Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 41 (23.10.1862)
- Date
- 1862-10-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41. Azegedin, den 23. Oktober >en (fltananja. fH» * nt נ cjfiinftfir IaÜWang. ^raiisijclicr 1ml) Redakteur: L. Löw, Merrabbmer za Zzegedm. 1862. ASt. Jeden Freitag erscheint ein ganzer Bogen.! Man abonnirt bei allen Postämtern und Buch- | Inserate find an die Redaktion in Szegedin Prstnuinerationspreia:! liandlungen des In- und Auslandes.! oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 lr.,! Älannsllripte zu senden. Die zweispaltige Petitzeile wird viercljährig 2 fl. österr. flLähr. j sind an die Redattion zu senden. | mit 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Sammlungen und Spenden s. d. verunglückten Belgrader. — Die Pestcr Eingabe bei der nngar. Hof-Kanzlei. — Geschichte der Inden in Osnabrück. Von Dr. M. Wiener. — Büsten und Bilder von Dr. E. Carmoly. — Korrespondenz. Ausland: Berlin. Posen, Berlin' Krentzburg. Inland: Gr.- Kanischa, Pest, Brünn, Mähren, Prcßbnrg. 6s»nt»v6r, Pest, Pest, Hcrmanmcstec. — Inserate. — Srilage. 311 Angelegenheit Der Letgrader vernngliitkten. XIX. Für die Belgrader Verunglückten spendete die israel. Gemeinde in Warasdin 162 fl., Hr. Ahr o n L ö w y in Iankovatz 7 fl. ö. W. — ״Leider ist der Zustand der Belgrader Flüchtlinge ein sehr trauriger. Das Jsraeliten-Quartier in Belgrad befindet sich in dem Rayon der Stadt, welcher laut Conferenz-Beschlnß zerstört werden soll. Die serbische Polizei läßt folglich die Israeliten noch nicht in ihren Häusern ansiedeln. Dazu kömmt noch, daß es ohnehin fast unmöglich ist, für so viele Familien in Belgrad Wohnung zu finden und außerdem fehlen dem Comitö die nöthigen Mittel, um die Uebersiedelungskosteu zu bestreiten. Die österr. Polizei gab den Verunglückten neuerdings kund, daß sie bis Ende dieses Monats Semlin verlassen müssen." Hilfe, schnelle Hilfe ist also noch immer nöthig. Rücksichtlich der Unterkunft der hart Geprüften wird hoffentlich der ehrenwerthe Vorstand der isr. Gemeinde in Wien die nöthigen Schritte thun. Wir erlauben uns auch, auf die Beilage zu gegenw. Nummer zu verweisen. Die Pester Eingabe bei der ungarischen Hof-Kanzlei. (Fortsetzung.) 2. Das Schulwesen. So niederschlagend es auch in mancher Rücksicht sein mag, so muß es doch der Wahrheit gemäß ausgesprochen werden, daß von 1850 bis 1860 viele jüd. Volksschulen in's Leben gerufen wurden, und daß unter der Aegide der Autonomie manche dieser Schnlen, und zwar nicht nur in kleinen, sondern auch in größeren Gemeinden, wie in Paks, eingegangen sind. Mit diesem Bekenntnisse soll die Heilsamkeit der Gemeinde-Antonomie durchaus nicht in Abrede gestellt werden. Ich habe der Autonomie 1853 nachdrücklich das Wort geredet, als die Strömung d. Zeit nichts weniger als autonomistisch war. Allein der entschiedenste Autonomist wird wol zugeben, daß die Autonomie der Gemeinde in Bezug auf Schule und Uuterricht von einem gewissen Bildungsgrade derselben bedingt ist. Die Chaßidäer und enragirten Orthodoxen protestiren gegen jede öffentliche Schule; in den Schulen, sagen sie, verlernen unsere Kinder ihre Muttersprache. Sie wollen daher ihre Kinder nur Lehrern anvertrauen, die dieselben im Jargon unterrichten und erziehen. Das Sprechen nach der Grammatik widerstrebt ihrem .jüdischen Gefühle, und sie können sich damit unmöglich befreunden. Und liegt in diesem Gefühle nicht weit mehr natürliche Wahrheit, als in dem ״jüdischen Gefühle," auf welches sich manche gebildete Juden berufen, und gegen den Synagogengesang nach Noten oder gegen d. Orgel Oppostition machen? Die Orthodoxie im nördlichen Ungarn sieht in der Anleitung