Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 31 (2.8.1861)
- Date
- 1861-08-02
- Page
- Seite 276 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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276 gesammtc Judeuheit ist ihm. für feine Unverdrosscnheit u!!d seine Bereitwilligkcit, die er bei jeder Gelegenheit, wo es sich um die Angelegrnhcit des JudrnthumS und der Juden handelt, an den Tag legt, zu Dank verpflichtet. So sollten cs alle unsere Rabbiner und Prediger sich zur Aufgabe machen an allen Orten die christlichen Bewohner durch die Darlegung des wahren Geistes der in unserer Religion herrscht, von ihren falschen Meinungen und Vornrthcilcn abzubringcn. Wir fühlen es und cs macht sich auch die Frucht der Anwesenheit des Herrn vr. Jcllinck in unserer Stadt bemerkbar, aber hiemit ist nur gleichsam der Grundstein zu unserer bessern Lage hier gelegt, nun erst brauchen wir einen Vertreter, der nach Innen und Außen wirke, um uns einer bessern Zukunft entgegenzuführrn, aber unsere Mittel reichen leider nicht hin um einem würdigen Manne eine gute Existenz zu begründen. Unter den 40 Familien hier find nur wenige wohlhabend und mit großer Anstrengung uiiterhalteu wir ein Gottes- Haus an welchem ein geregelter Gottesdienst eingeführt, warum sollte in dem großen Oesterreich nicht ein Verein bestehen um die kleinen isr. Gemeinden zu unterstützen's Wir verweisen aus die bei Bcndincr Wien 1861 vom 1)r. Jclli- »cf erschienene Predigt ״der halbe Schekel." Möge die Zeit bald kommen wo sich die Gemeinden Israels zusammenthun und einen Schekel- Verein zur Unterstützung der kleinen Gemeinden gründen, der Verein würde nicht bloö zum Nutzen die kleinen Gemeinden sondern dem Gesammljudrnthume zum Heile und zur Ehre gereichen. U. Wien, im Juli. Von der bei ZamarSki und Dittmarsch erscheinenden ThalmndauSgabe ist der 3. Band fertig geworden und wird an alle Aboncnten versendet. Dieses strebsame Etablissement bercitct die Drucklegung einer schön anögestatketen Mcchilta mit kritischen Bemerkungen und Angaben aller aus dem Thalmud zitirten Stellen» vor. Miszellen. XI. varia soboles nasceretur. Quaecunque autem oves et caprae sero querebant warew, ante earum oculos non ponebat, nt unius coloris pecora nascerentur. Ne cui autem in sex annis decem pariendi yices incredibi- 168 videantur, lege Virgilium, in quo dicitur: bis gravidae pecudes. Natura autem Italicarnm ovium et Mesopotamiae una esse traditur. Augustinus in seinen quaestiones super genesim: Bis quippe pariebant in anno. . . . Pecudum autem iilius regionis foecunditas, sicut Italarum tanta fertur, ut bis in anno pari aut. Ebenso Aden Esra und Raschi. Wir halten demnach in unserer Stelle an einen doppelten Wer׳ fcn des Kleinviehes in jenen Landern fest, wofür ich unter den Neueren namentlich Bnffon als Gewährsmann ansühre der in seiner Naturgeschichte der vicrfüffigcn Thicre Bd. 1, S. 299 sagt: In warmen oder heißen Himmelsstrichen können die Schafe auch an zweimal in einem Jahre sammen; in Frankreich aber und noch kälteren Ländern ist es schon an einmal genug. Berücksichtigen wir jedoch die Stelle bei PliniuS H. N. 8, 47, nach welcher das Schaf am besten zur Winterszeit geboren wird (ebenso Coluiuellä) und das Naturgemäße der Sache, daß es jedenfalls für das Kleinvieh von ungemeinen Nutzen ist bald nach seiner Geburt frisches Gras zur Nahrung zu finden, so müssen wir jene Angabe der alten Eregcten zu rektisizircn trachten. Wir nehmen für jene Stelle den dieser alten Urkunde entsprechenden Jahrcsgang mit Tisri an. Ist nun, wie kaum zu bezweifeln, die zweimalige Begattung der Zeit nach gemäß der dieser Urkunde entsprechenden Berechnung des Jahres hingestellt und berücksichtigen wir auch den Anödruck ׳ המקשרות der das nunmehr durch die Sommerweive stark gewordene Dich bezeichnet, so fällt die erste Begattung etwa in den Tisri, daö erste Werfen also in den Winter. — Don Interesse wäre es, wenn ein bclesener Thalmudist die etwa auf jenes zweimalige Werfen des Kleinviehes bezüglichen Stellen des Thalmud, falls sich überhaupt welche finden, sammelte und in d. Bl. verössenrlichl. Dr. A. Müller. Die Ehescheidung bei den Zadnzäern. Holdhcim stellt in seinem nachgelassenen Werke die Konjektur auf, daß die Zaduzäcr die Ehescheidung verpönt und die Wiedcrverhciratung einer Geschiedenen nicht gestattet hätten und daher auch Jesus die Wiedcrverheiratnng der und des Geschiedenen als Ehebruch erkannte. Zu den Belegen, die er aus dem Eschkol hakofer für diese Hypothese anruhrt, ist wol nachsolgende von großer Bedeutung. Es fehlen bekanntlich in dem gedruckten Eschkal zwei Kapitel, das 99 und lOI) Alsabet, die aus Zensurrücksichten nicht abgedruckt wurden und die uns in einer Abschrift vorliegen. Folgende Strofe befindet sich nun im 99. Alfabet. יודעי תורה בני מקרא אומרים כי ישוע איש מתוקן והכם וצדיק בדבריו מסהלה היה לפני ישרים. ומדרך צדיקים ובייתוסים היה ב^בי י^גמרום ואסר גם את הגירוש מאשת כמו שאסרו צדוקים׳ Frankfurt am Main. K i r ch h e i 111. Berichtigung. Ans Versehen ist in voriger Nnmmer in der Korrespondenz ans Witkowitz statt Samson Anspitzer Samuel Auspitz gesetzt, was wir hiermit zn berichtigen bitte». I u f c t a t. 3 (3) Für jüdische Leser;;! Besonders ivichtig für angehende Rabbiner und jüdische Prediger. Im Verlage des llnterzcichueten ist erschienen und durch alle Buchhaudlnugcu zn baden: "מטה *?הרך Der Alirons-Stab Hanspvstille für jüt. Familie» enthält homiletische Betrachtungen über alle Hastorah's zu den fünf Büchern Moses von Dr. Ad. El,, entheil Rabb. in Horte (Böhmen). Zur biblischen Naturgeschichte. Wir lesen zu Gen. 30, 4l und 42 in Hyeronimus in seinen quaestiones hebraicae in genesin ־. Si quando oves et caprae primo tempore ascendebantur, quia inelior vernus est foetus, ante ipsas ponebat virgas, ut Der Name des als Kanzelredner io vortheilbast bekannten Versasser's bürgt für die Gediegenheit des Werkes. Preis brochirl l fl. 50 kr. österr. Währg. Gott lieb £d)mtlhrs, Buchhändler in Prag. DM" Zu Bestellungen empfiehlt sich Sigm. Surgrr in Szegedin. -MW Szegedin, Vertag von Sigmund Lurgrr Leipzig, Lommissions-Verliig von irau; IPugurr. Druck von Sigmund Burger in Szegedm.