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Ben Chananja · 1862-06-27 · 26 (27.6.1862) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
26 (27.6.1862)
Date
1862-06-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Szegedin, den 27, Juni Nr. 26. 1862. LN ÄlmNNNM. sckFWblKtt l'Ir jAHische ThesisRie. Oinßter MiMng, ()etaasjcüet mid Jledafdrar: L. Löw, flOecrafiOiuer ju Szegedm. Zeden Freitag erscheint ein ganzer Bogen, pränumkrationspreis: Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 kr., viercljährig 1 fl. österr. Währ. Man abonnirt bei allen Postämtern und Buch- Handlungen des Zn- und Auslandes. Manuskripte find an die Redaktion zu senden. Inscralc sind an die Redaktion in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Petitzeile wird mit 10 Nkr. — L Sgr. berechnet. Inhalt. Eherechlliche Studien. — Dje Frage üb. d. Schöpfung aus Nichts in d. arab.-jüd. Schulen. Bon Dr. Schmied!. — Korrespondeuz. Ausland: Paris, Fürth, Warschau, Inland: Pest, Briefe aus Mähren, Gaya. — Literarische Anjkigcii: Rom und Jerusalem. Von M Heß. — Bemerkungen. Eherechlliche Slubien. 11. Die Mischehe. (Fortsetzung.') d. Unbedingte Ansschließmig von der Epigamie. Völkergruppen werden im biblischen Ehegesetze unbedingt von aller Epigamie ausgeschlossen: Die Ausschließnng der einen Gruppe fließt aus nationeller Antipathie, die der andern ans religiösen Motiven. «. Ausschließung ans nationeller Antipathie. Ämmonitrr und Moabiter. Das hierauf bezügliche Verbot lautet: ״Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeinde des Ewigen kommen: Darum, daß sie euch nicht entgegenkamen mit Brot un d Wasser auf dem Wege, als ihr auS Aegypten zöget; sondern wider dich dingeten den Bileam, den Sohn Beor'S von Pethor aus Mesopotamien, daß er dich verfluchen sollte. Du sollst nimmer ihr Wohl und ihr Bestes suchen dein ganzes Leben lang?)" Die historischen Bücher unterlassen auch hier nicht, die Ungerathenheit der aus verbotenen Mischehen hervorgegangenen Kinder hervorznheben: Zabad, der Sohn einer Ammonitin, und Jehozabad, der Sohn einer Moabitin, sind es, welche den König Joasch meuchlings morden?) Selbst der Tadel, welcher Rehabeam trifft, scheint mit seiner Ammonitischen Mutter in Verbindung gebracht zu sein?) Die thalmudische SchriftauSlegung hat diese Winke nicht beachtet, vielmehr beschränkt sie das vorliegende Verbot nur auf Ammonitische und Moabitische Männer, welche sie selbst nach ihrem Uebertritte zum Judenthume sammt ihreu Nachkommen von der Epigamie ausschließt, während sie die Ehe mit Ammonitischen und Moabitischen Proselitinen gestattet. Die Haggada läßt diese Distinktion schon in der Zeit des von der Moabitin Ruth abstammendcn Königö David entstehen. Naiv genug erzählt sie, die Reinsprechung der Ammoniterinnen und Moabiterinuen sei ans gewaltsame Weise durchgesetzt worden: ״Iithra, der Vater des Feldherrn Amaßa, umgürtete sich mit einem Schwerte, und rief aus: Durchbohrt werde Jeder, der folgender, mir von dem Gerichtshöfe Samuel's des Profeten überkommener Halacha zu widersprechen wagt: ״der Ammonite (ist ausgeschlossen), aber nicht die Ammoniterin, der Moabite, aber nicht die Moabiterin." Eine konsequente Schriftauslegung hätte nun das Verbot des Edomi und Mizri ebenso erklärt, wie das des Ammoni und Moabi. Darauf drang in der Thal R. Simon b. Jochai. Die Jdumäer und Aegipter, sagte er, deren Ausschließung beim dritten Gliede ihr Endziel erreicht, können ja nicht rigoroser behandelt werden, als die Ammoniter und Moabiter, deren Ausschließung selbst in den spätesten Generationen nicht erlischt. Er berief sich zu Gunsten seiner Auslegung sogar auf eine ihm überkommene Tradition?) Umsonst! für Jithra'S Machtspruch sprach das warme Interesse, das man an David's legitimer Abkunft nahm. Mit R. Simon's folgerichtiger Aufsassung konnte sich der Haß gegen Edom nicht befreunden, der durch die Ruchlosigkeit Antipater'ö und seines Sohnes

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