Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- Heft 47 (22.11.1861)
- Date
- 1861-11-22
- Page
- Seite 408 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2542917-2543023-2543070--2363-2546134- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rashi 1× ep/1002670
OCR text
408 Aavitel 8 Nr. 11. כלה קרוב ההי כלן המוח (5והדובר מן השותק. אולם הנשמות תלוייורה במעשיט *אט יהיו טוביט י'צה־}יהו תאט יהיו העיט ייגעי. והגהיורת תימה למביטיט ׳. והתבוננות למבינים ומוסר למתווסרים.Wie nahe stehet der Lebende dem Tobten, der Redende dem Schweigenden. Die Seelen hängen von den Werken ab. Sind sie sdie Werkel gut, wird ihnen himmlisches Glück zu Theil, sind sic schlecht, so folgt die Qual denselben nach. Die Körper aber sind das Erstaunen der Betrachtenden, Gegenstand der Betrachtung kür die Betrachtenden. Lehre für diejenigen, die sich belehren lassen wollen." Die engen Gränzcn, welche das Blatt uns setzt, erlauben nicht, diejenige Ausführlichkeit diesem Gegenstände zn widmen, welcher er würdig wäre. Lcop. Dukes. Anmerkungen. ') Vergl. unser B e n G a b i r o l (S. 38, 46). Daß der Verfasser des eben angczcigten Büchlein'S unser Werk nicht benutzte, thut 11116 — f c i n c 11} a l b c u — leid. 2) Die hebräischen Worte lauten etwas verschieden. Wir haben nur den allgemeinen Sinn cntnomnicn. ף Daß der thalmudische Satz יסה כה הסשרה מכה הדין diesem Sprichwort nahe stehet, haben wir bereits in diesen Blättern bemerkt. Des Gegensatzes halber möge hier auch folgendes arabisch es Sprichwort einen Platz finden: ״Die streitenden Theile vereinigtcn sich, aber der Kadi wiedcrsetzt sich" (Burkhard arabische Sprich- Wörter Nr. 309). ■11111? (יt 6 GelliuS attische Nächte XX Kap. 5. ף Unser Salomo den Gabirol S. 33 und 41. '') D. h. ob der Mensch gute Werke in diesem Leben gethan hat. ■) So Leo de Modena ד׳ *אמורת קרקע בחצר וה וכר (Ozar Ne chm ad III. S. 137). 1 1 *) Burkhard arab. Sprichwörter Nr. 666. ״) Auch im letzten Kapitel dieser Abtheilnng finden sich d. Worte .מה קרוב ההי מן המת וכר Miszellen. XXIX. Der Horioth-Kommentar. Der in den ThalmndauSgaben dem Traktat Horioth beigefügte Kommentar wird moro oon8u6to dem berühmten Ausleger Nascht vindizirt (vergl. z. B. N. L. Heller, von dem derselbe fast auf jeder Seite unter סי' רש״י zitirt wird). Gegen diese herkömmliche Meinung möchlen wir jedoch folgende Bedenken erheben: l. Vermissen wir bei diesem Kommentar die so gediegene Kürze und Präzision, die Naschj's Thalmuderklärungen überall kennzcichnen, indem hier fast dnrchgehends der Styl ein sehr weitläufiger ist, der mehr an die Erklärungsweise Raschbam's erinnert, wie dies dem kundigen und geübten לומר bei genauer Prüfung nicht entgehen kann. 2. Begegnen wir in diesem Koinmentaren ganz eigenihüinlichen Ausdrücken, wie dem thalmudisch-aramäischcn in etymologischer Beziehung schwieriger אמטו להכי (Nach unserem Dafürhalten jedoch ist א מטול הכי — Mit Herübcrzichung der Littera 'ל vom letzter,! znm erster» Worte — zu lesen und mit dem im Targnm zn den ססרי אמ״ת l-äusig vorkommenden מטול, אכלטול היכנא (wofür jedoch die andern Targumiitt gewöhnlich כגיל כן haben vergl. die Stellen) zu vergleichen das sich bei ibm sehr häufig findet (vergl. 