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Ben Chananja · 1862-02-07 · 6 (7.2.1862) · p. Seite 50

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
5 (1862)
Issue
6 (7.2.1862)
Date
1862-02-07
Page
Seite 50 (sequence 8)
Language
German
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50 Einweihung ging unter dem Andrangc ter Bevölkerung in solenner Weise vor sich. Die Eröffnung geschah durch den biedern, allgemein hochgeachteten Herrn Stadtrichter K i s. Der zur Einweihung berufene Oberrabbiner L ö w übergab demselben den Schlüssel im Namen der Gemeinde und hielt an denselben eine ungarische Ansprache, ans welche Hr. K. erwiderte. Die Worte der beide» Redner wnrden mit stürmischem liljen begleitet. Die »ng. Weihcprcdigt hatte die ersten Verse des WochenabschnittcS (Thernma);um Tcrte, und den Wunsch: ״eure Snnngogc sei und bleibe ein wahres Heiligthum" zum Tbema. Ich mnß mich jedes UrtheilcS über die Predigt enthalten. da sich der Redner, wie von der Gemeinde jedes Honorar, so von mir jedes Kompliment verboten hat. Wahrhaft hcrzcrhcbend waren die Zeichen der beifälligen Zustimmung von Seiten der zahlreichen christlichen Zuhörer, als der Redner ans die Emanzipation der Inden anspieltc. Herr Kantor Weiß ans Szegedin setzte die ganze Fülle seiner reichen Stimmmittel in Vewegniig, um — vereint mit scinein Chore — die Feierlichkeit zu vcrherrlichen. Beim sabtatlichcn BormittagsgotteSdienstc hielt Herr Oberrabbiner Löw eine Dcrascha, und wurde von den anwesenden Gästen, — welche die Gemeinden von Szegedin, Baja, Therestopel, Zenta, Jankovricz, Türk.-Kanischa und Eservcnka rcpräscntirtcn, — rcichliä, sür den Ban des Schnlhanseö gespendet. Die Feier der Einweihung hat die Gemeinde im eigentlichsten Sinne des Wortes begeistert, und wir dürfen mit Zuversicht einer scgcurcichen Entwirkelnug unserer Vcrhältnisse entgegcnschcn. Bolechow, Ende Jänner. In einem benachbarten Städtchen ist vor Kurzem ein chaßidäischer Reisender wegen seiner mißliebigen Aeiißernngen gegen das dortige chaßidäische Oberhaupt von seinen cigcneu Genossen, den einheimischen Ehaßidäcrn, so unbarmherzig dnrchgcprügelt worden, daß er in'S Spital gebracht werden mußte. Dem ChaßidäiSmuS mit seinem alle Beschreibung nbersteigenren Unwesen kann nur durch Gründung von BildungSanstaltcn gesteuert werten. Die gebildeten Neichen Galizien'ö sollten in dieser Rücksicht mit beharrlicher Energie zu Werke gehen, und die mit dem Gottgefälligen Werke der Zivilisation verbnndenen Opfer nicht schonen. 21. Goldsta u b. ■t Krostlvardein, Ende Jänner. Die hiesige ungarischjüdische Gemeinde. die jüngste der jüd. KnliiiSgemeinden in Ungarn, hat ihren älteren Schwestern ein nachahmenswertheS Beispiel gegeben, indem sie den NechnnugsauöwciS über ihr Gebahren im verflossenen Jahre der Oeffentlichkeit übergab. Die JahreScinnahmen betrugen 14,486, die Ausgaben i2,658 Gulden. Diese Summen erklären die nngehenren Anstrengungen der alten Gemeinde, um die Auflösung der «ng. Gcmciude durch polizeiliche Gewalt durchzusetzru. Da nämlich der vermöglichere Theil der Gemeinde auSgcschieden ist. so fallt cs den minder vermöglichen aber auch minder opferwilligen Orthodoren schwer, ihr Budget zu decken. Waö aber die Orkhodoren in finanzieller Rücksicht verloren haben, wird ihnen in religiöser Rücksicht reichlich ersetzt, indem ihre Gemeinde nunmehr aus lauter Heiligen besteht, und die Stabilität des Rabb. ebensowenig angcfochten wird, als die des Almemor'S. Die Herren in Wien, die sich unserer Orthod. aunehmen, sollten daher den Herrn Hofkanzlcr nicht behelligen, und dafür den hiesigen Orthodoren einen jährlichen Zttschuß von 2000 Gulden znkommen lassen Dann wäre der Rabbiner