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Ben Chananja · 1861-09-20 · 38 (20.9.1861) · p. Seite 328

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
38 (20.9.1861)
Date
1861-09-20
Page
Seite 328 (sequence 4)
Language
German
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828 □הפילוסופי (die Meinungen der Filosofen) von Algazali zuerst ausgesprochen wurden. Wir lassen hier die Worte desselben folgen. והספר החכמות לסי הלוקחו שבע :תשבורת ,□ספה ,הבונה1) ,נגון ,מדות ,טבע ,אלהיות •ואלה השבעה רמזית־עליהן והיה אמונרת עתך חוסן ישועור־־ז הכמה והערת ואלו השלשה האחרוני׳ רמו לשלוש הכמות הנזכרות באחרונה. ואמונת רמו למספר• עתף רמז לתכונה• הוסן לחשבורח. וישועות רימו לנגון באמרו ועתה קהו לי מנגן והיה כנגן המנגן ותהי עליו רוח ד׳. Es ist überflüssig zu bemerken, daß die 7 freien Künste (שבע הכמות) mit dieser biblischen Stelle nicht den geringsten Zusammenhang haben. Es war dieses der Geist des Zeitalters von MoseS Narboni, allerlei filosofische Ideen an Bibelstelleu zu lehnen. Der Thalmud ist hierin vorangegangen, und die Anlehnung der 6 Ordnungen der Mischna ist bekannt und darf als Seitenstück dazu dienen-). Nachbemerkungen -er Redaktion. In den Schulen des Mittelalters wurden bekanntlich sieben freie Künste gelehrt: Grammatik, Arithmetik und Geometrie (das Trivinm), Musik, Astronomie, Dialektik und Rhetorik (das Quadrivium). Magnus Aurelius Caffiodoruö (geb. um 468 in der süditalienischen Landschaft Bruttium) schrieb als 80-jähriger Greis einen kurzen Inbegriff des Trivinm und Quadrivium. Seine Zeitgenossen perhorreszirten weltliches Wissen als etwas für den Christen Unnützes oder gar Gefährliches. Um dieses Vorurtheil wirksam zu bekämpfen, beruft sich Caffiodoruö auf das Beispiel Moses, ״der unterrichtet gewesen in aller Weisheit der Aegypter." ״Diesem erhabenen Vorbilde", sagt er, ״nachstrebend, wollen wir beide Zweige des Wissens (die Schrift und die Wissenschäften) mit einander verbinden" (cle inst. cap. 28). Die 7 freien Künste werden nun unter dem Namen שבע הכמות auch von den jüdischen Schriftstellern des Mittelalters, in Sonderheit von den Spaniern, angeführt; Moses Kimch i fand dieselben schon in der Schrift (Spr. 9, 1) angedeutet, worauf schon unser gelehrter Mitarbeiter, Hr. Dukes, in seiner franz. Einl. zu den Sprüchen (S. 30) aufmerksam gemacht hat. Die 7 הכמות der jüd. Schriftsteller stimmen jedoch mit dem gewöhnlichen Trivinm und Quadrivium nicht überein. Die von Narboni angeführte Eintheilung sindet sich auch bei MoseS Rieti im Mikdasch Meat S. 11. Auf meine Anfrage über das Wesen und die Quelle dieser Eintheilung schrieb mir Hr. Prof. S. D. Luzzatto unter Berufung auf d. Schluß d. Millot Higgajon, daß ') SJct-fll. unsere Nachmessungen über dieses Wort in Schirr Schlomo S. 28 Note 1. '9 ES mag hier auch bemerkt sein, daß A l g a l i in diesem Kapitel die Zauberkunst und die Amu lct e n kund e als Thcile der Naturwissenschaft anführt. Rieti unter מרות die ^החכמה המדינית versteht, welch e hier die prakt. Filosofie repräsentirt. Die theoret. Fil. zerfällt in drei Theile: Mathematik, Physik und Metafisik. Die Mathem. hat vier Theile: Arithmetik, Geometrie (□שעורי bei Rieti, bei Narboni תשברת) Astronomie und Musik. Alfarabi, auf den sich Rieti beruft, theilt, wie mich Hr. Luzzatto und auch der sel. Dr. Beer belehrte, und wie auch aus Munks 2. Abth. d. Melanges zu ersehen, die Wissenschäften in 5 Klaffen: Sprachwissenschaft, Logik, Mathematlk, Physik und Ethik (מדות). Die Worte, welche Menachem Tamur dem Boethius in Betreff der 7 freien Künste in den Mund legt (bei Dukes L. B. IV, 340) lauten ganz anders. Boethius spricht nicht von den 7. Fr. K.; er sagt in s. Werke de eonsolatione philosophioc: Quae ubi p 0 eticas musas vidit, nostro assistentes toro, fletibusque mcis verba dictantes comrnota paulisper ac torvis infiammata luminibus: Quis, inquit, has scenicas meretriculas ad hunc aegrum pennisit accedere? Quae dolores ejus non modo nullis foverent remediis, verum dulcibus insuper alerent venenis? Hae sunt enim, quae infructuosis affectuum spinis uberem fructibus rationis segetem necant, hominumque mentes assuefaciunt, morbo non liberant (ed. Viennae 1, 4). Der erste jüd. Gelehrte, dem die Vertrautheit mit den 7 fr. K. nachgerühmt wurde, war I s a k b e n Salb m o Israeli in Keiruwan (gest. 932), ein Zeitgenosse des Gaons Saadias. R. ChaSdai (welcher?) sagt von ihm: (!) היה הב□ בתורה ובחכמה השבעה (s. Carmoly im Zion 1, 47). Spätere Darschanim haben die ו׳ הכמות zuweilen auch auf der Kanzel paradiren lassen; die 7 Arme des heil. Leuchters wurden nicht selten als Symbole derselben gedeutet. Ein sehr begabter Prediger der Gegenwart hatte sogar den höchst seltsamen Einfall, die 7 Töchter Jethro'S als die 7 freien Künste darzustellen, und die Hirtin Zippora als die personifizirte Filosofie auftreteu zu lassen! Es war dies wol zum letzten Male, daß die ש׳ הכמות vor gebildeten Zuhörern in die Bibil hineingetragen wurden. zur lhalmMschm ZMchsorlchimg nn& Mcrtljuuislum&c. Von Simon Bacher. •ההוא מעשה דבעיא ההוא מוכסא .123 (Sanhedrin 44, b. nach der Leseart deS Aruch). Es bemerkt bereits R. Zesaia Berlin in seinen Scholien rücksichtlich des Wortes ״.ומצור■ לפרשו על נכון.. — דבעיא Rappoport will statt בעוא lesen מעין. weil dieß laut Zeruschalmi Chagigah 2, 2 der Name deS Zöllners war und bezeichnet das Wort ההוא als טעות סופר (Bikure Kaitim 10, 5. 71). 53

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