Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 8 (21.2.1862)
- Date
- 1862-02-21
- Page
- Seite 60 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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60 .)iif&er uni) Lüste». Von Dr. ($. (Satmoh). 2. Josef Karob (כתב)• Josef Karob, Sohn des Rabbi Abraham Karob, ein Dichter ans dem XVI. Jahrhundert. Er lebte in Konstantinopel und in Andrianvpel, wo er 1547 und 1548 einige nnevirte Schriften für Don Gedolia den Jachia kopirte, die in der Pariser Bibliothek aufbewahrt werden. Josef schrieb ein Gedicht von tausend Worten, von dem jedes Wort mit einem Jod anfängt, n. das von den Dichtern seiner Zeir, namentlich von Moses Eohen und Chanauia ben Jakar, sehr gelobt wird. Wir besitzen von Karvb's eigener Handschrift verschiedene Strofen, welche die genannten Dichter znm Lobe seines Gedichtes geschrieben haben. AuS dem Datum der Eohenischen Poesien ersieht man, Dafi unser Josef 1569 auf der Insel Zante war. Er reiste damals nach Venedig, wo wir ihn 1573 als Rabbiner finden. (Vergl. Pachad Jizchak, Art. Chaliza Nro 17.) Im Jahr 1583 war er aber wieder in Konstantinopel, wie man anö der Ucbcrschrift der Verse des E'hanania ben Jakar bemerkt. Josef Karob war auch mit dem Arzte Josef Hamon, Sohn des berühmten Moses Hamon befreundet, und die Orforder Bibliothek (Coder Pokock, Nro 74, S. 157) enthält emen Brief, den ihm dieser gelehrte Mann schrieb. Unser Jen gedachtes Manuscript von Karob gibt unS auch zwei authographische Briefe von ihm an Ehanania bc .Jakar, und an einen gewissen Menachem. 3. Salomo Ha-Levi. Salomon ben Isaak Ha-Levi, ein bekannter Schriftsteller, geboren 1532 in Salonik, wohin sich sein Großvater der Arzt Maiöter Salomon Ha-Lewi 1496 ans Portugal geflüchtet hatte. Er genoß eine gute Erziehung, und begann sehr jung seine literarische Laufbahn. Im Jahr 1553, als er kaum 21 Jahre zählte, endigte er seinen weitläufigen Commentar über die Sprüche der Väter, und las seiner jungen Frau, die er in demselben Jahre heirathete, die Poesien, die er über diesen Commentar schrieb, vor. 1563 verfertigte er eine zweite verbesserte Abschrift dieses Commentars, den er 1565 bei Josef Jaabez mit dem Terte und Raschi'S Commemar erscheinen ließ. Außer Maimonides und Abarbanel hatte er auch noch vor sich Jaabez und Almosnino's Commentar. Bis dahin lebte unser Salomon sorgenlos bei seinem Vater; allein bald starb dieser, und dies nöthige ihn einen Stand zu wählen, der ihn und seine Familie auf eine anständige Weise ernähre. Er wählte den Rabbinerstand, und 1573 wurde er feierlich von der Congregativn ״Evora" zum geistlichen Oberhaupt gewählt. Nie, bemerkt er, ist einem Rabbiner in Salonik eine so große Ehre erwiesen worden, als ihm. Aber er war auch als Gesetzlehrer und Prediger ausgezeichnet; seine zahlreiche Schrifien, die nur theilweise im Druck erschienen sind, machten seine Verdienste auch der Nachwelt bekannt. Von diesen Schriften neunen wir, außer ״Leb Aboth" oben genannte Jngendschrift, ben ersten Theil seiner Predigten, die er vom Jahre 1588 bis 1593 gehalten hat, und die unter dem Titel ״Dibre Selomoh" in Venedig 1596 in Folio, Bl. 314, bei Malhins Zanetti und Camino Frisingi gedruckt wurden. Lechem Selomoh, Commentar über Hagada's, Venedig, 1597 m.—4 Bl. 221, bei Giov. di Gara. ״Cbesek Selomoh," Commentar zn JesaiaS, nebst dem Terte und Inder, Salonik, 1600 in Folio, Bl. 157, bei Abraham ben Matatja Batscbeba. ״Seelot et Teschubot" eine Sammlung von Rechtsgutachten, Salonik, 1652, bei Abraham Ha-Ger, zwei Theile m. Fol. Salomon Ha-Levi war auch als hebräischer Dichter bekannt. Von seinen Gedichten befinden sich mehrere gedruckt, z. B. am Ende des Buches ״Oth Emeth," Salonik 1565, Kapitel V seines ״Leb Abot," . Seite 140 seines ״Chclek Selomoh" rc. In der Bodlejanischen Bibliothek zu Orford, sah ich (Cod. Pockok, Nro 74) verschiedene, unedirte poetische Sachen von ihm, unter andern eine Elegie ans den Tod des Rabbi AlmoSnino, ein zweites Trauerlied auf den Tod deö Rabbi Jehuda ben Esra, beide 1551 gestorben. Anch eine unedirte Epistel an Chia Abarbanel befindet sich von unserem Salomon in jener Sammlung zu Orford. Sein Sohn Jsaac Ha-Levi war Rabbiner von der Congregativn ״Ez Chajim" in Salonik, und sein Enkel, Salomon Ha-Levi der jüngere, starb 1635. Auch halte Salomon einen gelehrten Schwiegersohn, Aron ben Sason, der von ihm einige R. G. A. in seine ״Zurat Einet" aufnahm. Die Zeit des Hinscheidenö unseres Salomon Ha-Levi ist unbekannt. Lu still geschichtliche ilfo l i.smcu. Bv 11 8 c 0 v 0 tb D n kc s. 4. Kaiser H a d r i a n. Wir lesen im Talmud von philosophischen Uttterhaltungen, die Kaiser Hadrian mit manchen Talmudisten hatte. ') Nach unser» modernen Begriffen sind dieselben nicht sehr hoch auzuschlagen. Sie entsprechen dem Geiste ihrer Zeit, und sind als Produkte dieser Zeit interessant. Cs dürste vielleicht manchen Lesern interessant sein, zu wissen, daS sich anch griechische Unterhaltungen finden, welche, sehr gelinde gesagt, nicht viel Werth haben, und wichtig sein sollende Definitionen von verschiedenen Sachen sind. In diesen Blättern (v. I. S. 400) ist aus den! Midrasch eine Unterhaltung gegeben, welche vor אנדרינוס stadtgesunden haben soll. Wir halten es für gar kein philologlisches Wagestück anzunehmen, das dieses אנדדינוס nur das corrumpite Hadrian ist. Die angeführten griechischen Unterhaltungen findet der Leser in dem folgenden Buche abgedruckt. Opuscula mytliologica phisica et ethica. Gra!ce et latine. A m st e r d a m 1688. 810. 752 Seiten ohne Register und Vorwort. S. 640—42. Secundi philosophi: Responsa ad inteiTOgata Adriani. ES fehlte uns bis jetzt an Muße, diese Stellen genau zu betrachten nnd Proben daraus zu geben. Möge es ein anderer thun. ') Bergt, unter andern I e r n s ch a l m i ((5 l) n g t g a II. H a 1 ach a 1.), אדריינוס לעקייס וג• Druck von Sigmund Burger in Szegcbin.