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Ben Chananja · 1862-07-18 · 29 (18.7.1862) · p. Seite 252

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
29 (18.7.1862)
Date
1862-07-18
Page
Seite 252 (sequence 8)
Language
German
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252 schriebcncn Schcidcbricf spricht! s) Den in Palästina wohnenden Sitten ist es noch nicmals in den Sinn gekommen, einen Versuch zur Wirdcrbektbung dcr hebräischen Sprache zu machen. Ans dem heiligen Boten. wo einst Davit mit seine Nachfolger unsterbliche Psalmen sangen, Salomo nnt seine Nachfolger in kurzen Kcrnsprnchcn echte Lebensweisheit lehrten, nnt tie Profctcn mit unnachahmlicher Kraft taS Wort teö heiligen Israel'S verkündeten. reden die Nachkommen ihrer Zuhörer in jüdisch-deutschem und jüdisch-spagnolifthem Jargon zu einander! — Zn einem tiefer» Studium und einer korrekter» Handhabung des Hebräischen wurden die jüd. Gelehrten durch drei Kulturströmungen angeregt: durch das Beispiel dcr Araber und Syrer, durch das Wieteranfleben der klassischen Stlitien in Italien »nt durch die Mentelösohuischc Schule. Mendelssohn schrieb hebräisch mit Eleganz, währcnt unter den Nabbincu seiner Zeit nur wenige des korrekten hebr. Ausdruckes mächtig waren. Der Hr. Brf. irrt. wenn er unter Hin- Weisung auf Lnzzatto, Rappoport, Frankel. Krochmal üiicht Krochmann) nn scrm Jahrhundert das Verdienst vindizirt, die hebr. Sprache zu neuem Leben geweckt zu haben (S. 58). Dieses Veroienst gebührt Mendelssohn, Hartwig Wessely, I s a k Euchcl, Joel Löwe, Aron Wolfs so hn und den übrigen Mitarbeitern des Sammlcrs. Auch irrt er. wenn er unter Hinweisung ans Holdhci»! nnt Schorr auöruft: ״Welchen Einfluß muß das nationale Jnrenthum heute gewonnen haben, da selbst seine Gegner sich ans seinen Boden verpflanzen müsse», nnt gehört zu werden (Das.)!" Allein Holtheim wählte das Hebräische ohne Zweifel, um dem ihm oft gemachten Borwürfe der Angeberei zu entgehen. und Schorr hat znnächfl die Thalmntisten i» Galizien im Auge. Viel berechtigter ist der entgegengesetzte Schluß: Welchen Umfang muß die Enropäisirung der Inden gewonneu haben, wenn Männer wie Hirsch in Frankfurt und Bloch in Pariö, deutsch und französisch schreiben, um ihren crthodoren Tendenzen Eingang zu verschaffen! Abstrahirt man von den Inden, welche bcreitö im modernen Sinne nationalisirt sind, so flutet man bei den übeigen Juden in Europa, Asien und Afrika die jütisch-deutsche, spagnoj lischt mit arabische Sprache herrschend. Und diese Elemente sollten sich | zu einer Nationalsprache vereinigen können'k Der Hr. Brf. wirr hieraus; wol schwerlich anders, als mit einem entschiedenen ״Nein" antwori tcn; damit hat er aber das, was er die nationale Wiedergeburt Jsrael'S nennt, für ein eitles Fantasicbild erklärt! (Schluß folgt.! 211111 c r 111111 g e 11. ') Die der Ungarn, Kroaten, Serben, Slovakcn. Rnthenen, : Wenden, Bulgaren, Montenegriner. Dentschen, Rilmänen, Griechen, Armenier, Franzosen. Kleinentincr und Zigeuner. ׳) l. Sabb. t. 3. '1 B Kama 83. a. I jer. Sota 7 , 1. S. Frankel, Borst. 58. 