Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 19 (10.5.1861)
- Date
- 1861-05-10
- Page
- Seite 174 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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174 >ium als man gewöhnlich denkt '3). Viele Stellen dieser Aufsätze würde man in den Ländern, wo man Deutsch nicht verstehet, auch nicht verstehen. Diese Germanismen, welche Zeugniß geben, daß die Schreider derselben deutsche Bücher gelesen haben, geben auch zugleich Kcnntniß von der Unfähigkeit derselben, ihre Gedanken hebräisch zu bekleiden. Diese Germanismen tauchen allenthalben ans. Eine Sammlung derselben zu machen ist hier nicht unsere Absicht '3). Die Lektüre der alten span.-hebr. Dichter und Stylisten wäre das beste Hilfsmittel, diesen Fehler — der Stammvater von so vielen ander» ist — meiden zu lernen. Diese Stylisten Spaniens — der Schmuck der hebr. Literatur — habe« die Brücke gebahnet zwischen der alten und neuen Zeit. Daß eine tiefere Betrachtung der allgemeinen Grundsätze der Stylistik sich denselben anschlicßen müsse, ist nicht nothwenbig zu bemerken. Wir habe» — so will es uns bedünken — die Gränzen einer Anzeige vielleicht schon überschritten. Rezensionen sind Nägel, welche Rezensenten in Bücher cinschlagen, entweder sich selbst daran zu hängen, oft in sehr überflüssiger Weise, oder um Ideen, die mit den anzuzcigrnden Büchern in Zusammenhang stehen, daran zn knüpfen, und dieselben in Umlauf zu bringen. Daß wir letzteres thun wollten, davon zeugt das Fragmentarische unserer Zeilen. Wir sehen mit Vergnügen dem nächsten Hefte entgegen. Vermnthung darf hier ausgesprochen werden, daß das mit dem arab, Worte עגה (ausländisch) in Verbindung stehen konnte, vielleicht gar ist es eine Korrnmpirnng dieses Wortes selbst. ES wäre in gewisse Beziehung mit dem לשונות הגויים zu bringen. Vergl. darüber unsere Notiz im Literaturblatt d. O. 1848. S. 209. ') Vergl. Philo über die 10 Feste. Die thalmudische Sage תאומים נולדו עט קין daß nämlich mit Kain und Abel ZivillingSstern geboren wurden, findet sich schon bei Philo in seiner Abhandlung: über die Nachkommenschaft Kains. Die thalmudische Stelle המה לוקה על אבר שמת ist zwar nicht wörtlich bei Philo aber der Idee nach (Fragmente des Philo aus Eusebius Prapar. Evang. Buch VIII. Kap. 13). *) Manches hichergchörige ist in Dabistan zu finden. (Den Titel dieses Buches haben wir im Vorworte unseres שירי שלמה gegeben). Ein gelehrtes Werk über die Parsen hat kürzlich Prof. Spiegel hcranSgegeben, wir haben noch nicht Gelegenheit gehabt, cs zu lesen. '׳') Anderwärts soll mehr über diesen Gegenstand mitgetheilt werden. '°) Geiger hat dieser Stelle Verbreitung gegeben im אוצר נהמה in. S. 116. Dieselbe beweist aber nicht dasjenige, was G. damit beweisen wollte. Anmerkungen. ") In der bereits Note 7 angeführten Abhandlung von Philo. '׳) In Litcraturblatt des Orients 1850. Nr. 13 haben wir eine ') Dergl. oben S. 109. 3) Auch in Heft 24 sind einige religiöse und weltliche Gedichte von uns mitgetheilt worden. 3) Die Titel derselben hier auznführen wäre überflüssig. 4) Die Erklärung von Geiger im אוצר נהמה IU. S. 119 verdient Achtung. 5) Im Jbn Challican (Theil I. S. 354) ist die Bemerkung, daß nt Tai heißt zu dem Stamm Tai gehörig und daß daö Adjektiv Trier sein sollte. ES sind vor einigen Jahren allerlei Vermuthungen über das Wort טייעא in Litcraturblatt des Orients erschienen. 6) Sanhedrin S. 101 finden sich die Worte ההוגה את השט בלשון עגה — Vergl. darüber אוצר נהמה in. S. 118. Als kurze Notiz über ein Buch gegeben genannt מגן המכתב eine Art Anleitung zur hebr. Stylistik geben will. ,3) In einem Blatte des המגיה ist uns der Ausdruck היהודי הנצחי begegnet. Es soll heißen ״der ewige Jude." Nur diejenigen welche den bekannten Roman gelesen haben, wissen überhaupt von diescm Ausdrucke. In derselben Zeit braucht jemand das Wort הנאור für ״aufgeklärt." Geschmack, Grammatik und Lcrikografie legen Protest ein gegen diesen Ausdruck. Man sagt im Deutschen ״die Hand auf's Herz gelegt." Der jüdische Wiener Prof, der hebr. Sprache glaubt, daß שיס ידף על לבך drücke dasselbe aus. שים ידך על סיך ist acht hebräisch. L 3HL 8 d : 2m ־•; d» Hm Verlage von Sigmund Burger in Szcgediu ist vor Kurzem erschienen und kann direkte und von allen Bnchh. bezogen werden: löw lipöt, szegedi forabbi, Töi’tenelnii es valläslmloiiianyi eilekezesek. Seit dem 1. April erscheint in doppeltem Format (1 ganzer Bogen schmal.Fol.) ohne Preiserhöhung der fünfte Jahrgang des 8. (IV. 11. 110 S.) itt Umschlag broch. 80 kr. mit franko Postznsendung 90 kr. v. W. Diese interessante Schrift behandelt die bürgerl. Gleichstellung der Israeliten in Uug. und hat im Lande so lebhaften Anklang gefttiiden, daß schon bald ei» neuer Abdruck derselben nöthig werden wird! — Auf geschichtlichen Forschungen und Grundlagen fußend ist dies Schriftchen bestimmt, dem StaalSmann, wie dem Laien mit historischen Daten an die Hand zn gehen, wenn aus dem Landtage dieser hochwichtigc Gegenstand zur Sprache kömmt. politisch-literarische Wochenschrift in hebr. 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