Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 34 (22.8.1862)
- Date
- 1862-08-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Szrge-in, de« 88. August 1862. Nr. 34. W S KUMM. 4)crm1stjcßec Ä/UedMeiu flficmifißiacr 511 SjcQßbin. Jjeraustjcßec iiÄ t Jeden Frcitciq crschcint ein ganzer Bogen. Pranuiiicralionspreis: Ganzjährig 7 ft., halbjährig 3 fl. 50 sr., vicrcljährig 2 fl. vsterr. Währ. Man abonuirt : Handlungen 1 und Buch- ^״»iiisüriplr sind an die Redaktion zu senden. Inserate sind an die Redaktion in S.zegedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig ■ zu senden. Die zweispaltige Pekilzcile wirv mit 10 Nkr. — 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Sammlungen und Spenden f. d. verunglückten Belgrader. — Eherechtliche Studien. — Die Wichtigkeit der arab. Tcrtc in der jüd. Litcratur. Bon M. Hess. — Korrespondenz. Karlsbad. Ösen, Pest, Prag. Stnhlwcißcnburg, Briese v. L. Silbcrstcrn, Pest, Prager Briefe, Baden, Gyöngyös, Lemberg. — Literarische Awcigcu: Mappos Ajit Zabua. Bespr. v. Hcranög. — Bemerkungen. 311 ilngefcgcnfjcit fter xu. ITerungfiidUcn. Neuerdings spendeten: die israel. Gemeinde in Wien zwei ^Tausend, die israel. Gemeinde zu Leipzig 243 st. 50 kr. und Hr. Dr. Lehmann in Mainz 10 st. Lherechltiche Studien. 11. Die Mischehe. D. Erinnrrmlgen ans brr Mosaischen mid nachmosaischrn Zrit. d. Die Zeit der Richter und der Könige. (Fortsetzung.') Herzfeld '2) faßt die Geschichte der Mischehe während d. vorerilischen Zeit in folgende kurze Notiz zusammen: ״Die (auf die Epigamie bezüglichen) Eheverbote waren von den ältesten Zeiten an wenig beobachtet worden, schon Jesajas rügt das (2, 6); und andere nach ihm (Nicht. 3, 6. 1 Kön. 11, 1. 2)." Die von unS entdeckten Warnungen vor der Mischehe, welche in den Sprüchen Salomo's von pariotisch ethischem Standpunkte ausgehen,3) konnten ihm natürlich nicht bekannt sein. Er scheint sich aber auch die Zustände der nachsalomonischen Zeit nicht klar vergegentvärtigt zu haben. Befragen wir nämlich die Quellen, so gibt sich die Rüge des Profeten Jasajas als gänzlich vereinzelt zu erkennen, indem sich merkwürdiger Weise bei den älteren Profeten kein Tadel geschlossener Mischehen findet. Ueberdies ist es nicht einmal gewiß, ob die Worte des Jesajas (ובילדי נכרים ישפיקו) mischeheliche Bedeutung haben; die .Schriftausleger sind hierüber getheilter Meinung?) Der Verfasser des Königbuches entwirft eine sehr ausführliche Schilderung von den Abwegen, auf denen sich Israel und Juda Gottes Strafgericht zugezogen haben. Die Absicht des Berichterstatters, die einzelnen Züge seines Bildes so genau als nur möglich zu zeichnen, ist nicht zu verkennen.ö) Um so bedeutungsvoller ist sein gänzliches Schweigen von der Schließung mischehelicher Bündnisse mit den benachbarten heidnischen Völkern! Das Schweigen des Königbucheö und und das der Profeten berechtiget zu der Vermuthung, daß mit der Handelspolitik und den internationalen Verbindungen der Salomonischen Zeit auch die Neigung zur Eingehung von Mischehen schwand, um in späteren Zeiten unter ganz anderen Verhältnissen wieder zu erwachen. Auf das Schweigen der Profeten ist um so größeres Gewicht zu legen, als Jesajas, indem er den Uebermnth des Volkes geißelt, so sehr spezialisirt, daß er die Bestandtheile der weibl. Toilette nahmhaft macht, welche zu s. Z. in Jerusalem Mode war. Die ausgesprochene Vermuthung dürste an Wahrscheinlichkeit gewinnen, wenn man erwägt, daß die Mischehe selbst in den königlichen Familien, wo man sie am häufigsten erwarten sollte, doch nur äußerst selten vorkam. Unter den neunzehn Königen des Reiches Efraim, deren Negierungszeit 211 Jahre währte, nennt die Geschichte nur einen, der in gemischter Ehe lebte: Ahab, den 4455