51111». s. •־) Gittin 7, finde: גש שכתבו פהמשה לשונות. Aufforderung. Freunde oricantalischer Sprachstnbic» werden hicmil daraus ansmerksam geuiacht, daß Hr. E. I. Blücher, wenn er die nöthige Unterstütznug fände, eine neue Auflage s. aram. Grammatik veranstalten würde. Pros. Delitzsch in Erlangen hat solgendcS Schreiben an ihn gerichtet: Je mehr eö zu bedauern ist, daß Ihre chaldäische Grammatik, betitelt ük.arpe I.esckion /errimi (Wien 1838) gegenwärtig eine litcrarische Seltenheit geworden, um so erfreulicher ist Ihr Vorhaben, eine neue Ausgabe dieses an Reichhaltigkeit und Zweckdienlichkeit zur Zeit noch nicht überflügelten Werkes zu veranstalten, und sonach einen vielfach auch von dcr kaiserlichen Akademie dcr Wissenschastcn in Wien 1848 ausgesprochenen Wunsch zu erfüllen. Es gibt wenig Gelehrte in nnscrcr Zeit, welche die reiche, weitschichtige jüdisch-aramäische Literatur von den biblischen Stücken bis zum Sohar beherrschen. Das Aramäische der Sclenciden-Zcit, welches noch jetzt in jüdischen Urkunden-Forninlare» gebräuchlich ist-, das Liramaische des Sohar und dcr ältesten Denkmäler der Kabbala, das Liramäischc dcr Liturgie lind des Pijnt, sind fast noch ganz iincischlossene j Idiome, und Ihre Grammatik ist ein gelungeucr Versuch, die grammatische Bchandlniig über die biblischen Stücke und die bekannten Taranniim auf die chaldäische Gesamuitliicratur zu erstrecken. Wenn Sie die Belege ans der viclvcrzwcigtcn Literatur der Einen Sprache j ״och vermehren, wen» Sie »amentlich das auch für das nciitcstamcntliehe Griechisch wichtige Idiom des Jernschalmi noch eingehender berücksichtigen, wenn Sic vielleicht am Ende Lescstückc als Proben der mannigsaltigen Gestalten des jüdischen Aramäisinns beifügen, so wird ihr Werk in noch erhöbt cm Grade einen! wissenschaftlichen Bedürfnisse abhelfen; denn cs gibt kaum eine orientalische Sprache, welche trotz ihrer cnltnrgeschichtlichcn und besonders theologischen Wichtigkeit bis ans den heutigen Tag so vernachlässigt und wenig gekannt ist, wie das Jüdisch-Aramäische, worin wir cs noch nicht einmal bis zur Möglichkeit einer korrekten Ausgabe der Targnmii» gebracht haben. Möchte dalnm Ihr Untcriichmen die in wisscni'chaftlichem Interesse zn wünschende Anerfenniing finden. Fr. Delitzsch. Seme r k u 11 g e 11. Hrn. —ei. Nächste Woche. Ihre Mitth. sollen mir loillk. sein. Hr». S. T. Mit Vergnügen. Ich bitte, mir v. B. v. H. L. znzuscnden. Inserate. Konkurs. 33־־ Bei der geserngten Gemeinve ist die Notariatsstcllc mit einem jährlichen Gehalt von Sechshundert Gulden ö. W.. nebst üblichen Emolninenlcn zu besetzen. - Bewerber wollen ihre in ungarischer Sprache verfaßte» Offerte nnt Zeugnisse bis längstens 15. September u. 6. portvfrei einseiiven An dcn Vorstand der Szegrdincr isr. Cultns-Gcnicindr. Konkurs. i-3 Mit t-ten Mai 1863 u. I. ist an der öffentlichen 3 klassigen Volksschule zu Galatz die Direktvrstelle, die zugleich einen -1 stündigen täglichen Unterricht einschließt, mit einem jährlichen Gehalte von 300 üstcrr. Dncaten und freier Wohnung, zn besetzen. Die Bewerber müssc» ihre gehörig Dociinientirteu Gesuche bis Ende September l. I. an das gefertigte Schnlkomitü portofrei einsenden. Daß dieselben außer der Kenntniß dcr hebräischen und deutschen Sprache und Literatur und dcr dahin einschlagendeu Fächer des Wissens nnd der Pädagogik auch ein Zengnist von eineni bekannten Rabbinate über deren sittlichen nnd religiösen Lebenswandel beilegen müssen. ist selbst verständlich. Diejenigen die auch der rumänischen Sprache kundig sind, erhalten den Vorzug. ‘7״ Juni 1802. פao isrnklilischk Schulkomilö;11 Galatz in dcr Moldau. Szegedin, Lcllistvrrlag dcr Kedakllon. Leipzig, Üouiintsstons-Vrrlag von Franz Wagnrr. Druck von Sigmund Burger in Szegcdin.

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