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Ben Chananja · 1862-06-20 · 25 (20.6.1862) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
25 (20.6.1862)
Date
1862-06-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nr. 25. Zzegedin, den 20. 31111t 1862.!eit MmmiM. scheNhlstt fmr j ׳Wische Thesisgie. ^fünfter IickWimg. ״" M 3lekf1(cuc: L. Löw, ilfieiTtififrnier zu Hzegedill. Zcdcn Freitag erscheint ein ganzer Bogen, i Man abonnirt bei allen Postämtern nnd Blich- Prstmmieratkongpreis: standlungen des Innnd Auslandes. Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 kr., ' iüniuifliriptc viereljährig 2 fl. öftere. Währ. ( sind an die Redaktion zn senden. Änscralc sind an die flkcdaktion in Szcgedin oder an Hr». Franz Wagner in Leipzig zn senden. Die zweispaltige Pctitzeile wird mit 10 Nkr. 2 Sgr. berechnet. Inhalt. (Lherechtliche Studien. — Die Frage üb. d. Schöpfung aus Nichts in d. arab.-jnd. Schulen. Bon Dr. Schmiedl. — Büsten ». Bilder. Bon Dr. iS. (Sarmoly. — Korrespondenz. Fünfkirchen, Knrtitsch, Großwardein, Aus d. Gömörer Koinitate, Szegedin, Ans d. Waagthale, Großwardei», Jglan, Osrwtnvür, Prag, tiiw.'t-Lromdnt , Gyüngyiis, Pest, Ans Böhmen. — Litcriirischc Anzeigen: Geschichte der jüd Münzen. Bon Dr. M. A. Levi); bcspr. v. Prof. M. Stößel. — Miszellen. Eherechtliche Studien. 11. Die Mischehe. . (Fortsetzung.') a LedimUc ^nsschlikßnng von der Epigamie, Idumäcr und Ägypter. Die hierauf bezüglichen Aussprüche des Gesetzes lauten: ״Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Aegypter solst du nicht verabscheuen, denn du bist Fremdling in seinem Lande gewesen. Kinder, die ihnen im dritten Gliede geboren werden, mögen in die Gemeinde des Ewigen kommen." -) Nach Michaelis, Ewald und Anderen ist hier zwar nicht von Mischehen, sondern von der Erlangung des Jndigenates oder des israelitischen Bürgerrechtes die Nede;׳'^ allein aus 1. Kön. 11, 2. geht wol unzweifelhaft hervor, daß die Redensart ״in die Gemeinde des Ewig en k ommen" jedenfalls auch epigamische Bedeutung hat. Die thalmudische Auslegung hat das Verbot ausschließlich in diesem Sinne aufgefaßt. 4) Wie verhielt sich nun die Praris zu dieser Beschränkung der Epigamie? Aegyptische Mischehen scheinen nur höchst selten vorgekommen zn sein, was sich schon aus den räumlichen nnd stammlichen Nerhältnissen leicht erklären läßt. Die Schrift kennet nicht mehr als drei Beispiele solcher Ehen: eines aus der Zeit des Zuges durch die Wüste, eines ans dem Ende der Richter- Periode und die Ehe des Königs Salomo mit der Faroneutochter. 5) Mit der Erwähnung des erster» ist unverkennbar eine ans die Vermeidung von Mischehen gerichtete warnende Tendenz verbunden: es ist der Sohn eines Aegypters und einer Israelitin, welcher in der Hitze eines Streites mit einem Statumgenossen seiner Mutter den Ramen GotteS lästert! Die jüngere Hagada bemüht sich, diese Tendenz auch an dem zweiten Beispiel hervortreten z» lasfeit, n. macht den Mörder Gedalja's, Jsmael, zmn Abkömmling Jarcha's, des Aegyptischen Schwiegersvhn's ScheschanS, was jedoch mit den biblischen Berichten in direktem Wider spräche steht. ''׳) In Ansehung der Ehe Salomo's , mit der Aegyptischeu Prinzessin divergirt die Ansicht des Ehronisten von der des Königsbuches. Während letzteres dieselbe tadelnswerth findet, spricht ersterer kein Wort der Mißbilligung aus, ja er berichtet sogar lobend, daß ״Salomo die Toehter Farao's aus der Stadt Davids in das Haus brachte, das er ihr errichtet hatte, indem er sprach: Nicht wohne ein Weib mir in dem Hanse David's, des Königs Israels, denn sie sind heilig, da die Gotteslade dahin gekommen." Da nun der Chronist die anderen fremden Weiber Salomo'S stillschweigend übergeht, die Verbindung mit der Faraonentochter aber unverfänglich findet, so scheint er das Verbot der Aegyptischen Epigamie nur ans Mischehen zwischen Aegiptischen Männern und Israelitischen Frauen beschränkt zu haben. Die Halacha kennt, wie wir weiter unten sehen werden, eine gleiche Beschränkung in Bezug ans die Epigamie mit anderen Volks stämmen. Die Haggada läßt Farao's Tochter von Salomo znm Jndenthume bekehrt werden, worauf wir noch ausführlich zurückkommen werden. Von gemischten Edomitischen Heirathen geschieht in der Ge- 142984

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