Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 29 (19.7.1861)
- Date
- 1861-07-19
- Page
- Seite 256 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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250 len aber alle den Verlauf dieser Untcrsnchnng abwartcn zu wolle», namentlich das, was wir über das Wort Libanon später Vorbringen werden, im engsten Znsamincnhange mit vielen Einzcluhciten, durch deren Anfhellttng n»ö jene urkirchliche Sprache, welche auch die Sprache der ersten Sibylle war, verständlicher wird." — ״Auf Seite 89 wird nun Libanon für griechisch auSgcgcbcn und niit ).tiß<0, Xtßä<0> ״ich triefe" znsammcngestellt; was ״so deutlich, wie nur immer möglich" sein soll. Der Verfasser kommt auch Seite 60 in der Note auf die persischen KvnigSnamcn zu sprechen und meint, daß sie zwar mit den Mitteln der griechischen Sprache nicht leicht zn erklären seien, aber uns doch nicht rathlos lassen. So fordert im Verbum Hqya> futur. >-£tw, £«״), (<tivw) also ist ״der Scherende" lBarbier?) — ״Der Nicdermctzelnde." Zum Ncbcrflnß heißt die Gattin des LcrrcS A/mdrqtc ״die Schnitterin" von , £vqw). Y6täfin^<; wird mit ״ich regne" ziisammcngestcllt und die bekannte Deutung des cc<5/r-6cj״u8 als verfehlt betrachtet. Nach pag. 8l stammt TiyQti; v. xiyym, tingo n. Evtpqnrqs ist auch Ev(fqävxr1<: {(vqqaivu)- Ttyyot.)! Ans Seile 123 gibt der Herr Verfasser Elymologicn von Aly1<7rr0i; und ./VftAos. Beide bedeuten ״schwarz, trüb." ciiyi'Cm heißt ״ich trübe" wofür zur (Erklärung von Alyrnrot eine Form diyvifto ailzunchllien ist. Der koptische Name scheint merkwürdiger Weise dasselbe auSzndrücken, denn y.6nx«> heißt ״ich beschädige" xo7rqo? ist ״Schmutz, Koth" (also die Kopten ein xon8 8(6160168!) — daß sogar schon 111681־, niesKilm(!) zu ßvdaqö? ״trüb" ״unrein" stimmt, mag Zufall sein!" Auf Seite 9-1 wird bemerkt: ״Fs ist wunderbar, wir Noah'S süßer Name mit dem des Herakles übcrcinstimn־t. Stärke und Milde, Stärkung und Beruhigung in sich bergend." — Ans Seite 95 wird das hebräische m616o!1 (aber nickt mit Ehcth, wie der Herr Verfasser schreibt sondern mit kaph, und daher besser melekh) wie es scheint etymologisch mit ßtihyo? zusammcngcstellt (wo beiläufig bemerkt MovcrS I. 326 ganz und gar nichtvcrstanden ist) nnd weiter unten ans כללע, wo wahrscheinlich מיץ zu lesen ist ״süß sein" znrückgcführt. — Die etymologische Erklärung des Namens Jesus ans der hebräischen ist nach Pag. 96 an nnd für sich nicht schwer ״ ",־die einzige Schwierigkeit liegt hier in dem Verhältniß der hebräischen nnd griechischen Sprache, einem Verhältnisse, welches nicht erst durch die neuere Sprachwissenschaft anögeforscht worden. sondern vielmehr durch die heil. Schrift selbst beurkundet wird." Jesus ist. wie weiter bemerkt wird. eine Nebenform von Jason! Wenn Alles in der heil. Schrift so genau verzeichnet ist, wie die Herren Väter denken, warum leisten sie der Menschheit nicht den Dienst und zeigen uns offen diese Dinge, ohne abznwarten bis sie ein Anderer