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Ben Chananja · 1862-03-07 · 10 (7.3.1862) · p. Seite 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
10 (7.3.1862)
Date
1862-03-07
Page
Seite 84 (sequence 8)
Language
German
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84 ף Vergl. Aruch (Art. בעיא) Die Erzählung findet sich im Jernschalmi (Sanhedrin 6, b). Wir sehen hier die mythologische Erzählung von den Strafen des Tantal» S. Aruch natürlich konnte nichts davon wissen. Es ist gleichviel, ob die Rede von dem Zöllner oder von seinem Sohne ist. Es handelt sich bloß um die Erzählung selbst. Im Jernschalmi Sanhedrin heißt der Mann בר מעיין מוכסא welches heißt Bar Mein der Zöllner. Wäre cs der Sohn gewesen so hätte cs — בריח ף geheißen. 10) In der Mischnah und im Targnm Jernschalmi. '') Im Icschnrnn von Dr. K o b a k. ") Es sei 1111S hier erlaubt eine Bemerkiliig über רלום zu machen. Das Wort דלוס (Dolus. Bcrgl. A r 1t ch d. 21.] wird hcbr. von demselben mit רוסי erklärt. Es scheint uns dieses wenigstens nicht ganz passend zn sein. Das Wort DolnS selbst, (welches in der Jurispudcnz eine Rolle spielt], ist in seiner Etymologie nicht sehr bestimmt. Petroniilö [ja Ende des Satyrieon] giebt eine, Isidor von Se- Villa eine andere, (welche von dem französischen Ncbersetzcr des P etronius in der Eollection Nizard als die bessere gehalten wird] Die Worte der Mischnah (Sanhedrin 6, 0] ״ שאין בלבנו עליוwir tragen demselben keinen Groll nach" darf in gewisser Aezichuiig als Bezcichiiung für Dolus gelten. 12) Vcrgl. auch das Glossarium unserer Bliimcnlese 2lrt. ף׳ lieber diese ססיקחא haben wir bereits einige Worte im 185) חמגיר!» Nro 30] mitgethcilt. ") Schekali 111 5, 1. Es ist als Erklärung des Namens סתהיה gegeben. Es ist gleichviel ob die talmudichcu Worte wirklich einen Znsaiiimciihang mit diesem Namen haben, die Worte selbst sind als ein ausgeprägtes llrtheil für sich zn betrachten. '׳') A pnlcj 11 s: Metamorphosen Buch X. Jernschalmi HorajotchlU: אין ר רבו שלמרו הבמה בל שכהה לו תהלה ד') Vcrgl. unser B e n Gabirol S. 57. f. f. Die Worte על צר הגזירה (Ikari III des Joseph Al bo 1 מאמה. Abschnitt 6) gehört hichcr. Vergl. die Worte (Joma 70( 'המרא ירי הגי וג• Bei dieser Gelegenheit wollen n׳ir bemerken, daß wir über d. 20-te Heft des כוכבי יצחק ebenfalls einige W orte in diesen Blättern uiitthcilcn wollen -°) So z. B. (S. 85) eine weitläufige Erklärung über die Worte אם אבא באהל ביתי• Der Verfasser schließt seine Erklärnng mit der Beinerkung, daß seine Erklärung sich auch im Targnm finde!. Hätte der Leser dieses früher erfahren, so hätte er sich wohl von dem Lesen der Erklärung dispcnsiren können. כוכבי יצהלן hcransgegcben v. M. E. Stern. 27. Heft. Wien 1862. 8. 90. Besprochen v. Nabb. Dr. M. Dnschak. Der unermüdliche Beförderer der hebräischen Sprache Hr. M. E. Stern hat uns am Anfänge des neuen bürgerlichen Jahres mit einen! neuen Hefte seiner periodischen hebräischen Zeitschrift, mit d. 27 Hefte der Kochbe Jizchak begrüßt, welches einen Kranz duftiger Blütheu ans dein liebliche» Garten der ernsten hebräischen Muse bietet. Hr. St. würde aber seinem Verdienste nm die hebräische Eregese und Sprachforschung Lzegedin, Srlbilverlnji brr Ukküilltion. die Krone aufsctzen, wenn nur die wissenschaftliche Eregese »nd Sprachforschulig in seinen Heften mehr vertreten