Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 29 (18.7.1862)
- Date
- 1862-07-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Szegrdin, -en 18. Juli Ar. 29. ei ciiHit׳ (f hmmnja. 1 fünfter Jahrjaiu!. fieniusgelicr uni) Jlcbafticnr: L. Löw, ilficnnlifiincr 511 özeiMil. 1862. 3dai Freitag erscheint ein ganzer Bogen. j Man abvnnirt bei ollcn Postämtern und Vucb- Znstra.c sind an die Redaktion in Szegedin llnttuuncrnlionsprci!-: liandlnngen des In- und AnSl-iiideS.! oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig Ganzjälmq 7 fl.. halbjährig 3 st. öO lr.. i Äianiislrriplr zn senden. Die zweispaltige Pctitzcilc wird viercljälirig 2 st. österr. Wälir.! sind an die Redaktion zn senden. i nur 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Sammlungen und Spenden s. d. verunglückten Belgrader. — Kulturhistorische Aforisnien v. L. DukcS. — Korrespondenz. Sie- . beiibürgische Zustände. (Schluß.) Wien. — i.'itcrnrij'chc Änrcigktl: Rom und Jerusalem. B. Heß. Bespr. v. Herausgeber. — Aufforderung. (Delitzsch an Blücher.) — Bemcrknngen. — Konkurse. (Szcgcdin und Galatz.) Für die Verunglückten in Belgrad sendeten an die Redaktion d. B. CH.: ein ungenannter! Christ in Szegedin 20, ein ungenannter Js- > raelit in Miindok .4, Hr. I ul. Nosenfeld, In-! Haber eines Erz.- und ^ehrinstitutes in Paris 5, Hr. Aron Pick in Nechnitz 10 fl. ö. W. Außerdem spendeten: Die Pester isr. Gern. 200, d. Neusatz er Gem. 40 fl. 40 kr., die Gr.-B ecs-! fercfcr Gem. 100 fl., Hr. Jak. Basch von j Csantaver 10 fl. Die Gern, zu Knla hat den, daselbst angekonunenen Belgr. f. d. Zeit ihres dorti-! gen Aufenthaltes eine monatliche Unterstützung v.! 50 fl. zugesichert. Der ottom. Kommissär spendete! 200 Ducnten. «flfonfmen von Leopold Dukes. 9. Die äußere und innere Sprache der Natur. .ולחדברים יש יתומת ״Die Dinge haben ein Inneres״ (enthalten Allegorieei >. Jggercth B. (5hajj. I., 2-5. A. Die imkere Sprache der Itahir. Die Sprachverwirrung beim babylonischen Thurm ~ wovon die Sprachforscher bis jetzt leben — ist gewiß sehr bedauerlich. Die Sprache der Natur ist aber davm unberührt geblieben. Spricht die Natur? Nicht im Geringsten. Die Natur ist stumm, der menschliche Geist belebt sie. Zu ihm spricht sie vermeintlich. Es ist übrigens nur sein eigner Geist, der spricht. Wie die Sprachen der Menscheu verschieden sind, so ist auch die Sprache der Natur verschieden. Die Natur spricht zu jeder Zeit gerade so viel, als man verstehen kann. Die Natur und der menschliche Geist wirken gegenseitig auf einander in sehr verschiedenen Formen. Die Große der Natur überwältigt den Menschen. Allmählich tritt er, nach verschiedenen Richtungen hin, mit derselben in Verbindung. Der Mensch klagt, um sich das Herz zu erleichtern. ES ist dies selbst eine Einrichtung der Natur. Er klagt, wenn niemand gegenwärtig ist, der Natur selbst seine Leiden. ES sind jetzt diese Klagen nur eine poetische Form, die ein hohes Alter haben, sie waren einst natürlicher Ergnß der Seele. Das Erzählen der Leiden gewährt Erlelchlernng, der Mensch fühlt sich dadurch wirklich erleichtert. Er glaubt, die Natur hat seine Klagen vernommen. ES! wäre dies schon ein Trost. Er thnt noch mehr für sich. Er fügt allmählich auch den Glauben hinzu, daß die Natur ihm auch geantwortet hat. Man erlaube uns, dieses alles in seinen verschiedenen reichen Verzweigungen, die allmählich vorzuführen sind, mit dem Ausdrücke die äußere Sprache der Natur zu bezeichnen. Eine Bezeichnnrrg, welche keine feststehende ist, n. welche wir nur auö Mangel einer bessern gewählt haben. Superstition, religiöse Anschauung u. mensch- 7758275238