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Ben Chananja · 1862-05-23 · 21 (23.5.1862) · p. Seite 186

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
21 (23.5.1862)
Date
1862-05-23
Page
Seite 186 (sequence 8)
Language
German
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186 dessen Einführung noch nicht gestatten, möge da» Fachststem für die UebergangSpcriode in Anwendung kommen" — angenommen. Der 3. P., einen ausführlichen Lehrplan enthaltend, ist nach der Fassung des Entwurfes angenommen während Hrn Roscnberg'S Antrag: ״Den konzentrirten Unterricht aufrecht zu erhalten", vcrworfcn wurde. Der 4. P., die Schulbücher betreffend, ist in nichts beanstandet; bezüglich der Redaktion wird der ״Egylet" ausgesordcrt, ein Komite aus fünf sachverständigen Individuen zusammen zu setzen. Der 5. P., die Leistungen des Lehrers präzisircnd. erfreuet sich der Annahme nach der Fassung des Entwurfes. (Schluß folgt.) Korrespondenz. W. Prag, 19. Mai. Mil der in Nr. 18 d. Mbesprochenen beschränkten Oeffentlichkeit der Verhandlungen der KultuSgcmeinde-Repräscntauz hat cs folgende Bewandniß. Jeder der 18 Nepräscntantcn erhielt 2 Karten, welche er auch Nnbesteuerten zur Verfügung stellen kann. Außerdem haben 28 Notabel» perpctncll giltige Eintr.-Karten erhalten. Es hätten somit 00 Person Zutritt, während nur für 40—50 Raum ist. Eine weitere Ausdehnung der Oeffentlichkeit gehört also vorläufig in den Bereich der Unmöglichkeit. E. Temesvar, 21. Mai. Die hiesige Rabbinerfrage wird wol noch längere Zeit ihrer Lösung harren. Um dieselbe einer schneilen Erledigung entgegenführen, müßte ein einsichtsvolles und encrgischcS Gcmcindeglied den sich gcgcnüberstehenden Partheicn die baldige Besetzung des Nabbinerstuhlcö an'S Herz zu legen verstehen, und es müßte ferner der Mann erscheiucu, der allen Parthcien zusagt. Bisher hat Rab. Hofmann am meisten befriedigt; Dr. Duschak ist der Gemeindc in der Vorstadt ״Fabrik" eine persona grata. Im Ganzen scheint die Gemeinde geneigt, einen imponirenden Rabbiner zu wählen eine imponirendc Erscheinung war nun allerdings keiner der Probeprediger, die wir zu hören Gelegenheit Hallen. 0 Wien, 22. Mai. Die auch von den hiesigen politischen Blättern mitgethciltc Bclünyeö-Affaire macht umso mehr von sich reden, als die Kircheuzeitung sich eben in ihren letzter» Nummern abmühl, das in Rede stehende gehässigste aller Vornrtheile aufzuwärmcn. Hofscntlich werden Schritte gethan werden, daß die Urheberin der Wirren in Belönhes zur Rechenschaft gezogen werde. (Am 24. Juni 1792 ist unter Z. 11516 ein Statthalterei-Jntimal erschienen, welches mit aller Strenge anordnrt, daß die Juden des Vornrtheils wegen, als bedürften sie zur Feier ihres Osterfestes Ehristcnblnt, nicht behelliget werden sollen. Den Magistratspcrsonen und Seelsorgern wird es zur Pflicht gemacht, diesen verderblichen Wahn, dieses schädliche Vorurtheil durch die bemcssendsten Mittel ans dem Herzen des Volkes auszurotten." Ich erlaube mir, die Red. des amtlichen ZiirgOny aus dieses Aktenstück ausmerksam zu machen, dessen erneuerte Bekanntmachung im 8ürgöny zeitgemäß sein dürste. Ich habe dasselbe in m. Gesch. d. Inden in Ungarn, Busch's Jhrb. 5, 98. erwähnt. L.) LiterSrifche Änzeige». Scholien zum babn. Talmud verfaßt und mit Unterstützung des verehrlichen Instituts zur Förderung isr. Literatur heranSgcgebcn von I. Wisner Krcisrabb. zu Nachod. 