Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 16 (18.4.1862)
- Date
- 1862-04-18
- Page
- Seite 146 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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146 Miszellen. in. H. Rcibb. Fein erwähnt in Nr. 40 v. I. des B. Eli. zweier NeligiouSgebränche, die seinem Dafürhalten nach erlerne» Uriprnngcs sind. Was den erstell der dort aiigrsührtci,, den (kennst des Honigs am Neujahrstagc betrifft, ließe sich dafür in der Aniprache NebeniiaS bi. 10 ein Anballspnnkt sindeu. Ast auch diese allgemein gebalicn, so kan» dennoch, eben!0 wie ein Heide, auch ein A'raelite ans den (Kedanken gekoziimen sei», den (Kennst der Feige oder eines süßen Apfels mit Honig anzncmpseblcn, und dabei den Wnnich, wie sich das Jahr gestalten möge, anszniprechen. So wellig cs sieb in Abiede stellen läßt, daß mancher ans fremdem Boden entsprungene Gebianch vom Antentbiime ansgenommen wurde, so kann es möglich lein, daß ein anderer den eiitgcgeiigelegleii Weg ei»gesel>Iagen habe. Das Heidenibnin kann Manches dem Andenlbuine entnoinmcn und es für seine Aiiscbannngen und Begriffe zurecht gemacht habe». Vinci; bi er ist, 11m mit H. Dnkcs zii sprechen, die Brüste abgebiocbe». Als Seitenslürk z» den von! H. Nabb Fein angeführten Gebräueben, ließe sieb vielleicht das an den zwei crNen Passababenden übliche של אליהו C'D anreihen. ('Ins die,cm trinkt der Hausvater oder lver sonst bei der Zeremonie den Borsitz bat, nachdem er einen bedentenden Tbeil aus dem eigene» Becher geleert bat, n»d reicbl ibii liamentlich seinen Lieblingen unter den .!i'chgenossen, 11 m ein (Kleist,es z» tlnin. Dieser Eliasbecber mag eine Ocacbalmiung des Bechers des guten (keistes, 7ruTtj(1tm• rov'uyuOov dui/mrut;, sein, elelieii Ne allen (Krieeben bei ihren Mahlzeiten dem Bacbns widmeten, daraus tranken und dabei ein (Kebel rezilirten, daß er die schädlichen Wulnngen des Weines von ihnen abweiiden möge. Warum aber gerade der Proset Elias für die heidnische (Kollheil snbstitnirl wurde, kann in der Adeenassoziazion, die nach H. 141׳. Aellinek in Okr. 40 v. A. L. Bl., am Passalqeste nnlcr den Alracliten im Schwünge waren, seinen Grund haben. Fr. Wilheim. IV. An Aben-E>ra's Kommentar zum Pentateuch sindct sich vor יתרו 'L folgendes (Kedichtchen: נאם אברם אסיר תקוה אשר סחה עיני יתרו עדי הלך הצי רבו וענה הידור יתרו וזה פירש בסרשה תהלתה דבר יתרו. Was der zweite Bers bedeuten soll, ist schwer zu enträthscln. Denn wenn man es anebansAetbro, den Schwiegervater Moses, beziehen wollte, dem also die ״('Ingen aiugegange n sind", so ist doch dieier Sinn mit den folgenden Bersen in gar keinen Zusammenhang zu bringen. Das Metrum hat mich ans eine Emendalion geiührl. Die Berse dieses Gedichtchens bestehen ans je sechs Silben, von denen die erste und vierte ein sogenannter יתר ist-, nur '.]יעי würde eine Ausnahmen machen, und gegen das Metrum verstoßen. Ach ementire daher עיני in עני E l e nd, und bringe diese Stelle in Berbindnng mit Hiob 00, l l., wo cs heißt בי יתרי פתה ויענני. Aben-Esra 'erklärt diese dunkle Farase Mlt den Worten קשתי הסך בירי. S. dessen Eomm. zur Stelle הצי. eine Nebensorin vvn ה ץ (S. Ges.) bedeutet Pfeil. יתרז im zweiten Verse bedeutet Bogensebne, wie in der ans Hiob angef. Stelle; im vierten Berse bedeutet eS: viel, genug, wie in יתר שאת Ge». 40. 3.; im sechsten Berse endlich ist cs das bekannte Nvmenproprinm. Der schiebsalsrciche Dichter, dem im Erde jede Hoffnung war geschwunden אסיר תרות. klagt sich an, daß er sich selber sein Elend verchnldel, daß er das Elend seines Bogens gegen sich selber gewendet, אשר סתח עני יתרז, bis der Pfeil sein Herz durchbohrte, und den Flüchtigen zur Genüge quälte וענה הנתח יתרו. In deutscher Sprache dürste es so lauten: Rede Abram's, hoffnungSgebannt, Der den Bogen gegen sich gewandt, Bis der Pfeil sein Herz durchdrang Und ihm Rettung kaum gelang. Zn diesem Sinne ausgesaßt, dürste das Gedichlchen in literär-historischer 1 Beziehung nicht unilitereffant sein, weil er uns Aufschluß gibt, nnter I welcher Leidenswncht und in welcher quälenden Gemüthsstimmung der i größte Kommentator eines seiner Meisterwerke geschrieben. Reggio'ö Bermnthung (Kerem Chemcd 5.) über die Entstehung des