2, a. Schlagw. 2 -אמר, b. Schlagw. 3 ה1א, a. Schlagw- 9 מועם, a. Schlagw. 11 א״ל. s. w.) Ferner dem targumisch-syrischen "12) "לענק, a. Schlagw. ולאו מילתא) für מהרה Ausdrücke, die w enn sie Raschi angehörtcn auch sonst in dessen Thalmudcrklärungen anzntreffen sein würden, was aber nicht der Fall ist. 3. Scheinen uns Erklärungen wie 13 רצץ , a. durch סורו מתרצין ibid. durch שר שלו (?) keineswegs dazu angelhan, um sie als ans der Feder eines Raschi geflossen betrachten zn dürfen. Was aber 4. endlich bei dem in Rede stehenden Kommentar uns zunicist anffällt ist der gänzliche Mangel in demselben an Vcrdolnictschnngen Lurch altfranzösische Wörter, die doch bei Raschi nie fehlen und zu welchen sich wol auch hier die Gelegenheit dargcboten hätte. Zwar findet sich in demselben ein cinzigcö Mal 13 סניף בלע״ן, b. aber gerade dies scheint uns ein Beweis mehr für unsere Vermnthnng zn sein, denn da das Wort der griechischeu Sprache entnouilncn -Verbindung (vergl. Arnch Ed. Laudan s. 11. v.) Raschi aber wie bekannt derselben nicht kundig war, so würde er wol nach dessen gewöhnlicher Art und Weise bemerkt haben: שמעתי כי לשון יון הוא Vielleicht gehl Einer der gelehrten Mitarbeiter des geschätzten ״Ben Ehan." auf diesen Gegenstand näher und ausführlicher ein. Rabb. L. Eisler. Bemerkungen. 1. Die ״Tradition" von Dr. Weil ist sehr gelnngeii, und stimme ich derselben in. Ganzen bei. Manche Spezialität hat jedoch meinen Beifall nicht. Namentlich will mir nicht zusagen, daß Di׳. W. Nr. 42 die spätere Halacha Makkoth 1 , 5. im Sinne der vulgären Traditionödoktrin in den Kreis der nnbcstritleuen Halachot zieht, während schon 91. Jehuda's Einsprache das Gcgcuthcil beweist. Auch kann ich meine Verwunderung darüber nicht unterdrücken, daß Dr. W. behauptet, die Tradition hätte den Ursprung und die Bedeutung des Wortes אסטסית nicht zu bewahren verstanden. Das Wort wird ja zuerst von 91. Jchuda, also mindestens 80 Jahren nach d. Zerstörung d. 2. Temp., gebraucht''). Daß übrigens Dr. W. Musasia'S Erklärung gegen die Anffassung der Tosifta geltend zn machen scheint, kann ich ebenfalls nicht billigen. Nach der Auffassung der letztern ist nämlich אסטסות—Unbcständigkcit, indem durch die lange Kette der sich aushebcnden Alibi-Aussagen Alles ungewiß und schwankend wird. Geiger's Darstellung der Doktrin von den ערים זוכלכלין habe lch in meinem Werke הרכה על תל רה widerlegt. G a l a c z. H. M. P i n c l e s. 2. Bezüglich der Abbreviatur ס״ט erlaube ich mir zu bemcrkcn, daß dieselbe nicht in Siman Tob (Nr. 44 S. 379), sondern in ״Soso Tob" auszulösen ist, wie dieselbe von 91cggio im Ozar Nechmad I, 34. aufgelöst wird. Eywanowitz. Rabb. L. Eisler. B e r i ch t i st n n q. In der letzten Nummer d. Blattes ist bei Miszelle Nr. XXVII der Name des Verfassers. Hrn. L. Dukes aus Versehen weggeblieben- *) Di־. W. spricht von der Tradition von 91. Jchuda abwärts, welche, wie schon ein Blick in Alsaßi zeigt, allerdings die Bedeutung und den Ursprung des in 91ede stchcuden Wortes nicht zn bewahren verstand. 91et. Szestedin, Leipzist, Oering von Zigninlid Üurgrr. Uomniislions-Orrlng von Frnnr Wagner. Druck von Sigmund Burger in Szegecin.