von der Sorge um seinen Gehalt befreit, und auch die Herren Vorsteher könnten ruhig schlafen. Letztere halten sich aber ihres Sieges gewiß, weil die ״Neuzeit", der Neuzeit untreu, sich ihrer angenommen hat!! T. Pest, 29. Jänner. Die Blätter berichtet.» vor einigen Tagen, daß die baldige Auflösung des israelilisch-uiigarischen Vereines in den nächsten Tagen erfolgen würde. Die Gefahr jedoch, die dem jungen Vereine wirklich drohte, währte zu Folge der eifrigen Bemühungen seines uncrmüdctcn Präsidenten D1\ Rozsa p's nicht lange. Es erhellte nämlich, daß die Bestätigung der Stalntcn, von der unter den gegcnwärtigen Umständen die Eristenz des Vereines abhing, schon im April v. I. von der Statthalterei dem löbl. Stadtmagistrate übermittelt wurde, dieser aber die Ucbcrsendung derselben an den Verein nnleriieß. An dem Unterrichte in der ungarischen Sprache, die der Verein vertheilen läßt, bethciligt sich eine ansehnliche Zahl wißbegieriger Schülcr. Am 1. Feber haben wir Hoffnung einer sehr interessanten Vorlcinng beiznwohncn. Dr. R ozsa p wird lesen: über die Arziieikimde bei den Israeliten und die jüd. Acrzte im Mittelalter. Die Herren Mezei und der rühmlichst bekannte ckantnS werden sich wie wir hören an der Vorlesung ancl, bethciligcn. Der ״Magyar Iar.“ erfreut sich einer großen Verbrcitnng. Seine letzte Nummer vom 26. l. M. wurde wegen einer Polemik gegen den Ilirnök konsiszirt. L. Arad, 27. Jänner. Diese Tage versendete Herr A. Grünzweig, Regens Chori hier, das Programm seines Werkes זמירות של שבת" Sabbatliche SpIIagogalgtsäIIge." Das Werk wird einem lies gefühlten Bedürfnisse abhelfen und wird hoffentlich die Anfmerksai»- keil der Gemeinden ans sich lenken. Preis eines EremplarS ist 12 st. ö. W. Dem ämtlichcn Briefe dcö Herrn NotärS Rosenbcrg ciitilchmen wir, daß das gegen Ostern erscheinende Werk dem löbl. Vorstande der Araber israeiilischcn KultnSgemcindc gewidmet ist. Zur Verbreitung derselben wird die angeführte beifällige Aciißcrnng SnlzerS über die Zweck- Mäßigkeit desselben nicht wenig beitragen. Wir wünschen dem schönen Uiilernchmen das beste Gedeihen! Berichtigungen. Nr. 1 d. Bl. S. 5 Sp. 2 ist st. Israel Katzciiellenbogen Isaak K. und statt Israel ben Aaron Isaak ben A. zu lesen. Statt Bene!,- berg das. lies Treuen borg. Seite 0 b Zeile 14 statt 500 lieü 5000 9 ״ b .. , 19 lies ausbedilttgciltn 9 ״ b , , 28 Neustadt an der Hardt (in der Pfalz) .. 9b, , 29 Branchwciler 10 ״ a , , 1 statt 1041 licö 140 l 10 ״ a diese ״ sic ״ l l . ., 10 b , , 29 lies Kaisersbcrg .. 10 b , , 31 lies wie seinen Sohn 10 ״ b , l (in der Note) lies Pasch Würfel ., tl a ,, , 1 lies den Vikar von Mantua ״ 11a ,. 13 statt Mcgde lies Mcpde ., Ha .. 39 ist hi,Ucr und einzuschallen: theilö in Folge des allgcm. verbreiteten Judenhasses. 11 b ״ , 20 statt nnendliche lies unredliche ״ 17 b ״ . 10 ., 384 lies 382 s. ״ 17 b ״ 25 ., Falzbiirg lies Salzburg ״ 18 a ״ 24 bleibt lies bleibe ״ 20 a ,. 15 ״ lies: unter welchem alle anderen Nabbiiier stehen. Dr. M. Wiener. Nr. 5 S. 38 Sp. 2 Z. 23 St. Parthciherrschaft lies Partijcrherrschaft. Das. S 42 Sp. 2 muß der Schluß der Notiz v L. A. in Paris folgender Maßen lauten: Im I. 1852 fand ich in einem Ercmplare,.daö dem bcrühmten D. Z. gehörte, S. 17 zur Stelle: ולאת היתה אהת מן הסבות כי נקבצו רבני הדור באסיפת בעיר וורמיש בשנת ד׳ אלפים ושבע מאות ותשעים למניננו folgende handschriftliche Note: ,ואני מצאתי בכ״י ישן נושן מתקנות ר״ג מ" ה שזאת היתה בשנת ד׳ אלפים ושבע מאות ושמונים Als ich diese Worte dem Herrn E. mittheilte. Szegedin, Selbstverlag der Ucdaktion. Leipzig, Üo»1»1iss1ons-Vnlag von Franz Wagner. Druck von Sigmund Burger in «szrgttin.

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