Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 45 (21.11.1862)
- Date
- 1862-11-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45. Szegedin, den 21. November 1862. LN Mnrmryn. MocheNblKtt für jü^zsche The ^ünßer I!lkU»»g. Hermsgeier Md •Keaa&teuc: L. Löw, fl6etm66tner za Sjegebin. Zeden Freitag erscheint ein ganzer Bogen. Pranumerationspreis: Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 kr., viereljährig 2 fl. österr. Währ. Man abonnirt bei allen Postämtern und Buch- Handlungen des In- und Auslandes. Manuskripte find an die Redaktion zu senden. Inserate find an die Redaktion in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Petitzcile wird mit 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Kulturgeschichtliche Aforismen v. L. DukeS. — Rabbi Meir. — Historische Notizen v. Dr. G. Wolf. — Beiträge zur thalm. Sprachforschung und Alterthumskunde. Von Prof. Dr. M. Stößel. — Korrespondenz. Änsland: Köln, Hamburg. Inland: Gran, Aus Böhmen, Temesvar, Szegcdin, Irsa, Pest, Szcgediu, Rechnitz, Aus Mähren, W aag-Neuftadtel, Szegedin, Neutra. — Literarische Änjeigku: 0׳ שערי בינה Don Isaak ToneleS Hondel. — A zsidö nerazet türtänete. Vo n Z. Manheim. — Ifjusägi Iratok. Von N. Fischer. — Mein Dank. 77'.״ ' ÄsorisiiM von Leopold Dukes. 9. Die äußere und innere Sprache der Natur. .ולהרברים יש סוכות ״Die Dinge haben ein Inneres״ (enthalten Allcgorieen). Jggereth B. Chajj. I., 2—5. B. Die innere Sprache -er Natur. (Fortsetzung. *) 3) Die Tochterstimme (בת קול)?) Der Zusammenhang des Menschen mit dem Himmel bildet die Grundlage aller Religionen. Es hat zu allen Zeiten Menschen gegeben, welche sich göttlicher Gnadenbe- Zeugungen rühmten, und es hat dieses auch — und mit Recht — ihr Glück ausgemacht. Die Stimmen sind mannigfaltig, sie haben Mannigfaltiges auch dem Hörer mitgetheilt. Der menschliche Geist hat sie respektvoll in sich ausgenommen. Der ortentalische Geist liebt es, die Gedanken für den Verstand durch die Fantasie gehen zu lassen, und genau genornmen, ist ja dieses das Wesen aller Poesie. Manche dieser hier zur betrachtenden Gegenstände, sind mit dogmatischen (oder für dogmatisch gehaltenen) Stoffen mannigfach verwebt, so wie auch mit allerlei jüdischen zeremonialgesetzlichen Observanzen. Alle diese Dinge selbst haben wir dort liegen lassen, wo wir sie gefanden haben. Nur kulturhistorische Bestrebungen und Anschauungen einer frühern Zeit zu geben, ist der Zweck dieser Zeilen. Die Tochterstimme (י1ת קרל) mag uns jetzt beschäftigen. Wir führen nun dem Leser einige Einzelnheiten darüber vor. Enthalten diese Sachen wirkliche Geheimnisse, so dürfen wir sie nicht verrathen. Hat der Leser das Geheim niß gefunden, so möge er es nicht verrathen. Geheimnisse nicht zu verrathen, setzt voraus, daß man selbst eins zu verrathen hat. Ist aber das ganze Geheimniß bloß, daß man keins hat, so muß auch dies geheim gehalten, und nicht verrathen werden. Die hiehergehörigen im Talmud und Midrasch zerstreuten S tellen — ihre Zahl ist nicht unbeträchtlich — stehen nicht leicht einem talmudischen Leser im Gedächtniß. Von dem Gedächtniß zum Urtheil aber ist ein langer Weg. Eine Sammlung derselben von kundiger Hand könnte nach m anchen Richtungen hin philosophisch oder philologisch klassifizirt s ein. Diese Andeutung muß für jetzt genügen. Vielleicht daß jemand dies unternimmt. Wir lassen hier einige Stellen als Probe folgen. Die Aufeinanderfolge oerselben ist nicht an eine in sich zusammenhängende Ordnung gebunden. Die von uuS hier zu gebenden Stellen mögen auf gewisse allgemeine Ge danken reduzirt sein. Dieses bringt sie in das Gebiet der Kulturgeschichte zurück. Die Wolke des Geheimnisses welche über sie schwebt, schwindet im Lichte der historischen Anschauung. Der Ausdruck בת קול selbst ist nicht so klar als es wünschenöwerth wäre. Es läßt derselbe manche Deutungen zu?) *) S. Nro 43. ^090708158