Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 24 (14.6.1861)
- Date
- 1861-06-14
- Page
- Seite 214 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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214 1«fnj!rr und anderen Schriften jiidenseindlicher Autoren gehässige Steslcn «ns jüdischen Bouchern zusainincngctr.rgcn, nm die öffentliche Meinung gegen die Jud-en zn stimmen. Rabb. L. widerlegt die Veschnldtgnngen, indem er die mißverstandenen Stellen, ans denen dieselben geschöpft sind, erläutert und als unschuldig bezeichnet. Die Fehde gehört, wie Sic sehen, in Deutschland »nd in Ungarn einem überwundenen Standpunkte an. Da aber die jndci.seindlichcn Tendenzen im Geiste früherer Zeiten aufgcwärmt werden, must denselben natürlich kräftig entgegentreten werden. Hr. Rabb. LengSseldcr hat mithin mit der Beröffenttichnng seines Schristchens jedenfalls etwas Verdienstliches gethan; vor ihm war Rabb. Fasse! dem Anonymus mit einer Widerlegung in der Agramer Zeitung ciitgegengetrctcn. Genau genommen kann jedoch in unserem Lande durch deutsch geführte Apologetik kein bedeutender Erfolg erzielt werden. Mindestens müßte dafür gesorgt werden, daß die bezüglichen dcntichcn Arbeiten in's kroatische übertragen werden. Pest, 12. Juni. Die Wahlen der Vorsteher und Rcpräscntautcn der hiesigen Gemeinde werden nächstens vollzogen werden. Der ung. Verein hält morgen eine Telrky-Gcdächtnißfcier. Derselbe bereitet ein Jahrbuch in nng. Sprache vor. Mezösi, ein junger Schriftsteller, schickt sich an, ein neues Blatt für jüd. Interessen (tu ung. Sprache) zu gründen. Der Rabb. Frey er ist nach Neusatz, Kntna in Zenta nach Szabadka berufe». Hirsch in Tißabö soll, wie ich höre, in Alt- Ofen Chancen haben.!1 St va füll, 2. Juni. Die hiesige deutsche Gemeinde baut eine Synagoge; cs ist daher natürlich, daß die Almemorsragc zur Sprache gckonnnen ist. Da N. Mose Sofcr die Position der Mitte unerläßlich hielt, so hält sich nnscr Rabbiner für verpflichtet, für die Ansicht seincs Vaters eine Lanze zn brechen. Der AnSgang ist in diesem Augenblicke noch zweifelhaft. Mit den Chaßidäern steht der Rabbiner nicht aus dem besten Fuße, wiewvl er manche chaßidäische Manieren angenouimcn hat, und nach dem 3. Sabbatmalc chaßidäische Lieder singt. Miszellen. ix. מצרף Wir haben in diesen Alättcrn (S. 30 Note 3) gesagt, daß das ססר הנדצרה identisch mit dem הנלובוי '□ sei. Wir wollen hier zur Ergänzung bemerken, daß der Name טצך־ף nur von den Anfangsbuchstaben des Vorworts herrührt. Es beginnt mit den Worten: מצרף לכסף התבונה• ובור לוהב האטומה. Es gibt noch gar manche Werke, welche bloß nach den Anfangs- Worten genannt werden z. B. daö טהלך daö Moses K i m ch i das שטי □ לרוס des Iedajah Bedersi, welches unter de» Namen £בחינת עיל allbekannt ist. Das הניא und andere. X. N a b ü t e r. In diesen Blättern (III S. 81) findet sich eine Notiz über Nabatäer. Einige Stellen ans dem Thalmud, haben wir bereits in der Sprache der Mischah S. 122 gegeben. Die Nabatäer waren unter den Arabern sehr verachtet. Vrgl. Etsalebi: der Vcrtrauete der Einsamkeit S. 273 Nr. 315 ff. ״Jbn Albas sagte: wäre der Teufel ein Mensch, so müßte er ein Nabar ä e r sein." Berichtigung. S. 173 Z. 8. statt לשון עגק lies לשון עגם. S. 174 Z. 2. statt עגה lies □1ע. Nachträglich wollen wir hier noch bemerken, daß wir bereits in den literatur-historischen Mittheilungen (S. IW) des ersten HcsteS) aufmerksam machten, daß daö ארץ העלגיס und שירי העלגים*) wol eine Art Anklang an das arabische Wort □אלענ sein sollte. 