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Ben Chananja · 1861-03-29 · 13 (29.3.1861) · p. Seite 114

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
13 (29.3.1861)
Date
1861-03-29
Page
Seite 114 (sequence 4)
Language
German
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114 Vegislcnnr bei Dev Schlnsiredaktion Dev Miscbna getreten 1־). Abba Saul's Meinung, narb n'eUt'Ci־ Ter Veim׳, rer seine kinderlose Schwägerin wegen ihrer Scl'bnheit, ihres Reichthllms oder sonst einer andern Rebenabsicht ehelieht, sieb eine Blutschande zu Schulden koinnien lasse, hatte daS Uebergewicht erballen. Rach dein Abschlüsse der Misebna würbe die Frage niebts desto,veniger von Nenenl ventilirt: in den Palästinensischen Sehnlen ,vnrde von den Einen der Pflichtehe, von den Anderen der Ehaliza der Vorzug eingeränmt; in Persien war die Scbwagerebe vorberrsebend ״׳>. Tie Karaiten sind in der Anffassnug der Veviratsebe der neuern Forscl'nng vorangeeilt, indem sie dieselbe als natürliehen Ansslns! der agrariseben und stammlichen Verhaltnisse der bibliseben Feit betrachten. Sie erklären daber, das; die fragliche Institution mit dem alten Slaatsleben Israelis genau znsammenhängt, »nd von demselben bedingt ist. ״In der Zerstreuung", sagt Iebnda Hcdessi, ״besitzen wir weder das ehemalige Erbe an Grund und Boden, uoeb die Zusammenhörigkeit der Stämme. Tie Släntnie sind zerstreut, und deren Genossen von einander entfernt; viele Geschlechter sind ,nährend der Zerstreuung ganz erloschen. Wie tonnen wir'ü also wagen, einen Znzest zu erlauben, um den Flamen des verstorbenen Bruders zu erbalten? Tie Sehrist sagt: Wenn jemand seines Bruders Weib niinml, ist dasselbe wie eine Abgesonderte (~ג) anzn sehen, d. h. wie eine Ridda sei sie snr immer verboten! Gelobt sei, der Ein sieht verleibt, den Forschern ,eines Gesetzes - ׳;(׳ein Raine sei gepriesen in EwigcciGZ! Die Raraitel! stinunen also in Betreff der Prar!s mit den Ebalizanern unter den Rabbaniten in;0 ferne überein, als an eh sie die Sebwage'eebe abrogiren. Sie behandeln aber die Frage rationell eregeüscb, während ihre Gegner ein Surrogal für einen Akt ansreebt erhalten, ioelebem in d.ni nichtstaalliei'en Veden Israel's alle und jede Begrnitdnng selstt. Di. Znnz hak solche Differenzen zwischen den?..balmudism i und Zdaraism viel u! ivenig geprüft, und daher lelzierm nur den Eharakter einer gemachten Tpposiiion beilegt | Die karaitisebe Praris ,rar vielleicht nicht ganz ohne Einj fl ns; ans Moses Rapsoli in Zdonslanlinopel (2. Halste; des 1'). Iahrb. >, welcher die Ehaliza der Wiluvc eines! Renegaten snr überstüssig erklärte Sonst verharrten die! Rabbanilen strenge bei der tbalmudischen T Beorie, olme sich jedoch rücksianlich der Praris einigen zu können. Tie orientaliseben, spanisiben und italiettifeben Autoritäten geben dem Zibbnm den Vorzug. Tie .Kabbalisten lassen die Verpstichlnng der Seh,vagerel!e ans der Theorie der Melenipsvchose sliesien, indem sie annehmen, das; die Seele des Verstorben neu in das erste Kind verpflanzt werde, welches ans der Veviratsehe erzeugt wird. In diesem kabbalistischen Raisonnement liegt offenbar das Zngeständuiß, das; der ursprüngliche j biblische Grund des Iibbum m der Zerstreuung nnznrei- , ebend sei. Denn hätte das in Rede stehende Institut irgend einem wirklichen Bedürfnisse Rechnung getragen, wie dies! in der biblischen und ältern lhalmudiseben Zeit der Fall war, j so hatte man nicht nötbig gehabt, sich tim eine mvstische! Hppotbese nniznsehen. Bei Raclnnanides tritt übrigens diese Hvpothese noch schüchtern ans, entschiedener bei Beehai b. Ascber. David ben Zimra ist der erste, der sieh in einem halaehischen Gutachten daraus beruft, und Don Zsak Abravanel widmet derselben eine ausführliche Abhandlung. Rach einer andern kabbalistischen Anschauung, welche im Sobar vertreten ist, und ans die sich Salomon Basilea in Mantua in einem löBj abgegebenen Gutachten beruft, gelangt die Seele des Verstorbenen, der keine Rachkommen , bin!erlies,, erst nach Vollziehung der Veviratsehe in die Region der Seligen Von der Schristgemäsilieil der Vej viratsehe war David b. Z,imea so sehr überzeugt, das; er, , was in der halaehischen Viieratnr wol ohne Beispiel! ist, —- ans das Schrift,von gestüzt, gegen den Thannaiten! Abba Saul polemisirr ׳׳")!! Unter den Germanosranken stimmen für den Vorzug , des Iibbum: Samuel ben Men, Joel IiaVevi in Bonn, sein Sohn Eliezer, sämmrlich Alitoritälen des 12. und Bk. Jahrhunderts. Die übrigen Vel;vev bevorzugen nach dem Vorgänge Rascbi s die Ehaliza. Am nachdrücklichsten sprich; u.b Zaiob b. Vce'ir dafür ans. Ter Umstand, das; die Ve virarselce in der Folge von einem verheirateten Vevir niemals ,vollzogen wicrde, machte Cieiclbe auch dorr bbebü selten, ,00 j der Vevir!!!eh! verelielicht ivar. Doch har noch 1842 der ן Rabbiner Gabrsil R'obn in Rechnitz einen Vevir mit seiner! kinderlos verwittwc'ten Schwägerin getraut ׳'E. I ri m e r 1; u n g c u. > :>!. W. VI. n0־ di. ,.Vicii׳ b. '•üanicii a. -Prag!IV. -I. b Da,.!IV. .1. '> t^csci׳. r. buumh. 11111 >. Drtiru V. MM, 411:1). cd. .Uraluil IW, >׳. ') di. 1M. VI. r,'0 di. V'ii'i'i t8' .׳ar1:,h MV, Mar-, gcbaui, ", .,imm Oluainb n, 10;. ׳ ‘M,11■ e. di. b. V3.ui1a' eil. '1ן;«וי Vir. ni;,>. Alrch'a :)iairi't V;i, b. V!, a. Marb. .UYrbnba V'll. שלא 81.1 ד,ן.א*ן אשא הי”'ם : S. Beil׳ Da,,,. I. VI. Vll'r.!׳.; Vevi >» evuiuaib :רק בשביי 8ש,7הם הא8י!אשם ferner oaielbst הנהי ר,הוריה הבאים אחריי בראיהם שיש צרך יא י ח ה חקנם לנהוג באיהה הקנה• ר m׳. Ini-Ezer Am ואם בשביך אחרוה שיהיכיו לזו יהירי לבע; ליישא אחרת■ יי) di. 8). VI. d. Menb. Bar. o.t. Prag III. t׳., wo die rich lige Veseart a»b «rbru ba-tZ'zer a. a. O. herznikelle» ist; s. auch Hagg. Mail», gschutlkt, NO., uild die erw. iliga. t!V

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