Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1862-08-08 · 32 (8.8.1862) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
32 (8.8.1862)
Date
1862-08-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2542917-2542971-2543004--2717-2546527
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Ar. 38. Szegediil, den 8. Äuguji en ÄlmMNM. 1862. X fünfter Jahrjanjg. .!)erausflcficc unö Mafvleuc: L. Löw, flüerraßliincr zn Fzegedin. Zedcil Frcitaq erscheint ein ganzer Bogen. Präninnrrationsprets: Ganzjährig 7 ff., halbjährig 3 ff. 50 kr., ׳.׳icrcljährig 2 fl. öfterr. Währ. Man abonnirt bei allen Poffäintern und Buchliandlnugen des Innnd AnolandcS. dlliuwfluivlc sind an die Nedattion zn lenden. Znscrnlc sind an die Redaktion in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Pctitzeile wird mit lO Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Sammlungen und Spenden f. d. — Jnd. Didaktik vor 100 I. Von I. Kahn. Wolf. — Korrespondenz. Pest, Pest. Pest verunglückten Belgrader. — Die jüd. Bildung in Italien im 18. Jahrh. Von Pr. dclla Torre. - ^^Anöiveisilng der Juden ans Böhmen. Von IS. 2Bel)U. — Historische Notizen. Von Dr. ' flungariea. — Litrriirischr ÄMigeu : Wiesncr'ö Scholien. Bespr. v. Rabb. Fein. 0_,1 Bszellen. Von Dr Pinkaö. ffir ' o" öcr MjpÄer Mten. x. An die Redaktion des ״B. CH." schickte die Gemeinde zu Steinamanger 50 fl. Ferner spendeten: Ein Ungenannter 1 fl., die Gemeinde zu Baja 50 fl., die Gemeinde in Breslau 247 fl., die Gemeinde zu Glogan 12 preuß. Thlr. Auf die von verschiedenen Seiten an uns gerichteten Fragen bemerken wir: Die Zahl der von Belgrad gnflüchteten Juden beläuft sich ungefähr ans 1500 Seelen. In Belgrad ist kein Jude zurückgeblieben. Die Geflüchteten haben in Belgrad zumeist als Serbische Unterthanen gewohnt; ihre Rückkehr wollen sie erst nach definitiver Herstellung des Friedens bewerkstelligen. Sie hoffen mit Zuversicht, das die Rückkehr auf kein Hinderniß stoßen werde. Die Bosnischen Juden leben bis zur Stunde in ungestörter Ruhe, über die in der Herzogovina konnte ich noch keine Auskunft erhalten. Die jüdische Möu11t| tu Italien im 18-leit Jahrhandelte. Von Rabb. Lelio della Torre, Prof, am Koll. rabb. zn Padua. Zunz (zur Geschichte und Literatur, S. 181) erinnert, daß vormals ״lateinisch gleichbedeutend mit christlich oder geistlich wftr״ nnd sammelt in den Noten die verschiedenen bei vielen Autoren in diesem Sinne vorkommenden Benennnngen. . .Dies aber wird, meines Wissens, von den lebend^v,׳.Sprachen nicht erzählt, obwohl auch der Gebrauch der deutschen Sprache bekanntlich streng verpönt wurde. Und doch ist es den Gelehrten vielleicht völlig unbekannt, daß man in Italien (wenigstens in Piemont, meinem Geburtslande, Mantua, Modena 11. s. w.) noch in den ersten Dezennien des gegenwärtigen Jahrhunderts die italienische Sprache mit dem seltsamen Worte Gojatico oder Gojesco (aus Goi, Nicht-Israelit) bezeichnete. Man soll aber daraus nicht einen nie stattgehabten Widerwillen gegen die Landessprache folgern. Ein besenderer heb.-ital., nur den Juden verständlicher, Jargon hat nie eristirt. Nur einzelne, sehr wenige, zum Theile vom Hebräischen nnd Jtalienischen zusammengesetzte, vor Zeiten vielleicht der Sprache angehörige, von dem Volksgebrauch verschwundene, und von den Inden aufbewahrte Wörter/) deren Etvmologie man nicht immer auSmitteln kann, zeichneten im Sprechen die Juden ans. Die italienischen Juden haben von jeher italienisch gesprochen, geschrieben,! gepredigt und gelehrt. Nur Betonung nnd AuSsprache unterschieden sie von ihren Mitbürgern: eine natürliche Folge sowohl der Absonderung, als des beständigen Hersagens aus den rabbinischen Büchern, deren eigenthümliche Art zu argumentiren auch ein eigenes Lesen hervorbrachte. Ausserdem habe ich, zumal in Piemont, Gelegenheit gehabt zu bemerken, daß, wo die gewöhnliche Mundart, wie in jenem an Frankreich grenzenden Lande, mehr von der Büchersprache abweicht, und einen größeren Theil fremder Ele- 79854219

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.