — Makü. (Sal. Ullmann'S Tod.) — tllcrärischc Aujrlgcu: J»,re Joscher — Gfrach Ramna». — L»z,atlo'S Moraliheologic. — Besprechung vom HerauSg. Jene p. t. Herren, die diese Nummer bis zum 13. Jänner nicht an die Redaktion zurückscnden,' werden als halbjährige Abonnenten betrachtet. 3Jcn (Tfjmmiija’s pwffsmnm. Den Ehananja wird auch in drin sechsten Jahre seiner Wanderschaft, welche er unter dem Beistände Gottes hiermit beginnt, seiner Missten treu bleiben, und im Dienste der Lehre und Ehre Israel'- mit Ernst und Eifer fortfahren, die Lösung derjenigen Aufgaben zu fördern, zu deren Lösung ihm Gottlob in immer weiteren Kreisen Beruf und Bcfähignng zugetraut wird. Demgemäß wird er in anziehender Darstellung auch in Zukunft bringen: 1. Besprechungen der bürgerlichen Stellung der Juden und der Fortschritte der Emancipation in den verschiedenen Ländern; 2. Abhandlungen, die theologische, filosofische und geschichtliche Erkenruniß deö JndenthnmS betreffend; 3. Schilderungen anS der jüd'schen VolkSgeschichte und wichtige, die jüdische Specialgeschichre betreffende Urkunden; -1. Biografien hervorragender verstorbener Israeliten; 5. Authentische, objektiv gehaltene Berichte über Gemeinte-Rabbinatö- und Echulangelegenheilen; 6. Eingehende und unparteiische Beurtheilnngen der einschlägigen literärischen Erzeugnisse; 7. Mittheilungen von allgemeinerem jüdischem Interesse anö ungarischen Werken und Journalen; 8. Besondergelungene Reden und Gedichte jüdischreligiösen Inhalt-. Außerdem wird 1u besonderen Beilagen ein Archiv für Geschichte der Juden in tlngarn angelegt werden, welchetheilS ungedruckle, theilS beceltS ge. druckte, aber schwer zugängliche, die Geschicke und die Be. strcbungen der Juden in Ungarn betreffende Aktenstücke bringen wird. Die ungarische Jndcnheit wird selbst in den neueren und neuesten jüdischen Geschichtöwerken so wenig berücksichtiget, daß die Veröffentlichung der bezüglichen Spe. cialitäten hoffentlich nicht nur den ungarischen, sondern auch den ausländischen Israeliten willkommen sein wird. Die Kenutniß dieser Specialitäten hat nicht nur historische-, sondern, wie die Erfahrung der jüngsten Vergangenheit lehrte, auch praktisches Interesse. Folgende Stücke find der besonderen Aufmerksamkeit und der Veröffeutlichuug würdig: 1. Die in den Archiven der Eomitate und k. Freistädte befindlichen Instructionen in Betreff der Emancipation, dieselben mögen in freundlichem oder im gegnerischem Sinne abgefaßt sein. 2. Petitionen und Dankadressen einzelner jüdischer Gemeinden, welche die Emancipation betreffen. 3. Vertage zwischen Grundbesitzern und jüdischen An« siedlern oder bereits constituirten Gemeinden. 4. Statuten (לתקנות der Gemeinden oder einzelner WohllhätigkeitSvcreine mit Angabe der Zeit ihrer Abfassung. 5. Authentische Ausweise über das Alter der Syna» gogen und der Begräbnißplätze, so wie die Reihenfolge der Rabdine'r in den einzelnen Gemeinden. ES ist für die ungarischen Juden von sehr wichtiger Bedeutung, die Zeit der Ansiedlung ihrer Väter in den verschiedenen Gegenden de- Landemit historischer Genauigkeit zu constatiren, weil nur dadurch die oft widerlegten, aber eben so oft wiederholten Vorwürfe und Jucriminationen auf eine abschließende Weise beseitigt werden können. Einsichtsvolle Gemeindevorstände, Rabbiner, Lehrer, Gemeindenotäre und GeschichtSfreunde werden diese Punkte sicherlich ihrer Beachtung würdigen. Ben Chananja empfiehlt sich ihrer freundlichen Theilna'yme und Unterstützung. Je wohlwollender sie ihm unter die Arme greifen, desto öfter wird er in der angenehmen Lage sein, in besonderen Beilagen da- Archiv für Geschichte der Jude« in Ungarn zu bereichern. Lasset unS die Hände nicht in den Schoß legen. Lasset