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Ben Chananja · 1861-09-27 · 39 (27.9.1861) · p. Seite 342

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
39 (27.9.1861)
Date
1861-09-27
Page
Seite 342 (sequence 10)
Language
German
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342 demselben (S. 38) שברים שהם ככרים• Und S. 39 יבבות כברות ׳"׳') *Bergt, unser שירי שלמה S. 89. Wir wollen hier auch gelegentlich bemerken, der Familienname Ghaiat kömmt auch — aber sehr selten — bei Jbn Ehallican vor. "0 Biblische Stellen in verschiedenen Anwendungen zu gebranchen, war bei den Thalmndisten häufig vergl. unsere rabb. Vluincnlcse S. 51 ff. 91113 dem Kommentar des H h ron y m n s erhellt, daß manche Inden die bibl. Worte 9 ,22 בראשית) בהר ד׳ יראה) als troffgebcnde Fräse gebrauchten. Er war nur als eine 9irt Sprichwort gebraucht, und har mit den nachher entstandenen Gebeten, welche in nnscrem Nitncl unter den Namen עבירות bekannt sind, keinen Zusammenhang. (Bergt. Nahm die hcbr. Tradition >e. re. Breslau 1861 S. 35.) Es ist uns übrigens nicht bekannt, daß das כהר ר׳ יראה im Thalmnd so vorkommen sollen. IT)!Salerno 9111110 1t (אלמללי) hat irgendwo diesen witzigen Ausdruck. Es schließt sich dem אהר ררגא תביר an. Vergleiche unsere Blnmenlcsc S. 19 Note. ") Es mag hier gelegentlich bemerkt sein, daß der 9Iusdrnck עולם המהשבה im תקוני זהר• (Ende von Kap. 22) sich findet. Eine große Reihe von geistigen Prozessen gehet diesem 9luödrucke nothwendig voran. Für Filologen und Weinhändlcr machen wir auch auf folgende Worte der Misch nah (Bnba hama) ansmcrksam התירו לערב קשה 2ר^. ד־ Zn den Worten ויהי יעהק ב״^ ש^ה in ס׳ רתולדר• ■•') Vergl. über das Wort מרה unser Ben Gabirol S. 91. r־׳) Philo: über die Ehern bim §. 9. •־•'') Von dem hier angczeigten Buche haben wir bereits die merkwürdigsten Stellen, welche für allgemeine Kulturgeschichte intcressant sind, im Literatnrblatt des Orients gegeben (1818 Nr. 31.) Einige Fragmente aus dessen Kommentar zu Ko helct haben wir ebendas, gegeben (1819 S. 687). Dieser Komm cntar scheint frühzeitig verloren gegangen zu sein, lieber die Pintim des Ben Giath vergl. עמורי העבודה von Landshuth. r'') Wir haben diese Zeile zuerst in Frankels Zeitschrift 1859 S. 216 gegeben. - Replik. Herr Rabbiner Wiesuer fordert mich in Nr. 33 Ihres geschätzten Blattes auf nachzuweisen, daß Abigdor Karo wirklich zu den Gründern der Ehebra Kadischa gehöre, da nach meiner eigenen 9lnssage Nabbi Low der Gründer ist. Ich glaube diesen Widerspruch dahin zn erklären, daß 9lbigdor Karo wahrscheinlich den ersten Impuls zu diesem Vereine gegeben, Rabbi Löw aber 200 Jahre später demselben schriftliche Statuten und neue Einrichtungen gegeben hat. Was mich zu dieser Bchanptnng berechtigt ist das bei meinem 9lufsatze Ihnen, bereits mitgctheilte, aber zu meinem Leidwesen, wahrscheinlich seiner Weitläufigkeit halber, nicht abgedrncktc Gebet, das der Prediger am Bußetage des Vereins, ans den Gräbern des — 9lbigdor Karo, des Nabbi Löw und des Rabbi Simon Spiro halten muß, nnd worin er besagte Gründer um Verzeihung bittet, wenn eines der Vereins-Mitglieder die Einrichlnugcn, welche sie gegründet שיםרתם unbeachtet gelassen. Solche Dokumente haben meines Erachtens historischen Werth, und ich stelle die Bitte: Herr Redakteur mögen die Güte haben dieses Gebet