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Ben Chananja · 1862-10-13 · 40 (13.10.1862) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
40 (13.10.1862)
Date
1862-10-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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tlr. 40. den 13. Oktober >en tfhammja. t flr Maische The Fünfter IMWrrng. 4)ßrnns1]e6er 1u1d Redakteur: L. Löw, Ükerrakkiaer za äzegedia. 1868. Zcdni Freitag crfdicint ein g11n$er Bogen. j Man aboimirt bei allen Postämtern und Buchpraniiiiicrntionsprcis: bandlnngcii des In- und Anstandes. Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 kr.. iiinniifimptc viercljährig 2 fl. vsterr. Währ. sind an die Redaktion zu senden. Znscralr sind an die Redaktion in Szcgedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Petitzcile wird mit 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Saniinlimgen und Spenden s. d. verunglückten Belgrader. — Die Pester Eingabe bei der Ungar. Hof-Kanzlei. — beschichte der Zu. den in Osnabrück. Bon Dr. M. Wiener. — Anfang und Ende des Buch Jesajas. Von Dr. M. Miclziner. — Korrespondenz. Wien, Gr.- Becökerck. — Lilcrärische Anzeigen: Jcllinek'S Predigten. Bcspr. v. Dr. Duschak. — Inserate. 31t ‘ ' " Der Mgtata OeriingfiMlen. XVIII. Für die Belgrader Verunglückten spendete die Lsr. Gemeinde in Straßburg 145 Francs. I Die Petition ist der erstem Versuch, die ung. jüd. Verhältnisse aus autonomem Wege einer zeitgemäßen Organisation entgegenzuführeu. Dieser Versuch wird ganz gewiß nicht erfolglos bleiben, wenn der Erfolg auch nicht in nachster Zttknnst si! tbar hervortreten, und der ungarische Hofkanzler nach der Mittheilung eines unserer Wiener Korrespondenten nicht geneigt sein sollte, ״sich mit der Einberufnng eines jüdischen Landtages zu befassen, da ihm die Einberufung des ungarischen Reichstages Sorgen genug macht." Vielleicht ist es der Sache der Organisation förderlich, daß die gewünschte Generalversammlung später abgehalten wird, indem bis zu ihrer Abhaltung manches geschehen kann, das geeignet ist, der Lösung ihrer Aufgabe Vorschub zu leiste«. Folgende Punkte möchten wir besonders der Aufmerksamkeit Aller empfehlen, die sich für die Entwickelung der ung. jüd. Zustände interessiren. 1. Das Nab binats wesen. Alle gebildeten ung. Inden werden ohne Zweifel in d. Wunsche übereinftimmen, daß jeder ung. Rabbiner sich d. Lehrgegenstände des GymnasiumS aneigne, da eine gleiche Forderung auch an die katholischen und an die protestantischen Seelsorger gestellt wird. In Deutschland, in Böhmen und Mähren werden von dem anzustellendeu Nabbiuen häufig auch Nniversitätsstudien gefordert. In Ungarn ist eine solche Forderung unr höchst selten laut geworden. Indem wir nun auf das verweisen, was in vorl. Nummer in den Nachbern. zu der Korresp. aus Gr.-Becökerek über den Bildungsgrad vieler ung. Rabbinen gesagt ist, fügen wir nur folgenden Vorschlag hinzu. Bis zur Organisation der jüd. Kultusangelegenheiten bleibe es der Gemeinde unbenommen, dem zu Die Pester Eingabe bei der rmgarischen Hof- Kanstei. Der Vorstand der Pester isr. Gemeinde hat im verflossenen August der ung. Hofkanzlei eine Petition unterbreitet. Der Wortlaut dieser Petition wurde von den gelesensten politischen Tagesblättern mitgetheilt, so daß wir den Inhalt derselben als bekannt voraussetzen dürfen. Die Petition betrifft zunächst die Verwendung der Zinsen der Million Gulden, welche die ung. Juden nach der Revolution als Strafkontribution zahlten, die aber später (30. September 1850) von Sr. Majestät dem Kalser in einen Schulfond verwandelt wurde: eine Versammlung von Repräsentanten aller jüd. Gemeinden soll über die Verwendüng dieser Zinsen vernommen werden. Die Petition spricht aber auch unumwunden aus, daß die ung. Judenschaft Bedürfniffe hat, die der Befriedigung harren, und daß zu diesem Behufe manches Alte verbessert, manches Neue geschaffen werden muß. Sie deutet in'ö Besondere auf den gänzlichen Mangel eigener höherer Lehranstalten hin, welchen in Ungarn die Juden allein empfinden. Die Verbesserung dieser Zustände ist dringende Nothwendigkeit; die versammelten Repräsentanten der ung. jüd. Gemeinden werden es als ihre Aufgabe betrachten, diese Verbesserung anzubahnen. 155472

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