2. Heft Sabbath. Der Talmud, sagt Jost, ist ein großartiger Bergwerk voll der verschiedensten Metalle und Erden, von dem feinsten Golde »nd den edelsten Metallen abwärts bis zu den nnbrauchbarsten Schlacken. Und ich füge zu diesen klassischen Worten hinzu: Schade nur, daß cs Zeitläufc gab, wo die jüdischen Geister cs nicht besser verstanden haben, die reichhaltige Schätze, welche dieses riesenhafte Bergwerk in seinem Schooße birgt, gehörig anözubcnten und zu vcrwcrthen. Was half's, daß die Knappen und Männer, die in den vorigen Jahrhunderten im Dienste dieses Bergwerkes gestanden, aus den Schwingen des PilpulS wol die schwindelnden Höhen und steilen Spitzen desselben erklommen, hier angelangt fehlte ihnen das Seil und die Leuchte allgeineincr Bildüng, mittelst welchen sie sich in die tiefen Schachten und Schichten hinunter hätten lassen können, das gediegene Gold und Silber, die in so reicher Fülle da ansgcspeichcrt liegen, hervorzubolen. um es in gangbare Münze umznsctzen. Erst der neuern Zeit blieb eö vorbchalten, diesem in Versall gerathenem Bergwerke seine große Bedcntnng wiederzugeben, ihm einen Aufschwung zu erringen, von dem die Talmudjünger der vorigen Jahrhunderte kaum eine Ahnung hatten. Hoch verdient macht sich in dieser Richtung Hr. Kreisrabb. Wisner durch seine Scholien; ausgerüstet mit großer Gelehrsamkeit n. ernster Beharrlichkeit versenkt er sich in die Tiefen dieses großartigen Bcrgwerk'S und fördert Resultate zn Tage, wofür ihm die Welt großen Dank schuldig ist. Schon das 1-tc Hesl der Scholien wurde in diesen Blättern anerkennend gcwürdiget, doch von noch erheblicheren Werthe ist das 2-tc; hier zeigt er sich säst in jedem Blatte und in jeder Zeile als ein umsichtiger Beobachter u. scharfsinniger Denker, als ein emsiger Sammler und vielseitiger Gelehrte. Möge Hr. Krrabb. Wiesner die betretene Bahn forlsetzcn und es wäre wünschcnswcrth, um diese neue Methode im Talmudstndinm auch dem nichtdcntschlcscndcn Publikum zugänglich zu machen, daß er sich für die Folge entschlößc seine Scholien in heb. Sprache zu ediren. Die Einrichtung des 2. Hefteö der Scholien ist dieselbe wie beim 1. mit dem Unterschiede, daß diesmal einige chronologischen Untersuchungen über manche Parthien auch zum besten gegeben werden; in der eigentlichen Kritik, die erst nächstens folgen soll, gedenke ich eben damit zu beginnen. M. Fein. Bemerkungen. Hrn W. in P. Herzlichen Dank. Dürfte ich um die Forts, der Aktenstücke und nm die Bemerkungen über Maim. bitten? Hrn. Dr. Z. Die Bücher habe ich vor Kurzem erhallen. Der Ehalnz kann von Osiaö H. Schorr in Brody bezogen werden. Hrn. Br. Die Besprechung d. Kayscrling'schen Buches erscheint in Nro 22. Hr. Dr. W. in H. Richtig erhalten. Herzl. Dank. Die Bespr. folgt nächstens. Berichtigungen. In der diesjähr. 19. Nro d. ״B. CH." lies S. 167 in der 7. Zeile von unten anstatt (16, 17 und 18) (17 und 18); in der 3. Z. v. unten anstatt 7. 8- 8. 8- Szegedin, Selbstverlag der Nedaktion. Leipzig, Kommissions-Verlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

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