Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 38 (19.9.1862)
- Date
- 1862-09-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 38. Ws vl de» 18. September >en üThmtanja. 1 862. Fünfter IrrkWNng. flerausijcöer unö Dieba&tcur: L. Lötv, ilfienaößtREr zu. äz^jediu. Jeden Freitag erscheint ein ganzer Bogen. Pränuinrrationsprcis: Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 kr., viercljährig 2 fl. östcrr. Währ. Man abonnirt bei allen Postämtern und Buch- Handlungen des In- und Auslandes. Mannslrriptc sind an die Uiedaktion zu senden. Jnsrratc sind au die Redaflion in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Petitzcile wird mit IO Ntr. — 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Sammlungen und Spenden s. d. verunglückten Belgrader. — Der nnauSsprechl. Gotteöiiame. Bon M. Heß. — Geschichte der jüd. Gemeinde zu Kojetin. Bon N. Brüll. — Versuch einer nmständl. Anal. d. Sohar. Von I. Stern. — Korrespondenz. Tlnsliuid: Petersburg. Bonn. Inland: Pest, Obcritalien, Tolna, Prag. — Literarische Änzcigeu: FogcS' Alterthnmer der Prager Josefstadt. Angez. v. Herauög. — Jcllinek'ö Predigten. Bespr. v. Dr. Dnschak. - Ilenestes: Szegedin. — Inserate. 311 itiigefegculjßü Der JJefgraÖer XVI. Neuerdings spendeten: die Herren Jsak Commondo & Comp. 2000 St. Francs; die israelit. Gemeinde zu Bayonne 100 St. Francs. Der 7'' .goüesnamc unb seine Zeilenlung nach der Zibel. Von M. Heß. Waö ist nicht schon alles über den unaussprechlichen Namen יהוה gefabelt worden! Wie richtig haben dagegen unsere jüdischen Autoritäten es schon im Alterthnm erkannt, daß ein Wort ebenso gut, wie ein Bild, götzendienerisch mißbraucht werden kann, wenn es zur Bezeichnung des höchsten Wesens dienen soll. In der That soll, wie wir sehen werden, nach der Bibel der Name ירוה keineswegs das Wesen Gottes selbst, sondern nur dessen Beziehung zu Israel und der Menschheit,, mit andern Worten nur die Vorsehung Gottes ansdrücken. Die Bibel spricht sich darüber (Erod. III., 11—15.) so klar und deutlich, so einfach und bestimmt aus, daß nur Mystagogen und Mythologen, mit• Aberglaube und Unglaube, welche nicht fähig sind, das Wesen unsrer Geschichtöreligion zu begreifen, jene klaren Worte übersehen konnten. Wir lesen in Erod. III., 13: ״Mose sprach zum AUmächtigen,*) ich komme nun zu den Kindern Israels und werde ihnen sagen, der Gott Eurer Väter hat mich zu Euch gesendet, und werden sie mich fragen, was ist sein Name, was soll ich ihnen antwortend" — Die Verlegenheit, in welcher sich Mose befand, seinem Volke einen reinen und erhabenen Gottesbegriff beizubringen, wird hier durch die sinnigen Worte Mosis auögedrückt: sie, die Kinder Israels, werden gleich den sie umgebenden heidnischen Völkern, einen persönlichen Gott mit einem Eigennamen sich vorstellen, sobald ich ihnen vom Gotte ihrer Väter spreche, und wie soll ich dieser Gefahr begegnen, was soll ich ihnen antworten, wenn sie mich fragen, wie ist der Name unsres Gottes? 14. ״Da sprach der Allmächtige zu Mose: ״Ich werde sein, der ich sein werde," und Er sprach, also sollst du den Kindern Israels sagen: ״Ich werde sein," אהיה, hat mich zu Euch gesendet." Gott spricht hier in der ersten Person zu Mose mit Bezugnahme ans die unmittelbar vorhergehenden Verse 11, 12, die wir sogleich zitiren werden. 15. ״Sodann sprach der Allmächtige zu Mose, also sollst du zu den Kindern Israels sprechen: ״Er wird sein," יהרה , d. Gott Eurer Väter, der Gott Abrahams, Jsaak's und Jakobs hat im:!׳ zu Euch gesendet; das ist mein Name für immer, das mein Andenken v. Geschlecht zu Geschlecht." *) Auch der Name Glohim dürfle, beiläufig bemerkt. ganz einfach grammatikalisch aus dem Geiste der hebräischen Sprache zu erklär reu sein, welche hier, wie in חיים , zur Bezeichnung der höchsten Abstraklion von אל , Macht, also zur Bezeichnung deö Begriffes ״Allmächtiger," die Pluralform gebrauch». 530044 ^5189095