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Ben Chananja · 1861-12-27 · 52 (27.12.1861) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
52 (27.12.1861)
Date
1861-12-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Szegrdin, den 27. Dezember 1861. Nr. 58. ÄKMMNM Vierter IickrgrrnZ. Jjernusjiefißi■ 11111) MaRtcur: L. Löw, DficrraBfitiicr 511 SjejjeDm. Jeden Freitag erscheint ein ganzer Bogen. Prniiilincrnilonsprris: Ganzjährig 7 fl., halbjährig 3 fl. 50 fr., vicrcljährig 2 fl. östcrr. Währ. > Man abonnirt bei allen Postämtern »nd Buch- Handlungen des In- und Auslandes, illiuuifkr iptc sind an die Nedaftion zu senden. Inscralc sind an den Verleger S. Bürge r in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagne^ in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Petit, zeile wird mit 10 Nfr. — 2 Sgr. berechnet^ Inhalt. Die Mission Ben Chauanja'S. Bom Herausgeber. — Korrespondenz. (Ausland). Kassel. — (Inland.) LngoS. — Nifolöburg. — 2111«! Mähren. — Ans dem Biharcr Komitate. — Lilerärische Anzeigen. Dath Jehuda. Mosaische Neligionslehre znin Gebrauche für höhere Schulen. Bon Jehuda Wahrinann. Bespr. von Rabb. Abraham Hochinnth. — Der Gürtel. Von Leop. Dnleö. — Inhalt. ל״,.! Die Mssion ״km 's." Zum Jahresschlüsse. Ein Blick auf das Mitarbeiter-Verzeich niß ivt> dem freundlichen Leser darthun, daß eS dem ״Ben Chananja", der mit der vorliegenden Nummer das vierte Jahr seiner Laufbahn beschließt, unter dem Beistände Gotteö gelungen ist, seinem Streben und Wirken eine möglichst breite und gediegene Grundlage zn sichern. Ein Blick ans das In Halts- Verz eich niß wird hinreichen, jeden gerechten Benrtheiler zn überzeugen, daß derselbe mit lebendigem Eifer n. unverrückter Ausdauer beflissen ist, den Anforderungcn, welche heutzutage an ein zeitschriftlicheö Organ des Judenthums gestellt werden, nach allen Seiten und Richtungen hin Rechnung zu tragen und Genüge zn leisten. Das Jnhalts-Verzeichniß ist eine beredete Panegyrik aus die hervorragenden Männer der Wissenschaft, welche auch in dem eben zu Ende gehenden Jahre fortfuhren, dem ״Ben Chattanja" auf die uneigennützigste und edelste Weise ihre Mitwirkung angedeihen zu lassen. Das Werk dieser verehrten Männer ist der bisher gewonnene Erfolg, dessen sich ״Ben Chananja" zu erfreuen hat; ihre weitere Theilnähme wird es ihm ermöglichen, seine Mission immer nachdrücklicher, umfassender und vollständiger zu erfüllen. Diese Mission besteht aber wesentlich in nichts Anderem, als in der Verbreitung klarer und richtiger Einsichten in die Vergangenheit und Gegenwart des Judenthums und seiner Bekenne r. In! Sinne und Geiste dieser Mission geht ״Ben Ehananja" auch schwierigen Untersuchungen und verfänglichen Fragen nicht aus dem Wege. Nicht nur der Volks- und Literatursondern auch'der Religion s geschieht e Jsrael'S widmet er die gebührende Sorgfalt und Aufmerksamkeit, ohne sich von den Angriffen und Verketzerungen, welche unter den gegebenen Verhältnissen eben so erklärlich als unvermeidlich sind, irre machen zu lassen. Der Kirchenhistoriker Gfrörer machte im Jahre 1638 dem Judenthume den Vorwurf, daß es ״nicht einmal seine Dogmengeschichte im eigentlichen Sinne des Wortes hat", und 1845 wurde dieser Vorwurf von Zunz mit Recht als Ausfluß der Unkunde seines Urhebers bezeichnet. In der Thal h a t das Indenthum seine Dogmengeschichte im eigentliehen Sinne des Wortes, aber dieselbe ist noch nicht geschrieben, und׳ es ist Ehrensache der jüdisch-theologischen Tagespreise, eine gründliche, unparteische, auf der Höhe der Zeit stehende Schilderung der dogmengeschichtlichen Ent- Wickelung des Jndenthums vorznbcreiten. DaS Judenthum ist seinen gegenwärtigen Bekennen! nicht als Erbe Einer Generation oder einiger Generationen überkommen. Es ist das ehrwürdige, heilige, unverwüstliche Vermächtniß der ganzen entwickelungSrcichcn Vergangenheit Jsrael'S. Diese ganze Vergangenheit will durchforscht, ergründet, mit unbefangener Klarheit aufgefaßt sein. ״Nicht die Kenntniß Einer Epoche, Eines Schauplatzes, Eines Thuns ist die Geschichte und das Recht; es ist das umfassende, zusammenhängende und gerechte Wissen (Zunz)!" ES ist aber des Schweißes edler jüdischer Gelehrter werth, dieses Wissen zu fördern, und das Verlangen nach demselben zu wecken und zu beleben. Und mit dem Bedürfnisse der jüdischen Religionswis-

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