Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 5 (1862)
- Issue
- 2 (10.1.1862)
- Date
- 1862-01-10
- Page
- Seite 16 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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16 ריצב״א über einen ans ארץ הגר nach Frankreich gebrachten Scheidebries angeführt. — Der Herr Verfasser drückt dabei sein Bedauern darüber aus, daß die geografischen Namen im מרדכי korrumpirt sind und hält die Mittheilnng der bezüglichen Stelle aus alten Handschriften für wünschenswcrth. Er hält ohne Zweifel jene geogr. Namen für Benennungen ungarischer Ortschaften und Flüsse, wie er auch in dem beanstandeten מגרש die u ngarische ״Pnßta" vermuthct- Dem ist jedoch nicht so. Der Sachverhalt ist nämlich folgender: Ein Mann aus Frankreich, der sich in ארץ רגו־ aufluelt, vielleicht sich daselbst niedergelassen hatte, schickte seiner in Frankreich gebliebenen Gattin dahin einen Scheidebries, in welchem, nach dem damals noch in manchen Ländern bestehenden Gebrauch, in den גטין die Wohn- und wol auch die Geburtsorte der Eheleute nahmhaft zu machen, die betrefsenden französischen Ortschaften nnd die Flüsse an denen diese liegen, angegeben, jedoch nach einer andern als bei den Jltdcn in Frankreich üblichen Orthografie geschrieben waren, was von Manchen beanstandet wurde. Ferner wurde an dem גט untern andern auch die Ansstcllnng gemacht, daß darin die bekanntlich zu jener Zeit sehr bedeutenden Stadt Trohes (טרוייש), ebenfalls dem damaligen Gebrauch gemäß, die Ortschaften in den גטין je nach ihrem Range als כרף מרינה, מגרש und dergl. zu bezeichnen, als מגרש bezeichnet war, während man in Frankreich unter diesem Worte gewöhnlich bourg d. h. Burgflcckcn, Burggcbict verstand. (Vergl. מגרש הנקר' בורק in der מסעוול ר״ב nnd מגרש ייאלי d. h. Bourg de St.--Gille in שמט י הורה) R. Zizchak erklärt jedoch diese Ausstellungen für Iinwescntlich, da aus dem מקום דירת האיש וכתיבת הגט (der jedoch in der תשובה nicht genannt ist) ersichtlich sei, daß der גט in ארץ הגה geschrieben wurde u d. מטהרי הגט die (französischen) geschr. Namen haben, wie sie dieselben vermöge ihrer Sprachw. zu prononziren gewohnt sind, weshalb die abweichende Orthografie weder als wirklicher שינוי מקום noch als Anlaß zu einem mögliche» ל7!ז שמא יאמרו betrachtet werden könne. Ferner spricht er den ganz rationellen, von den späteren פוסקים freilich nicht immer befolgten Grundsatz aus. daß, indem cs für gewisse franz. Sprachlante im hebräischen Alfabet keinen genau entsprechenden Buchstaben gebe, es gleichgiltig sei, ob zur Bezeichnung des betreffenden Lautes dieser oder jener ähnlich lautende hebräische Buchstabe gebraucht wird. Nebrigcns zeigen schon die Ausdrücke: ,ואנו נוהגין לכתוב ואנו קורין daß cs sich nicht NM fremde, sondern um französische Namen handelte, da die französischen Juden für ungarische Namen wol nicht ihren eigenen Schrcibgcbrauch hatten und noch weniger einen solchen den niigarischcn Rabbinen gegenüber als maaßgebend geltend machen konnten. Ebenso verräth der Ausdruck: ,כיון שאין שום אות במקום הלעז כך daß von einem französischen Namen die Rede ist, da unter לעז bei den altern Schriftstellern bekanntlich nur die romaui scheu Sprachen verstanden werden. (Der Gebrauch, diese Sprachen zu bezeichnen, hat,; meiner Bcrmuthung nach, seinen Grund in dem Anklange des Wortes לעז an langage welches. fast glrichbedeutend mit jargon, die gemeine Volkssprache im Gegensätze zur Literatursprachc bezeichnet und also auch der Bedeutung nach der hebräischeu Nadir לעז entspricht. Die Aussprache des ע wie ng und des gs wie ז ist bekannt). Daß die geografischen Namen in der bezüglichen Stelle in unseren Ausgaben מררבי nicht korrumpirt sind ergibt sich übrigens ans der Vergleichung der vielen Zitate bei den, der Zeit und dem Orte nach von einander entferntesten Schriftstellern, welche eben den Passus, der von den geografischen Namen handelt, ganz oder theilweise reproduziren, kommentiren nnd auf ähnliche Fälle anwendcn. Meines Wissens findet sich derselbe als Zitat in רתה״ד, מהרי״ק, שררת מהר״כס מינץ, שו״רת ר״יא מורחי, מהרס פאדואה, בית יוסף, מהר״י טיטאצאק (ש״י) ר״י טר^ני, דרכי משה, ר^נ״ה,מהרה"ש, גט פשוט, מהרלנ״ה glaubte in seiner Note ט״ו zu אה״ע סימן קכ״ה zu korrigircn, und korrumpirtc, wenn man nicht anders seine Korrektur selbst als Druckfehler annehmen soll. Mau kann ohne weitere Forschung nach handschriftlichen Quellen mit ziemlicher Gewißheit annehmen. daß eö sich in der ofterwähntcn ״1 תשובת ריצב״א» folgender Namen handelte: Troyes (טרויי״ש, kommt bekanntlich häufig vor.); ßourges (בורזי״ש, oder richtiger: באוריי״ש. Das weiche g erscheint bei den הכמי צרפת selbst bald als ידה wie רישרקייר ^ckeohargor in רש״י שמות ל״ב, bald als זיי״ן wie זינזינברא-gingembro in רש״י פסחים מ״ב); seine שינ״א oder שנ״א. Vergleiche ,סמ״ק י קפ״ב :פרי״ ש מ, ריתבא על נהר שינ״א וכר) dann wahrscheinlich: Cher (יי״ר, richtiger קיי״ר. Vergleiche קיישני״ש. רש״י ־שבת .08שע0110^קייביל״שchesnes-״-chenes ׳רש״י עמו סיב ,ט ferner: קרפיר-^ירפיר" charph■ bei — רש״י ב״ק צ״ג ,שבת ע״ג) Ob Ungarn als geografischer Begriff den französischen Rabbinen im 11. Jahrhundert io nahe nnd so genau bekannt war, wie nian vorauösetzcn muß, wenn אהץ הגה in ihren Schriften überall Ungarn bedeuten soll — darüber vielleicht ein anderes mal. A r a d. Oberrabb. Steinhardt fi» Inserate. Hei I. 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