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Ben Chananja · 1862-07-11 · 28 (11.7.1862) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
28 (11.7.1862)
Date
1862-07-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nr. 28. Szegedin, den 11. 3»11i 1862. Ln (fhanmijn. WscheNhiZzKi Ä'r MVische TheSisHie. Hinster IilkUMig. .!jßrnusijeößc uni) itßiir: L. Löw, flößrraßötnßr zu Szßgßdiu. Jeden Freitag erscheint ein ganzer Bvgc». Pr,nli11»crnlil׳׳.lsprrls: Ganzjährig 7 fl. , halbjährig 3 fl. 50 Ir., viercljälirig 2 fl. efterr. Währ. Man abonnirt bei allen Postämtern nnd Buchhanvliingcn des Innnd 'Auslandes. Manuskript e sind an die Redaktion zu senden.! Änsrralr sind an die Redaktion in Szcgedin > oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig ן zu senden. Die zweispaltige Petilzcilc wird J mit 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Sammlungen und Spenden s. d. verunglückten Belgrader. Szegedin, Großwardein, T.-Kanischa, SzAntö. — Schöpfung aus Nichts. Von Rabb. Dr. Schmied!. — Breslauer Zustände. Das Seminar. Gemeind csynagoge. — Lex Dei. Von Prof. Dr. Wessely. — Kovrcfpondenz. Siebenbnrgische Zustände. — Literarische Äiizrigcn: Rom und Jerusalem. V. Heß. Bespr. v. Herausgeber. — Berichtigungen. — Erklärung v. Selizmann — Inserate. — Lcilagc. Dr. Nnger's Replik. — Entlarvung eines Plagiarius v. Dr. Miclziner. — Miszellen. Für die Belgrader Israeliten thut sich allenthalben die wärinste Theilnahme kund. Nach den uns zugekommenen Berichten werden in Pest, Arad, Teuresvar, Knla, 08antav6r, Baja, H0I6-N6LÖ- VÜZÜriiel^ Sammlungen veranstaltet. In Szeged in sind bis zur Stunde 350 fl. gespendet worden. An die Redaktion des ״Ben Chananja" sendete die ungarisch-jüdische Gemeinde zu Groß ward ein 50, Hr. Hermann Büchler in Türkisch-Kanischa 5 fl., und einige jüd. Frauen in ^.1muZ-82ri111ü (gesammelt v. Fr. Amalie Weiser) 40 fl. 30 kr. ö. W. Diese Beträge sind bereits an den Ort ihrer Besinnmung abgegangen. Die Kage über Öic Sdjöpfang aus .Ifirijls in Sen «rnbisch-Dischen Schale». Eine religionsfilosofische Studie. Von Dr. 'A. Schmied!, Rabbiner zu Proßnitz. (Schluß.) Mainmni's Lehre über die Weltschöpftmg hatte das Mißgeschick, bei den Richtungeil seiner Nachfolger nicht die volle Würdigung zn finden. Denn nahm die strenggläubige Richtung wie wir dies bei Alfacher ') gesehen — Anstoß an der maimunischen Behauptung, daß nicht die kosmogo- Nische Darstellung der heiligen Schrift es sei, die ihn bestimme, von Aristoteles abzngehen, da diese Darstellung allenfalls auch eine Auslegung zulasse, die mit der aristotelischen Ansicht sich vertrage — so war es ein anderes j Mo ment, mit dem die freiere Richtung sich nicht befriedigte. I Isaak A l b a l a g ") und L e v i b e n G e r so n, diese Dioskuren der freiern Richtung in der nachmaimunischen Filososie, treten beide der Ansicht Mainmni's von der Schöpfung aus dem absoluten Nichts offen nnd entschieden entgegen. Albalag behauptet, M. habe in Wahrheit selber der Annähme der Weltewigkeit gehuldigt nnd blos aus Rücksicht auf das populäre Bewußtsein dieselbe an manchen Stellen zn widerlegen gesucht, während er an andern Stellen stillschweigend auf ihr fuße. — Gersonides sagt, M. habe über- Haupt mit seiner ganzen Beweisführung nichts gewonnen, da er die Möglichkeit der Wunder, um derentwillen er ja eigentlich die Weltschöpfung als relig'öses Dogma zu begründen sich bemübetc, keineswegs darthut, sobald er nach Entstehung der Welt nur die Herrschaft der Naturgesetze gelten läßt. Doch bevor wir bei Gersonides anhalten, dürfen wir an den altern ReligionSfilosofen NachmanideS nicbt stillschweigend vorübergehen. Mose ben Nachman hat auf dem ersten Blatte seines Pentateuchkommentarö seine SchöpfungStheorie entwickelt. ״Am Anfänge schuf Gott Himmel nnd Erde," dies bedeute, Gott rief das Weltall aus dem absoluten Nichts hervor, da der hebr. Ausdruck bruü eben nichts anderes bezeichne. ") Doch ging keineswegs die jetzt bestehende Welt unmittelbar aus Nichts hervor, sondern bloß die Urmaterie oder Hyle, ans der sodann alles Seiende herausgebildet wurde. Nun gibt es aber zwei solche auS

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