2 b n Challican (III S. 20) und ans demselben Flügel in dem Noten zu Etsa lcbi S. 5 haben über das Wort A g c m einige Einzelnheitcn gegeben, welche wir zur Zeit mittheilcn wollen. Leop. Dukes. Kn dm sin». L»d>». Kapp in .frmifif. am •lltuin. Ich werde nicht nur von Frankfurt, sondern auch von anderen Orten ans so nachdrücklich vor der Veröffentlichung der bezüglichen Namen gewarnt, daß ich leider nicht in der Lage bin, Ihrem wiederholt geäußerten Wunsche zn entsprechen. Die mir ans Deutschland zngckomnicncn Anfklärnngcn ließen mich den nnverbrüchl. Entschluß fassen, Ihnen jene Namcn auch in Zukunft nicht zn nennen. Ich weiß Ihren Eifer für Ihren Rabbiner vollkonimen zu würdigen. Allein es ist unbegreiflich, weshalb Sic ans die Kundgebung der mehrerwähnten Namen so nachdrücklich dringen. Sic werden wol nicht leugnen, daß es in Frankfurt viele Leute gibt, die von dem Wirken des .זדוני. Rabb. H. dieselbe Anschaunng haben, welche vir. 7 d. Bl. ausgesprochen ist; kann eS Ihnen daher nicht gleichgiltig sein, wer unter diesen vielen Leuten dieser Anschaunng Wort »nd Ansdruck verliehen hat? — Sic drohen mir mit ״V c r u n g l i m p su n g e n." Dagegen habe ich nun allerdingS nichts cinzuwendeu. Ich werde diesen Vcrnnglimpfnngcn, so wie den von Ihnen in Aussicht gestellten Mitteln dieselbe Gleichmnth entgegensetzen, welche ich de» Vcrnnglimpfnngen des närrischen Chaßids zn Mainz und der Denniiziation des Hrn. Dr. Gnggeuhcim beim hiesigen KomitatS-Gerichte entgegengesetzt, habe. Vom Hrn. D1\ Auerbach habe ich keine Seiidnng erhalten. Mein Blatt wird seiner Selbstverthcidigung stets offen stehen. והאל הטוב יתן בלבף טהשבות -שלום! MUffltit Nr. 27 beginnt für die tOuartal «nd Semester ״Abnehmer" ein neues Abounement; es wird demnach und rechtzeitige Erneuernng derselben gebeten! *) Von S i m 0 11 b e n Z e m a ch D u r a n im טגן אבות (S- 84 a) gebraucht. Er verstehet darunter die Länder und Gedichte, welche die nicht arabisch sind. Inserat. Bei G. E. Schulze in Leipzig wird ausgeliefert: מאיר עי נים Gelenchtung des Frankel'schen Streites Wien. 1861. Druck von Karl Uebcrrciter. 2'/2 B. in 80 Preis 5 Ngr. Diese Schrift bringt eine klare, den Gegenstand völlig erschöpfende Darstellung des für die Geschichte der jüdischen Gegenwart so bedeutsamen Streites in leicht faßlicher Sprache und verdient deshalb die Beachtung nicht allein der Gelehrten, sondern des gesauimteu jüdischen Publikums. jJ»T* Zn haben bei Sigm. Burger in Szegedin für 40 kr. -WW Mit freier Postzusendung 46 kr. ö. W. Szegedin, Verlag von Aiginnud Lurger. Leipzig, Lmninirtlnna.Nזוז,!•״ nun ■frnm )11 זו Druck von Sigmund Burger in Szcgedm.