Doppclcommcn- ' tarS dcö Aben-Esra zu Erodns findet darin ihre Bestätigung. Abr. Hochmuth.! v■! Ans Schlagers Wiener Skizzen habe ich in meinen Negesten sS. \ 235, Nr. 13(») den Inhalt cims, GeleirsbrteseS nntgetbeilt, den Herzog j Albrecht von Oesterreich im Jahre 1830 mehreren seiner Anden ansstellte, ן als diese in tie welschen Lande ziehen wollten, um Acpscl l'ereinznbringen.! Ach vermntbete schon am angegebenen Orte, daß hierunter wabrscbein-; lieb Paradiesäpfel zu verstehen seien, welche die Ansen znm Gebrauche j am Lattbbüll-.'nseste aus Welsch laus zu holen pflegen. Einen ähnlichen! Geleiisbries ertbeilte auch Kaiser Leopold am 7. Mai!<»!>() einem Anden, Namens Lazarus Welschen, welcher von seinen Glaubensgenossen in Hamburg nach Atalicn geschickt worden war, nin von dort ber Palmzweige »nt Paradiesäpfel znm religiösen Gebrauche zu boleu. Der Merk- Würdigkeit wegen tbeile ist, diese» Brief, in welchem der Kaiser allen unter ihm stehenden Würdenträg*r» nud Behörden befiehlt, den gedachtcu Au den liebst seinen Dienern, Pferden. Wagen, Schiffen und Packereien sicher bin und znrnekecisen zu lassen und Niemandem zu gestauen, ibn zu belästigen, nach dem im Besitze des Herrn Nosenrbal lnerielbst befindliche», aus Pergament geschriebenen Originale mit. Er Ijoojiolcltis Divina favente clementia 01 *ctus Komanormn Imperator semper Augustus ae Germaniae, Ilungariao, Kohemiae, Dalmatiae, Croatiae, Sclavouiae Rex, Arehidux Austriae, Dux Kurgundiae, Styriae, Carinthiae, Carniolao et Wirtembergae. Domes 'lyrolis et Universis et singulis Eleetoribus aliisque Princip.bus Kcclosiastieis et Secularibus, Arehiepiscopis, Episcopis, Ducibus, Marehio»ibus, Dastellanis, Vexilliferis, Antianis et Potestatibus ae Erbium, D1\ itatum, Oppid rum et quorumeunque Loeurum et (Jommiinitatum Kcctoribus, Kurgimagistris et Consulilma nee mm portuum pontium et pastuum quorumvis Dustodibus ae aliisque jrraesentibus exqnisiti luerint cujuscunque statüs, gradus, ordinis, eonditiouis, dignitatis aut praeeminentiae existant, bonevoleutiam et gratiam Nostram Caesarea in c!t omne bonmn. ('um praesetifium .Exhibitor Lazarus Welaehen nominatus ab Ilebraeis llamlmrgensibus in ltaliam mittatur asportatum quaedam poma marina et palmarum ramos, ad eelebrationem Caercmoniarum Judaiearum neeessarios. Hosque ei liberum, tutum, seeurum et expeditum iterobtigere cupiamus, Dev es ac Dil. es Vestras aliosque nobis non subjectos, praesertiui otrieiales Hispanicos, Viniolae existentes, benevole clcmenterque bortamur et requirinnis, Nostris vorn et saeri Imperii Kcguovumque et Doiuinioruni Nostrormu haereditariorum subditis t'irmiter maudamus ac praeeipinuis ut praedictum Lazarum Welschen una cum lamulis, equis, eurribus, navilms, sarcinis ae rebus, quas secum habiturus estonmibus ubi<p1e üben*, turo cf expedite i 1 es (ransire, proficisci, commorari, recedere ac redire sinant ncc ulla ipsum sive in personis sive in rebus molestia, impedimento vel injuria atliciuut aut a quoqtiam atl'ici periuittant, quin potius ubi neeessitiis postulaverit, aut ipse id;ilias petierit salvo euudem eonduetu, lideque et securitate publica aliisque ad commodius coidiciendum iter hoc suum necessariis opportunisve rebus liaiul gravatim juvent atque ab aliis pariter id üeri sedulo eurent. Factui rae sunt in eo Dev. es ae Dil. es Viae aüique nobis non subjectrem sua aequanimitate ac solita in nos observantia diguam nobisque gratam Caesarea Nostra benevolentia et gratia per occasionem vieissim agnoscendam, Nostri vero et saeri Imperii Kegnorumque et Dominiorum Nostrormn haereditariorum subditi exequentia hae in parte seinen et expressam voluntatem Nostram. Datum in Oivitäte Nostra Viennae die septima mensis Maji Anno Domini millesimo sexcentesimo nouagesimo sexto, Regnorum Nostrormn 4iomani trigesimo octavo, Hungarici quadragesimo primo, Bohemiei vero quadragesimo. Leopol 11s 1L. S.) Vt. Sebastianus Wunibaldus Domes ä Zeyhl. Ad mandatum Sacrae Caesqreae Majestatis proprium Lutzo Dolberg mpria. Duplicatum Passus in ltaliam pro Lazaro Welschen nominato ad :!sportandum quaedam poma marina et palmarum ramos ad caeremonias judaicas necessarias. Dr. M. Wiener. Druck von Sigmund Burger in Szegedin.