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Ben Chananja · 1862-10-23 · 41 (23.10.1862) · p. Seite 356

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Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
41 (23.10.1862)
Date
1862-10-23
Page
Seite 356 (sequence 12)
Language
German
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356 an rechten ist hier keineswegs zu denken. Auch verdient bemerkt zn werden. daß während OnkeloS und Jonathan für ״wissen. kennen, erkennen" immer ידע haben, der Targ. und Talm. Jeruschalmi חכם dafür gebrauchen , worüber die verschiedenen Targumstellcn, Aruch s. v und die Tosafoth z, Ber. 9, b. Schlagw. אחרים z» vergleichen find Rabb. Eisler. רלמא .157 Aruch hat das Wort nichl, Schönhak hat es bereits in sein Hamasbir, welches eine nicht unbedeutende Bereicherung der talmudischen Lcnkographie ist, anfgenommen, hat aber keine Erklärung dazu gegeben, ja auch nicht eine Stelle des Jeruschalmi, in dem er es oft gesunden haben will, bezeichnet. Ich habe es Schic Hasch. Rab. ad מי זאת הנשקפה gesunden, und wie ich glaube, ist es aus dem griechischen ttyd/t«, ״Thai" ״Thatsachc" ״factum“ durch Verwandlung der Liquide y iu das organisch verwandte 'ל entstanden, also dem im Talmud und den Midraschim so häufig vorkommenden מעשה analog, nur daß es nicht wie dieses mit '2 konstruirt, sonderil bloS titelmäßig hingestellt ist, was der Vermutuiig Raum gibt, daß diese ״Dlamas“ vielleicht Bruchstücke einer größeren Sammlung sind. טלגם .58! Ein ä7r«£ ei(jqnivov in der amoräischen Literatur! Es findet sich einmal Schlr. Hasch. Rab. ad דמתה קומתך לתגר, wo die Frage ausgeworscn wird, wie sich das Feuer dem Chananjah Michael und Asarjah gegenüber verhalten haben müsse, wenn sie von demselben nicht im Mindesten versehrt wurden ״כיצד נעשה להם האור?״ Der eine sagt daselbst, es wurde "״כמי[ טלגס der andere meint, es wurde ״כמין אוקיר״ Nach meiner Ansicht ist טלנם das griechische rr^.avyrii•, ״weltglänzend" ״hcllstralend" und אוקיי , welches B. Beer Cohen in Matanoth Aehunah mit einer Stelle in Erubin (vermutlich 88, a, wo es übrigens עזקה heißt) in Beziehung setzt, also wahrscheinlich — aqua neunen wollte, iu אכוקה zu cmendiercn. Elfterer meinte nämlich die vcrzcrendc Kraft des Feuers sei ganz in der leuchtenden ausgegangen , es war also ד* ״כמין טלגס״lavyts xi, überaus leuchlendeS, letzterer, cs habe sie wie eine אבוקה, blos mit einer kräftigctidcu Glut durchwärmt. טר .159 Aruch Art. 3 erinnert schon durch seine Lautung an das griechische xf>*10 ״zittern." 160. מנטייה Die Lerikograscn Art. מנם oder anderswo haben einer Stelle Ber. Rab. c. 44, wo dieses Wort eine besondere Bedeutung hat, keine kritische Aufmerksamkeit geschenkt. In Matanoth Kchunah sind mehrere Varianten zusammengetragen, von denen jedoch keine einen befriedigenden Aufschluß giebt, ebenso wie die in Jede Mosche ausgestellte Conjectur jeder Begründung entbehrt. Ich halte es für das griechische fiavxeiu ״Weissagung" ״Orakel" ״dunkler Ausspruch," wodurch der Passus קטע הרין מנטייה מן כרו oder wie Jalkm statt ״מן כדו״ hat: ״מן לכך״ einen ganz ungezwungenen Sinn erhält. UebrigenS wäre auch die Vermuthung nicht ungeschickt, hier ,מלטייד fteütrij ״Sorge" ״Kümmeruiß" zu lesen.!61. סרק (Girtin 57, b) ist das griechische o«z-x.'o«o ״die Haut abziehen" und steht mit ״ טרקhecheln" in keiner Beziehung. 