Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 19 (9.5.1862)
- Date
- 1862-05-09
- Page
- Seite 170 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2542917-2542971-2542991--2605-2546401- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
170 tend Geschichte, Eregese und Dogmatik, gesammelt v. W. Warnheim (Della Torre, 8. 118). Ein Verz. d. in dem Hefte enthaltenen Aufs, hat d. Heransg. nicht beigefügt?) Mit besonderer Paginirnng ist beigegeben: Znrat Ha-Olam v. 2sak Zon Latif; heranSg.: Gal. Stern. Das Mkpt verdankt derselbe, wie er selbst nicldet, dem Dr. Jellinck, der cö in München anfertigcn ließ. Hr. St. preist die Uneigennützig« keit Dr. J.'S und den Ncichthum d. 2.'scheu Bibliothek: ״Wäre nicht er, so würde die Gemeinde Wiens leer von Büchern sein!" n Pest, 5. Mai. Der als Lehrer und Schriftsteller vorthcil- Haft bekannte L. M. Bauer hat die u»g. Uebersetznng der Homilien von Mcisel vollendet, und kann das bereits gedruckte 1. Hefte v. liebersctzcr bezogen werden. — Eine Wittwe Namens Levit ersucht Diejenigen, die ihr als ״Zeitungsschreiber" bekannt sind, die Mnnifizcnz zu rühmen, mit welcher sie bei der AnShciratung ihrer Tochter von der durch ihre Wohlthätigkeit auch sonst verehrten Frau Kadelburger unterstützt wurde. — Wie ich höre haben mehrere Rabbincn der altern Schule die Absicht, im Laufe dcö Sommers in Altofcn eine Konferenz zu halten, um mindestens einen Thcil ihrer Absichten von 1851 zu realisircn. St. Temesvar, 0. Mai. Die Rabbinerwahl ist noch immer unentschieden. Die beiden Nabbinen, Piöko ans Malazka und Hoftnann aus Rajcz, welche zur Probe gepredigt haben, machten ans die Zn- Hörer keinen ungünstigen Eindruck, jeder derselben fand sogar bei einem Theilc der Gemeinde entschiedenen Beifall. Die Wirkung d. Probcpr. war jedoch nicht so durchgreifend, um ans die Wahl bestimmend einznwirken. Dr. Duschak'S Name wird wieder oft genannt; derselbe soll aber, wie ich höre, nicht geneigt fein, sich auf Abhaltung einer Probcprcdigt cinzulasse». □ Zenta, 5. Mai. Der NabbinatS-Asscssor Kohlt aus P<5czel hat gestern mit vielem Beifallc gepredigt, und ist von seiner Aufnahme ernstlich die Rede. Z. K. G. Brody, Ans. Mai. Die hiesige Gemeinde war in Polen die erste, in welcher die Gedanken, Tendenzen und Acstrcbungen der Mendelsohn'schcn Zeit Beifall und A»klang fanden. Hier wirkten und schrieben Männer wie Landau, Le sin, Byk, Bloch, Krochnlal, Rapvport, Erter, K i u d er fr c un d, Günsbnrg, Letteris und Andere. Die Neichen rechneten sich's zur Ehre, den Männern der Wissenschaft und Literatilr ihre Hilfe und Unterstützung angedcihen zu lassen. 2m leztcn Dezennium jedoch, wo die Stadt in kommerzieller Beziehung leider sehr empfindliche Rückschritte gemacht hat, bewährte sich immer mehr der alte Spruch: ״Wo kein Mehl ist, ist keine Wissenschaft!" Besonders nahm, unter dem Einflüsse der matericllen Zeitrichtung, daö Studium der hebr. Sprache sehr ab, und selbst die Elemente derselben sind einem nicht nnbeträchtlichcn Thcile des Heranwachsenden Geschlechtes fremd geworden. Um nun die hebr. Studien wieder zu heben, und dem ״Berlin Polcn'S," wie Brody früher genannt wurde, seine vormalige Stellung wieder zu verschaffen, hat sich cm hebr. Uter. Lesezirkel (הברת דורשי לשון עבר) gebildet, dem bereits auch die hervorragenden, in weiteren Kreisen bekannten, filohebräischcn Familien Kallir, Byk, Hilferding angeschloffen haben. Der Verein miethet ein eigenes Lokal, gründet eine Bibliothek, hält die jüd. Zeitschriften, und werden, vorläufig wöchcnt- *) Wir werden uns. Leser mit dem Inhalte bekannt machen. Red. lich dreimal. Vorlesungen gehalten werden. Am 5. v. M. wurde der Zirkel eröffnet, und 2- 2- Wolkenstcin einstimmig zum Präses erwählt, welcher eine im Musivstyle kunstvoll znsammcngestetltc hebr. Rede hielt. Zu AnSschnßmitgliedcrn wurden gewählt: Eh. Kallir, M. Kallir, H. Byk, N. Fürst, B. Wolkenberg, Z. Rothenberg. Möge der ״Zirkel" zum Frommen und Gedeihen der hebr. Literatur blühen und fröhlich gedeihen! Pest, 6. Mai. Der Handwrrkercin veröffentlichte einen Bericht über s. wahrhaft Achtling gebietendes Wirken. Die Szcg. Gen,, hat gerechte Ursache, auf die eklatante Anerkennung stolz zu sein, welche dem ihr angchörigcn Lüvay, Dir. d. ung. Affekuranzgcsellsch., gezollt wird. Bemerkungen. An die H. H. Rabb. D. in G. L. in W. und Lehrer Br. in Gr. B. 2ch danke ergebenst. Die Aufsätze erscheinen in den nächsten Nummern. Inserate. 2m Verlage von C. Gerold's Sohn.in Wien ist erschienen und durch jede Buchhandlnngen zu beziehen; in Szegedin durch Sigm. Burger. Predigten 1)1•. Ad. .JellLiiek, Prediger der israelitische» Cultiis-Gcniekiide in Vien. Erste Lieferung. Predigt 110־ enthaltend, gr. 8. br. Preis 1 fl. ö. W. Diese Predigten nmfassen besonders wichtige, religiöse und sociale Zcitfragen, die im Geiste des Fortschrittes, der Gerechrigteit und Humanität vor Tausenden von Zuhörern behandelt wurden. Zudem wir uns erlauben, auf diese Predigten aufmerksam zu machen, glauben wir, daß schon der berühmte Name deö Verfassers für deren Gediegenheit bürgt und dieselben keiner weiteren Anempschlniig bedürfen. Das Ganze wird in vier Lieferungen anögegeben werden. Der Preis pr. Lieferung ist 1 fl. ö. W. Von meinem Babylonischen Talmud Folio ist bereits der 12. Band erschienen, von demselben Werke, OctavanSgabe der 3-te Band; Von Pene Ioschuah Bd. 8. Von Mischnajoth Bd. 4. Von Tnrim Bd. 3. Nach Ostern wird Mischnajoth Bd. 5. fertig und spätestens Mitte Mai folgen. Band 13-teö Babylon. Talmud Folio. 4 ״-tcs desselben Werkes, 8-to. 4 ״-tes des Pene Ioschuah. Warschau, 14. April 1862. 8. Orgelbrttnd. Szegedin, Zelbjlvrrlag der Kedalrtlon. Leipzig, Lommissions-Verlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.