entdecket? UebrigenS ist das Verhältniß der seniitischen Sprachen zn den indogermanischen keineswegs klar und die Wissenschaft ist noch darüber sehr im Dnnkcln: ich fordere daher im Interesse der letzteren den Hrn. Verfasser ans. diesen meiner Ueberzeugung nach sehr großen und lohnenden Dienst uns recht bald zn leisten. I)r. Friedrich Müller. ML xb. s e 1• a t 3 K0!l K 111 S. (3) An der 4-klassigcn isr. Hauptschule zu Pnpa, sind mit l. Oktober l. I. vier Lchrerstcllcn und zwar zwei ü jährliche 500 fl. und zwei ä 400 fl. ö. W. zn besetzen. Von den Bewerbern die ihre gehörig dokninentirten Gesuche bis längstens l. August l. I. an den Vorstand dieser israel. Knlt n s - G emeinde portofrei cinzusenden haben, können nur diejenigen berücksichtigt werden, die für Hanptschnlcn befähigt, der hebräischen, ungarischen Sprache, welche letztere größtenthcils auch Unterrichtssprache ist/ vollkommen mächtig sind. Die Tüchtigkeit in der deutlichen Sprache wird selbstverständlich in Voraus gesetzt. Pnpa, aus der am 9. Juni!861 abgehaltene» Rathssitznng. Moritz /« ö r e s rtij. Gemeinde-Notar. Die in ungarischer Sprache verfaßten, eigenhändig geschriebenen Gesuche, belegt mit authentischen Zengniisen über Hauptschullehrers- Befähigung, über Kenntniß der hebräischen, ungarischen und deutschen Sprache, moralisches Betragen, nnd über Familienverhältnisse, sind bis Ende August 1 HG 1 an die gefertigte Knltus-Gemeinde-Vertretnng franko cinzusenden. Alba. 16. Juni 1861. Die Aiillus-Geiiicliidc.Vcrtcctiing. Für jüdische Leser!!! Besonders wichtig für angehende Rabbiner und jüdische Prediger. Im Verlage des Unterzeichneten ist erschienen nild durch alle Buch- Handlungen zn haben: Kon 1111 r 5. (3) An der isr. Hauptschule zn Stnhlweißcnburg sind mit l. Oktober l. I. folgende Stellen zu besetzen: Eine Lchrerstelle in der IV. Klaffe mit jährlichem Gehalte von 500 fl. .. ״ III. ., ״ 500 ״ ״ ״ ״ ״ ״ ״ ״ II. ., ״ 500 ״ ״ ״ ״ ״ ״ I. ״ 500 ״ ״ ״ ,. ״ ״ ,. ״ ״ Element.- ״ 300 ״ ״ ״ ״ Eine Jiidnstrie-Schullehrerinstelle ״ 500 ״ ״ ״ ״ Die allfälligcn Bewerber werden insbesondere daraus aufmerksam gemacht, daß an der hiesigen Hanptschnle die UntcrrichtSgegenstände ansschließlich in ungarischer Sprache vorgctragen werden, weßhalb von den Betreffenden die crakte Kenntniß der Landessprache in Schrift und Wort gefordert wird. Buchhändler in Prag. Zn Bcstellniigen empfiehlt sich Aigin. üurger in Szegedin. Notiz der Expedition. V. L. Vull. in Zlav. » st. 50 kr. cnipfaiigcn; wird besorgt. Szegedin, Verlag von Aigmnnd üurger. Leipzig, Lommisstons-Verlag von Franz Wagner. "״מטה **5 ה רן Der A11rons־stal3 Hauspostille f 11 r jüd. Faiitilien enthält homiletische Vctrachtnngeu über alle Haftorah'S zn den fünf Büchern Moseö von vr. Ad. Ehrenth eil Rabb. in Horic (Böhmen). Der Name des als Kanzelredncr so vortheilhaft bekannten Verfasser'S bürgt für die Gediegenheit des Werkes. Preis brochirt 1 fl. 50 kr. österr. Währg. ,r n 1 - 1 a j 11 Gottlicb Sch 111 elkes, Druck von Sigmund Burger in Szegedm.