162. אבוקה Landau läßt sich aus die Etymologie diese- Wortes nicht ein. Schönhal'S Erklärung durch avytj ist nicht zutreffend, da avyq bloS ״Glanz" ״Schimmer," überhaupt nur Licht, nie eine Leuchte bedeutet, in welchem letzteren Sinn blos der Talmud cs verstanden haben will (vgl. Pes. 7, b.; 8, a.; 103, b.). Den ersten Versuch zur Herleitung dieses Wortes machte Maggid Mischneh (zu Maim. hilch schab, c. 29, §. 26), indem er es durch eine Schwächung der härteren Gutturale ח׳ in die weichere 'א aus dem hebräischen חכק entstehen läßt und es eine Complcrion von viel Holz und Feuer ncunt, wärend bei den Casuisten schon ein zweidochtigeS Wachslicht d. talmudischc אכוקה vollständig darstelik. (N. Mos. Iss. in Or. Chaj. o. 289, b.) Ob zwar erwähnte Ableitung zu sehr gesucht ist, ist d. Auffassung des dem Worte inliegenden Begriffes doch ganz richtig und durch die zitirten Talmudstellen begründet; eS scheint mir daher nicht ganz nngerechtfertigk zu sein, wenn ich darin das lateinische focus ״Wärmstätte" ״Feuerstätte." mit א paraZOAieum erkenne, denn damals mögen blos einige brennende Reiser den Herd des Hauses ausgemacht zu haben. אסטרין.163 Dieses Wort habe ich in keinem Lericon aufgeführt gesehen; es findet sich Schir Hasch. Rab ad לחיו כערוגת חבשם und wie aus dem Conlertc daselbst erhellt, dürste cs vielleicht ioxo^ia ״Wissen" ,,Forschung" bedeuten. Wollte man jedoch מטטרין nvöx^iov lesen, so wäre auch diese Vermulhiiiig nicht gewagt. 164. ברם OnkeloS übersetzt des peutateuchische אך mit ברם und wenn eö auch iu der Mischnah gar nicht, in der mit aramäischen Elcmenlen stark versetzten Gemara nur selten (z. B. Schab. 14, b. und Parallelst.) vorkömmt, so ist es in der nachthalmudischcn Literatur, als die durch fremde Einflüsse immer mehr getrübte und entstellte hebr. Sprache von dem sich wieder vergnügenden aramäischen Dialekte endlich ganz verdrängt wurde, allgemein im Gebrauch. Der täuschende Zusammenhang des ברם mit diesem Dialekte ließ daher keinen Zweisel über den aram. Ursprung desselben obwalten; genauer betrachtet ist es jedoch nichts anderes als d. lateinische verum ״fürwar" ״aber," in dessen sowol affirmativer als adversativer Bedeutung es sehr oft vorkömmt (vgl. I. c., viele S tellen in Jclamdenu und Scheeltoth). Interessant ist es, daß schon der Midrasch dessen lateinischen Ursprung kannte. In Ber. Rab. c. 91 ist nämlich der Stelle (Gen. 42, 21) אבל אש מים אנחנו die Bemerkung hinzngesügt ..לשון הרומית ״ "הוא אבל ברם"römische Ausdrucksweise, >אכ—verum" (Das ‘ד von דרומית ist wol zu streichen). אבל hat nämlich in zitirter Bibclstclle die Bedeutung ״sürwar," wärend es gewöhnlich ״aber" heiß!; sie deuteten also an, daß hier die Analogie des hebr. אכל mit dem lateinischen verum. welches ebenfalls diese zwiefache Bedeutung hat, klar ersichtlich sei. Nabb.-Kandidat Neh. Brüll. Druck von Sigmund Burger in Szeged in.

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