Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1862-08-29 · 35 (29.8.1862) · p. Seite 300

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
35 (29.8.1862)
Date
1862-08-29
Page
Seite 300 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2542917-2542971-2543007--2751-2546564
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

300 Wintergrün. Von Henriette Leidesdorf.*) Unter diesem bescheidenen Titel liegt uns ein Bändchen der finnigsten Märchen vor, die wir um so freudiger begrüßen, als gute Zugendschriften gewiß kein geringer Hebel zur Förderung der Geistes und GcmütSbildung sind und die Zahl jüdischer Schriftsteller auf diesem Gebiet eben nicht sehr hoch anzuschlagen ist. Die Verfasserin hat sich so zu sagen ein eigenes Genre geschaffen; wir möchten es das ״Tendenzmärchen" bezeichnen. Sie verfolgt in jeder Erzählung didaktische Zwecke; und wer Einmal das Trockene herausgesühlt hat, wie der sonst so wesentliche Anschauungsunterricht gewöhnlich gchandhabt wird, der wird unscrm Urtheil beipflichten. daß hier Lehrreiches in anschaulicher aber ebenso sehr gcmütanregender Weise geboten wird. — ״PlauderhanS," einer irische» Sage entlehnt, verdient den lieblichen Volksmärchen Ticks und den klassischen Andersen'S ebenbürtig an die Seite gestellt zu werden. In ״Seraphine" scheint die Vers. Natur und Wesen ihrer Märchen am Besten selbst gekennzeichnet zu haben, in denen eben die Fee Prudenzia über die Fantasia den Sieg davon trägt. — Eomposition und Darstellung lasse nichts zu wünschen übrig, die Ausstattung ist sehr gelungen und mit 9 koiorirten Bildern von Prof. Hosemann versehen, und könne» wir Kindcrbibliotheken das ebenso anziehende als belehrende Büchlein nicht genug empfehlen. Als höchst wünschenswert müssen wir letztlich bezeichnen, wenn jüdische Legende und Sagenkreise von einer ähnlichen gewandten Feder bearbeitet, dem Verständnisse und dem Gemüthe junger Leser vorgeführt und zurecht gelegt würden. S. T. *) Wo mit wann erschienen? Red. Konkurs. 2-3 In Folge eingetretcner Todesfälle und mehrerer Penfionirungc» find an der israel. Haupt-, Unter-, Real- und Mädchenschul-Anstalt zu Arad mit Beginn des Schuljahres 1862*/;, folgende sieben Lehrerstellen zu besetzen u. z. a) 2 Rcalschu l-Lehrerstcllen mit einem JahreSgebalre von je 800 fl. ö. W. b) 4 Hauptschul- Lehrcrstellcn mit einem JahreSgel,alte von jc 600 fl. ö. W. und 6) 1 Glemc ntar-Lehrerstellc mit einem Zahrcsgchaltr von 500 fl. ö. W. Außer der für die bezüglichen Lehrcrstellcn allgemein vorgeschriedenen Befähigung wird die Kenntniß der hebräischen und der ungarischen Sprache (letztere in dem Grade, um einige Lehrgegenstände in derselben vortragen zu könne») gefordert. Diejenigen, welche sich für den höheren Unterricht in der hebräischen Sprache vorzugsweise geeignet fühlen, wollen dieses in ihren Gesuchen besonders bemerken. Die mit den erforderlichen Zeugnissen mit Nachweisen über ihre bisherige erfolgreiche Verwendung im Lehrfache, so wie über untadelhaften moralischen und religiösen Lebenswandel belegten Gesuche, in welchen auch Alter, Stand, ob ledig oder verheirathet, im letzteren Falle auch die Zahl der Kinder anzngebcn ist, find längstens bis 25. September l. I. portofrei cinzusendcn. Die Anstellungen an dieser Schnlanstalt geschehen in der Regel ans 3 Probejahre, nach deren Verlauf bei erprobter Tüchtigkeit und Bcrufstreue die definitive Anstellung erfolgt. Arad, am 10. August 1862. Der Vorstand der Arader isr. Cult.-Gemcindc. Inserate, Konkurs. Konkurs. Bei der gefertigten Gemeinde sind folgende Stelle» zu de- Zn der hiesigen Kultus-Gemeinde ist die Stelle eines Kantor חלן, der zugleich בעל קורא und שוחט ובודק sei, mit einer Dotirung von jährlichen 400 fl. ö. W. nebst Quartir und Nebenaccidentien zu besetzen. — Darauf reflektirende haben sich, mit Zeugnissen versehen, bis 1. November l. I. an diese» Vorstand persönlich zu wende». Reisekosten hat nur der Acceptirte zu beanspruchen. Maros-Viisjirliely in Siebenbürgen, am 22. August 1862. Für den Gemeinde-Vorstand, Nathan Pollak. Konkurs. 3—3 Zur Besetzung der Gehilfen-Stelle für die VorbereitungS-Klasse der isr. Hauptschule zu Stuhlweißenburg. Zährlicher Gehalt 400 fl. ö. W. Die in ungarischer Sprache verfaßten Gesuche und Zeugniße über Hauptschullehrers Befähigung und moralisches Betragen, find bis 15-ten September 1862 einzusendeu an den isr. Kultusgemeinde Vorstand zu Stuhlweißenburg. a) Die Stelle eines Kantors, verbunden mit dem Gesangs»»- terricht au der hies. isr. Hauptschule mit einem jährlichen Gehalte von 1000 fl. ö. W. nebst übliche» Emolumenten. b) Die Stelle eines Bassisten, welcher nebst seinen Functionen in der Sinagoge auch die Einkaffirungen für die Gemeinde zu besorgen hat, mit 500 fl. ö. W. jährlichen Gehalt. Bewerber wollen ihre, mit Zeugnissen und Ausweisen über bisherige Verwendung, moralischen und religiösen Lebenswandel, sowie über hinlängliche musikalische Bildung, — belegten Gesuche, in welchen auch Alter und Stand, ob ledig oder verheirathet, anzugeben ist, bis längstens 15-tcn November a. c. an den gefertigten Vorstand portofrei einzusenden; ferner haben die Bewerber eine Probe ihrer Fähigkeiten in hiesiger Synagoge abzuhalten, und nur im AceeptatiouSfalle werden die hieher gemachten Reisespesen ersetzt. Szegedin, 25. August 1862. Der Vorstand der Szegediner isr. Kultus-Gemeinde. Szegedin, Selbstverlag der ttrdalitiou. Leipzig, Lommisstons-Verlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.