Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 33 (16.8.1861)
- Date
- 1861-08-16
- Page
- Seite 292 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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292 Wir scheiden mit Achtung von dem 'Verfasser, wünschend. derselbe möge seine populäre italienische Feder oft gebrauchen um io mebr da derselbe Deutsch liest und so manches ans dieser Sprache für seine italienische Leser zurecht machen kann. Die Ailsstattililg dieses Buches ist sehr nett. Dasselbe ist dein Herrn Albert Cohn in Paris gewidmet. Miszellen. XIV. Zusätze und Berichtigungen. In Bezug aus die sehr schätzbaren Mittheilungen des Herrn Wehli. (Nr. 27 d. Bl.), wäre cs sehr wünschcnSwcrth, wenn derselbe d. Nachweis darüber geben wollte, ob Ab. Karo wirklich Gründer des Vereins für Leichenbcftattung und Krankenpflege in Prag ist. Meines Erachtens haben die sromuien Brüdcrschasten, welche schon seit dem 13. Jahrhundert in Italien. Deutschland, Frankreich n. s. w. geblüht, im Judcnthnme erst in der zweiten Halste des 16. Jahrhunderts Eingang gefnnden. Nach Znnz (Nitno L. 152) wurde der erwähnte Verein zu Prag erst 1564 gegründet. In den Nesponsen Jsscrls (Nr. 821 wird erwähnt, wie Ungarn und Deutsche zu Buda sich zur Bildung eines Vereines für Krankenpflege und Leichenbcstattung verbunden. welcher Verein jedoch später ansgelöst werden sollte, ״in sür jede Nationalität eine besondere Brüderschaft zu organistren. Schade, daß dort nicht gesagt wird, von welcher Seite der Separatismus ausgcgange» , ob von de» Deutschen oder von den Ungarn? — Jedenfalls müßte der Grund, den Ab. Karo ,lngcsähr zu Ende des 14. Jahrhunderts zur Prager Brüderschast gelegt haben soll, kein ausreichender gewesen sein, so daß ganze 200 Jahre später, wie Herr Wehli selbst sagt, N. Löve b. Bezalel wieder als Gründer anstritl. Zn den sehr gekehrte» ״Literär-Historischen Beiträgen", des Hrn. Dukes (Nr. 10 und 20 d. Bl.) erlaube ich mir zn bemerken, daß Tai, allerdings der Name eines arabischen Stammes sei, der »och gegenivärtig in Mesopotamien heimisch ist, ״nd ohne Jweisel auch schon zur Zeit der Thalmudisteii einen Theil der von ihnen bewohnten Gegenden iizjie hatte. In der Geschichte geschieht der Tais Erwähnung im Kriege zwischen Jczid und Hoseiii, im Jahre 080, in welchem die Tais ans der Seite Hoscins waren ss. Gibbon Geschichte res Bersalls n. s. w. Deutsch von Sporschil S. 1804 , vcrgl. Ritter IX. S. 750. Niebuhl־ Dcscript. <le l’Arabre T. II. pag. 265). I» neuester Jen hat Lapard mit diesem Stamme, der beiläuflg gesagt, bei den andern Arabern in geringer Achtung steht, viel verkehrt (s. Lapard Nineveh und s. Uebcrreste deutsche Uebersetziing S. 20. Nineveh und Babplon S. 168 und 170). היא oder )ה ist auch im Arabischen ei» Gottesname. und soll in seiner enger» Bedeutung dem hebräische» Tetragrammaron entsprechen <s. Chardin stkeisebeschr. l S. 830). Es dürfte somit dieser Ausdruck als eine Abkürzung des Tetragrammatvii zu betrachten sei», und wäre in diesem Falle nicht mit Er sondern mit ״Er ist" z» gebe». I- Wies» er. XV. ״Den Mantel nach den Wind hängen." Im Thalmnd ist zu dem Worte פרוש (Pharisäer) eine Reihe von Worten hinzugefügt welche die ganze Stelle psichologisch interessant machen. Manche der dort gebrauchten Ausdrücke sind nicht so klar als wünschenswerth ist. Die Erklärer haben fle verschieden auSgelegt '). Eins dieser Worte lautet פרוש קוואו• Das Etpmologische des Wortes קוזאי ist nicht genau bekannt. Da wir im I b u Chalkiea» <11. S. 238) flnden, daß st 1 sa eine Art Mantel bedeutet, und daß Al Kisa i Jemand, heißt der eine» Kisa tragt, so dachten wir, daß dieses auch die Bedeutung von קהאי sein konnte. Der fignrakive Sinn wäre nach unserer Meinung dem deutschen gleich ״den Mantel nach den Wind hängen" d. h. sich nach den Umftän den richten ohne bestimmtes Prinzip. Sollte jemand irgend eine ähnliche Fräse im Arabischen flnden, so wäre dieses interessant J). Leop. Duke s. XVI. gl-! lieber )Hs Bergt. Ben Chan. III S. 240. Es scheint uns, baß aus dem Namen des hebe. Buchstaben 's das Hauptwort זיק und das Zeitwort )Hs gemacht ist. Im Arabischen heißt Zain ein Schmuck '), welches allerdings auch die Mitbedentung dieses 'Wortes sein kann. Das clialdäischc ״ רוKrone ')" (auch im Arabischen so-, ist dasselbe und ist üblicher als das זיון. Leop. Duke s. XVII. O r g a n o m a n t i k. In der Enzyklopädischen lleberflcht von Hammer (S. 471ist davon die Rede. Im Hebräischen ist dieses unter ר2םוה bekannt. Man findet in vielen Handschristen ein Blatt übcrschrieben rnOEH פר□■ P a v eh o 11 in seinem Lerikon ist vielleicht Oer älteste jüdische Schrislsteiler, der es erwähnt. Es heiß! das Zittern der Glieder, aus diesem Zittern hat man allerlei Ahiinngcn und Prosezeinngen sür die Znkiinft heraiisflndeu wollen, je nach der Verschiedenheit der zitternden Glieder. Es ist uns iiichl bekannt in viesem Augenblicke, daß etwas ähnliches im Thalmnd stehen sollte. Es scheint auch nicht un Mittel alter in Europa bekannt gewesen zn sein. A bra bauet, in seinen Kommentar znm Pentateuch, spricht von ״ רעש האבריםJittern rer Glieder.״ Es ist uns nicht die Quelle bekannt, woraus er dieses entnoinnien hat. Leop. Dukes. ') Bcrgl. '.1Ir 1111) An. פרוש ') Gelegentlich mag liier auch bemerkt ,ein, vas! der Ausdruck אשה פרושר bedeuten könnte eine Frau, vie von ihrem Manne ge trennt lebt, ohne wirklich geschieben zu sein. ') Es sind viele Eigennamen mit ״Zain" Zaineddin., der Schmuck der Religion vcrgl. diese Blätter S. 142. ') Auch mit l a g gibt es viele Namen. X a g edb i 11 ״die Krone der Religion." Szegedin, Leipzig, Vrrlug von Sigtntiiiü ßnrgrr. j Üoiiuiiissioiis-Oerlng von frutp IPngurr. Druck von Sigui'tnd Burger in Szegedui.