Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 45 (21.11.1862)
- Date
- 1862-11-21
- Page
- Seite 390 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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390 gegen verleugnet Hr. T. in dem Grkurse über die Ehuppa seine Gründlichkeit. Hätte er sich vergegenwärtiget, was man in der thalm. Zeit unter Ehuppa verstanden habe, würde es ihm nicht in den Sinn gekommen sein, die Ansstellnng d. Ehuppa in der Synagoge in die thlm. Zeit zurückzuverlegen. Daß die Versteigerung der Mizwot an dem Hrn Vrf. einen entschiedenen Gegner hat, wird nach dem Gesagten nicht mehr überraschen. WaS der Hr. Vers, über die Snspcnsibilität der Gebräuche überhaupt sagt, werden wir bald bei einer andern Gelegenheit zu erwägen haben. Wir wünschen schließlich der vorl. sehr schön auSgestattcten Schrift recht zahlreiche Leser, damit Hr. T. zu weiterer, weniger pilpnlistischer und mehr wissenschaftlicher literärischer Thätigkcit aufgemuntcrt werde. A zsidö nemzet tortenete. (Geschichte der jüd. Nation von den frühesten Zeiten bis auf unsere Tage nebst einem kurzen Abriß der Geografie Palästina'S. Nach M. Elkan für isr. Schulen bearbeitet von Josef Manheim, Hauptschullchrer in Baja.) Pest, AloyS Luosänszki. 1862. 8. 184. Preis 50 kr. Wir begrüßen dieses Werk mit inniger Freude, da es zu den ersten Versuchen in diesem Fache gehört, und erkennen an, daß der Vrf. ״im Interesse der religiös-sittlichen Veredlung der ung. isr. Jugend nichts Nützlicheres thun konnte" (S. Vrw.); glauben aber, daß die Be- Häuptling, als ,.sei unsere Geschichte in den öffentlichen Lehranstalten nicht nur nicht ungarisch, sondern allgemein genommen nicht systematisch vorgetragen worden," (S. Vrw.) etwas gewagt sei. Daß der Uebersetzec ״Geschichte der Israeliten" (wie eö im deutschen Originale steht) mit ״a zsidö nemzet törtßnete“ (Geschichte der jüdischen Nation) wicdcrgcgeben hat, ist schon an und für sich nnrichtig; er bleibt aber dieser Benennung nicht konsequent, da S. 7 dieselbe ״Geschichte der Israeliten" mit ״az izraelitäk törtänelme“ übersetzt ist. S. 8 Z. 5 ist ״Prüfung" mit ״kisßrlet“ wiedergegebcn; kisörlet ist aber hier nicht d. passende Ausdruck; da kisürlet Versuch heißt; kissrlös, megkisörtös wären hier viel mehr geeignet. S. 9 Z. 7 v. u. ist ״woselbst" mit ״holott“ übersetzt; holott aber bedeutet da doch; hier wäre einfach ״hol“ am Platze gewesen. Statt ,ravaszsüg« (S. 11 Z. 2) wäre ״csel“ passender gewesen. Ans S. 12 ersieht man, daß der Uebersetzec nicht d. Negel beobachtet hat, daß im Ungarischen nach viin, vün nie es stehen darf, außer wenn noch ein vän, v6n folgt, WaS aber in der bezeichneten Stelle nicht der Fall ist. S. 12 Z. 3 v. u. bezieht sich das Zeitwort ״järjon“ in der Einzahl auf das Hauptwort ״ällatok“ in der Mehrzahl; außerdem sind die Sätze nicht richtig geordnet, da das nki a“ u. s. w. unmittelbar nach ״järjonaz“ hätte stehen sollen. S. 12 (Ans. d. 6. §.) ist nicht ersichtlich, worauf sich das ,elüztük" bezieht; auch ist statt ״csakugyan“ nde midönu zu setzen. Nicht an seinem Platze ist ״helybenhagyatott,“ (S. 21 Z. 20) da dies ״gutheißen" bedeutet; hier war ״vöghez vinni“ zu gebrauchen. S. 22 Z. 18 ist statt ״kik“ ״melyek“ zu setzen, da es sich nicht aus eine Persolt bezieht. S. 28. Z. 3. muß statt ״välasztottu ״välasztotta“ flehe». Nach ״minden“ gebraucht der Ungar die Einzahl, wogegen der Uebers. fast überall ,sich der Mehrzahl bedient. Diese wenigen Andeutungen — mehrere zu geben, gestattet nicht der geringe Raum, der diesen Zeilen angewiesen ist — werden hoffentlich den ) wacker» Uebersetzec überzeugen, daß eine Revision seines Werkes unumgänglich nothwendig ist. Außerdem wird das Werk durch die vielen, sinnentstellenden Druckfehler gänzlich entstellt. Im klebrigen läßt die Ausstattung des Buches nichts zu wünschen übrig und wird dasselbe nach sorgfältiger Revision sehr brauchbar sein. Samuel Löw. Ifj־usägi iratok. (Jugendschriften für die ung. Israeliten beiden Geschlechtes des I. Bdes 1. und 2. Hst. HeranSgegrben von Nathan Fischer, Lehrer der ung. Sprache an d. isr. Volksschule zu Raab. 1862. Sauerwcin. 8. VI. 82, Preis: 4 Hfte 2 fl.) Die vorl. Zugcndschriftcn sind uns im Allgemeinen willkommen, als Jugendschristcn für Israel, sind sie uns noch willkommener, als die ersten ungarischen Jngeudschriften für Israeliten sind sie uns am willkommensten. Der wackere Herausgeber verspricht im Vorworte, für folgende Rubriken Beitr. zu bringen: 1) Unterhaltende u. sittliche Erzählangen; 2) Biografien; 3) Daten aus der allgemeinen Weltgeschichte, mit besonderer Rücksicht auf die Geschichte d. Israeliten u. der Ungarn; 4) Geografisches; 5) Aus der Naturgeschichte; 6) Aus der Naturlchrc; 7) Verschiedenes. Diese Rubriken sind in den vorliegenden Heften reichlich vertreten; am spärlichsten ist der Naturgeschichte Rechnung getragen worden. Die Jugendschriften werden ihren Zweck sicherlich nicht verfehlen, wenn auf die Reinheit der Sprache mehr geachtet werden wird. Das ganze Werk ist so eingetheilt, daß die eine Hälfte der aufgenommenen Lescstücke von speziell jüdischem, die andere von allgemein ungarischem Interesse. In der Biografie veäk's hat sich bei Angäbe des Geburtsortes ein Druckfehler eingeschlichen, da D. nicht in Rehida, sondern in Kchida geboren ist. Auch war sein Bruder nicht Obergespan, sondern Vizegcspan. Wir wünschen dem Vrs. Ausdauer, dem Werke aber die größte Verbreitung. Samuel Löw. Mein Dank! Ich muß mir leider die Ehre u. d. Vergnügen versagen, den verehrten Gemeinden, Vereinen, Rabbinen, Schulmännern und anderen Freunden für den Ausdruck ihrer mich so hocherfrenenden Theilnahme an dem am 18. d. M. gefeierten Vermählungsfeste meiner Tochter Amalie mit dem Dr. der Rechte Benedikt Barach in besonderen Briefen meinen ergebenen und aufrichtigen Dank auszusprechen. Die hochverehrten Körperschaften und Männer mögen dies wohlwollend entschuldigen, u. die Versicherung hinnehmen, daß ich in der Kundgebung ihrer Simpathie die süßeste Genugthuung und die sehr erfreuliche Bürgschaft für den günstigen Erfolg meiner Bestrebungen finde. Ich reiche den verehrten Urhebern dieser Kundgebungen im Geiste die Bruder- Hand, und rufe ihnen aus vollem Herzen zu: )1 ברכת עליכם : Löw. Druck von Sigmund Burger in Szegcdin.