wäre. Die poetischen Stücke des Herrn Herausgebers verdienen alles Lob und alle Anerkennung, ins Besondere ist die Elegie ans Dr. Beer ergreifend, und bildet einen poetischen Nekrolog. Hr Dr. Jcllinek liefert uns zwei heimliche Schätze ans dem Schachte der Vergangenheit. שערי הפזר והיהיר והאמונה von N. Eleasar ans Worms, lind Zafnat Peaneach von R. Jos. b. Elieser. Mit seltenem Freimnthe wird in diesem Stücke behauptet, das es im Pentatench Jnterpelatioiien gibt, z. B. והכנעני אז בארץ »nd בהר ה׳ יראה nnd das es gestattet war, den nicht legislatorischen Thcil desselben zn inodifizircn, Hr Di׳. Nnger erklärt das ולא נם ליהה Jalkut 34 mit dem lateinischen volkins, eine Erklärung, die ganz eigenthüinlicher »nd abenteuerlicher Natur ist; denn wenn auch einige Tcrinen der Bibel später präzisirt wurden, so ist cS uiicrbört, das ein Rabbi sagen sollte, lies nicht Oj ולא sondern volans. Der gelehrte nnd ssiclgcwandte Rabbiner Hr. Eisler beklagt sich mit Recht über Luzatlo. das er Spinoza den Philosophen so wegwerfend behandelt, und erlaubt sich Correktionen im Tert der Bibel, welche die Rabbiner der begnemcn Stabilität eben so angreifen dürsten, wie sic die Stirne hatten, gegen einen Lnzatto zu toben, wegen des וא£י על תבל יחם. Der große Forscher Pros. Pinsker macht NUS Mittbei- Iiingen ans dem Divan des KaräerS Moses Darai. Bezüglich dieses letzter», gibt der berühmte Prof, im Likntc I<u(lmonio8 treffliche Belchruiigcn. Hr. Dr. Geiger kömmt in der morgcnl. Zeitschrift anscheinend zu einen! andern Resultate, ohne zu erwähnen, daß auch Hr. P. diese 2l»sicht nicht nnerwähnt läßt, was einem Manne, wie Hr. G., nicht wohl ansteht. Hr. Keller klagt aber über ein poetisches Plagiat, כי גנב ׳גנבתי מארץ העברים die Vcränderrng des Namens und des Ortes vermochte nicht den literarischen Dieb vor seinem Unstern zn schützen. Möchte doch allen literarischen Dieben ein gleiches Schicksal werden. Hr. Salomo!! Fränkel fährt mit seiner lehrreichen אגדה נדרשת fort. Schade daß der Manu den Leser zu sehr coufuudirt. Hr. Rabbiner Horowitz gibt uns eine Derascha, worin er die Reformer mit עבדי אהשורש bezeichnet, in einem fließenden rreffilchen Hebräisch. Hr. Dr. Jellinck macht die treffliche Bemerkung, daß eS darum נשקו בר heißt, camit die Assonanz von בן und ]£ vermieden werde. בא בימים übersetzt er, er kam dahin, wo man die Tage zählt. Dagegen scheiui uns die Be- »lerknng über ׳עבר אברהם אנכי nach welcher das Ich dem Diener Abrahams nur Nebensache war, weil אנכי zuletzt srchr, ciwas gezwnngeu und derusehartig. Sehr brachtenSwerth ist auch die talmudische Eregese des Hr. Low Oberlehrer über Synh. 39, 1. daß Zeruki auch Ehristen im Talmud bedeute, ist sonder Zweifel, solche generelle Benennnngen gibtS im Talmud mehrere, z. B. Min. Philosovh. 2luch die Bemerkiliig des Hr. Maimon über daS Gebet היה עם כיכיות ist beachtcnöwerth. Möge Hr. St. an dem Himmel der hebräischen Literalur bald wieder eine» Stern erscheinen lassen.') ') S. 58 — fiü. siebt eine Elegie v. einem Herrn Lölvbär, worin dieser s. verstorbene Gattin auch als gute Köchin preist! עשית לי מטעמים כאשר נפשי אהבה Man muß dem Dichter Dank wissen, daß er seine Liebliugsspcifeil besungen hat. Red. Leipzig, Loniuilsj'wns-bcrliiii von Frnnr Wagner. Druck von Siglnuiid Burger in Szegedin.

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