Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 48 (12.12.1862)
- Date
- 1862-12-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2542917-2542971-2543020--2875-2546701- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
$ןcgci!in, den 12. Dezember llr. 4«. 1862. \t\ (fhanaitja fünfter JalnWng. ijp.rnusjjplier uiil) Jleöa&lciu־: L. Löw, ilßenafiöiRer zu Szegeiliu.! $ JJ I to Icke» Freitaq crsclieiitt ein .!.uizer Bc.zen. Man abeniiirt bei allen Postämtern und Buch- Priinumcrnllonsprcls:!!,andlnnge» ted In- und Anslandes. Ganzjälirig 7 fl.. l,albjäl,ri.z 3 fl. 50 fr., j Mniiiisliriple oiercljalirig 2 fl. vstcrr. Währ. j sind an die Redaktion zu!enden. Znscralc sind an die Redaktion in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Pclilzcile wird mit 10 Nkr. — 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Einladung zur Pränuineralivn ans d. 0. Ahrg. ״B. Eh." — Ehcrechtlichc Studien. — 6' 68t tr68 kort. — Nekrolog. (Gotthold Salamo».) — ärorrkspondenz. Ausland: Berlicner Briese, Warschau, Frankfurt. Inland: Pest, Galantha, Wien, Siklös, Wien, Szegedin, Pest, Lemberg, Wien. — Berichtigung — Bcnicrknngen. Einladung zur JE® נ»- jn/u » mm :»• smli » »» auf bca f e fl c 11 3ü[)r;]11111j Örs Reu Lhauuuju. Szegedin, 13. Dezember. ״Bis hieher hat Gott geholfen (1 Sam. 7, 12)!" In Kurzem wird Ben Chananja das fünfte Jahr seiner Wanderschaft znrückgelegt haben, «nt, mit Erfahrt!«- gen von nicht geringem Werthe bereichert, seinen neuen Kreislauf zu beginnen. Allgemeiner Simpathie kann er sich nicht rühmen. Er war niemals so verblendet, darauf zu rechnen, daß er nur Beifall und Anerkettnung ernten werde. Seine Hoffttung beschrankte sich darauf, auch Freunden seiner Tendenz und seines StrebenS zu begegnen, und in dieser Hoffnung hat er sich Gottlob nicht gelauscht. Die Theilnahme, die er gefunden, und die er zumeist seinen verehrten Mitarbeitern verdankt, ermuthiget ihn, auf der eingeschlagenen Bahn mit Ausdauer und Beharrlichkeit fortzuschreiteu. Seine edlen Mitarbeiter werden ihm auch in der Folge ihren Beistand augedeihen lassen. Wie konnten auch treue Säemänner zögern, ihre guten. Saaten auszustreuen, wo der Boden so empfänglich ist, und sie die Gewißbeit haben, daß ihre Aussaat nicht ohne Garben bleiben witd? Ben Chananja hat es, so oft sich Gelegenheit dazu darbot, für ,'eine Pflicht gehalten, seine Stimme zu Guns sten bedrängter Glaubensbrüder zu erheben. Seine Für-! spräche ist Gott sei Dank nicht unbeachtet geblieben. Wohlj wollende, menschenfreundliche Herzen haben sich der Anregung, zu helfen und wohl zu thun, gefreut. Der Hüter! Jsrael'ö lasse kein Ereigniß eintreten, welches an die Hon- I ter oder Belgrader Affaire erinnern würde. Bei jeder sich etwa darbietenden Veranlassung wird aber B. Chan, die heilige Ermahnnng: ״Thu' deinen Mund auf für den Stummen (Spr. 31, 8)" auch j in Zukunft zu befolgen wissen, wie er denn auch nach wie! vor gehässigen Vorurtheilen gegen Juden und Judenthum mit der Energie entgegentreten wird, welche von dem eri hebenden Bewußtsein, einer guten und gerechten Sache das; Wort zu reden, unzertrennlich ist. > Es liegt in der Natur seiner journalistischen Mission,! daß Ben Chananja mit den anderen jüdischen Zeitblättern; manche gleiche Rubriken hat. Es kommt kompetenten Sachkenncrn zu, seine Leistungen auf dem Gebiete dieser Nubri-! ken zu beurtheileu. So viel darf er aber wol ohne alle! Selbstüberschätzung sagen, daß die religio«ögeschicbtliche Forschung und Erkenntniß ihm die sorgfälj tigsie Pflege zu verdanken hat. Diese nicht nur für! die Einsicht in die Vergangenheit sondern auch für Die Ge-! staltung d. Zukunft so wichtige Pflege hatte vielleicht 0. ge-! lehrte und geistreiche Honet in Straß bürg im Auge, als ’ er im Lien d' Israel erklärte, daß der Ben Chananja 1 unter den in deutscher Sprache redigirten jüd. Journalen 1 den ersten Rang einnehme. j Dem Anbane der Religionsgeschichte wird B. CH.; auch in dem nächsten Jabre die gebührende Aufmerksamkeit