diesmal abdrncken zu lassen, und lege, wenn LaS erste vielleichi abhanden gekommen, eine neue 9lbschrift desselben bei. (Das fragliche Wort kommt in dem vorl. Gebete vor: der verehrte Herr Einsender wird verziehen, wenn diesmal, seine Bitte aus Mangel an Raum unerfüllt bleibt. Red.) _ Ernst Wehli. Aufforderung. Mit vollkommen nnbcsangcncm Sinne, einzig nnd allein im Interesse der Wahrheit, fühlt sich der Gefertigte bewogen, hiedurch den Milredaktenr der ״Neuzeit" aufznfordcrn, die von ihm in Nr. 2 der genannten Wochenschrift ausgestellte Behauptung: das Mvralprinzip des JndenthnmS wurzelt in der richtigen Voraussetzung, daß der Gedanke dem Menschen und seinem selbst eignet, die That aber, die in die 9lußcnwelt cingrcift, nicht ihm allein gehören. Darum ist jene frei, ״diese aber dnrch's Gesetz gebunden", entweder durch entsprechende Belege begründen zn wollen, oder wenn er dies nicht im Stande sein sollte, selbe zn widcrrnfen. Da Herr Szan to sich als Vertreter der ״Neuzeit" gerirt, so sollte er doch wissen, daß dieser eigentlich Mendelsohn'sche Standpunkt von der Wissenschaft der ״Neuzeit" zu den unhaltt baren und überwundeiieu gezählt wird. Der Gefertigte macht sich׳ anheischig dem Hrn. Szanto den Beweis zn liefern, daß im ganzen jüdischen Schriftthumc: in der Bibel wie im Thalmnd, in den Schriften der Gconim wie in denen der Rischonim und 9lchronim überall die gläubige Gesinnung nnd die religiöse Uebcrzengnng als das Schiboleth des echten Juden, die Uebung der Satzungen hingegen als etwa blos Sekundäres hingcstellt wird, und cs gibt nach meinem Dafürhalten auf religiösem Gebiete nichts Gcm ei n sch ädl i ch e r es, als wenn man der Masse des Volkes in gemeinverständlicher Sprache vordozirt, nicht das religiöse Bewußtsein, sondern die äußere That, die mechanisch auögcübte religiöse Handlang sei im Judenthnm der allein Maaßgebcnde. M. Fein. Letztes Wort an den Herrn NM. V1-. Philippson, Red. d. Allg.-Ztg. d. Judentl). in Magdeburg. Unter Berufung auf daS Zcugniß zweier lebender Gelehrter habe ich Ihnen bewiesen, daß Sie Ihr tiefgcsnnkenes, durch die 9lusnahmc niederträchtiger Verleumdiingett immer tiefer sinkendes Blatt stets 9lngriffen ans mich und den Ben Ehananja offen gehalten, jede Berichtigung abgedruckter Unwahrheiten aber hartnäckig zurückgewiescn haben. Was antworten Sie hieraus? Sic setzen sich auf's hohe Roß, und versprechen, Ihre Leitartikel in einem eigenen Leitartikel als eine wahre Fundgrübe der Wissenschaft zu preisen. Vergebliche Mühe! Die Kundigen wissen es in Ungarn ans Ihren Schriften eben so gut, wie es die Kundigen in Deutschland wissen, daß Sie auf dem Gebiete der jüdischtheologischen Erkenntniß ein ע□ הארץ sind. So viel ein für allemal. Erklär» u g. Ich erkläre hiemit, daß ich den in der 38. Nummer des ״Ben Ehananja" abgedruckten Korrcspondenzartikel ״Pest im September" mit der Ehiffre B.r nicht geschrieben, nnd überhaupt das darin Gesagte mit meiner Ucbcrzengung als im Widerspruche stehend offentlich auszusprechen, mich veranlaßt fühle. Pest, 21. September 1861. L. M. Bauer, Lehrer an der isr. Normalhauptschnle in Pest. Berichtig ,1 n g. In der vorigen Nummer ist im Anfänge der 1. Urkunde statt ״Wein Genuß" zu lesen: Mein Gruß. Druck von Sigmund Burger in Szcgcdin.

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