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Ben Chananja · 1861-03-29 · 13 (29.3.1861) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
13 (29.3.1861)
Date
1861-03-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Szegc-in, ku 2!). März׳ 1861. *Ir. 13. .jj(’ntns!|1’li1’1■ 1111!) .)irilnlili’iic: L. V ptu, Üiiemitiüiiii'1 ^11 S,(c!|ci)i11. Zebcn Freita!! erfrbeint rin;!anier 'iU'^ott. Man abenuirt bei alle!׳ Pesiämtern nne Buch- -5nTcralc sind an den Verleger L. Bürger Pr1ul»1»crnti1u1e׳vrris! baiidlniigen tc>? 511!• und Äne>andre. in Szegebin oder an Hrn. Franz Wag» er tvanzjälirii! 7 fl. , halbjaling 3 fl. 5,0 fr., Jllnim; a : in 1'einzig 1« sende». Die zweispaltige Petitvierkeljäbrig '1 sl. esterr. vval,r. sind an die!)1'era'ttie!! zn senden. zeile wird mit 10 Mr. — 2 Dgr. berechnet. Inhalt. Einehe und Vielweiberei i»> geniianosrankischen Mittelalkerl Bein Herausgeber. - beschichte der Stadt geltiew. Ben Neh. Van des. — .flerrespendenz. Briese ans («alizien (rarnebel n»d Per'.) 'Ben S. Demant. - Prag. — bemberg. — PränuineratiouS-Eiiiladung auf ״Ben l>hana»ja." Ehrrechtliche Ltiidien. «?veltsetznug,. P 6. Einehe und Vielweiberei im germanosränkischen Mittelalter. Die germanofränkischen!')ial'biiu’n sind im Mittelalterliehen Europa die treuesten Vertreter der thalmudisehen N'hre und Nichtung, indem sh׳ von äufferen, nichtlhalmudijchen Vildungseiemeulen theils gar nicht,!heile׳ nur!ehr!clnvac!) berülirt wurden. Das ivissenstPastliche streben, welches von Gerberl, einem stöglinge spanischer Schulen und nacomaijge» Pabste Svlvester II. (gcst. 15?. Mai lilib, > und Ad do von stieurv im zelnilen stahrhunderl in stranlvstcP!,ecvorgeruseu wurde, scheint zwar ancl> an den stnden n!cht ganz wirkungsloo vorübergegaugen \\\ sein. Mindestens gehon der erste bedeutende jüdische (belehrte in strankreich, )11st e 1׳ n d a h. M e 's r l> a St o I) e ״ , jener steil an; er sühne auch den französischen Namen V e o 1t oder V io n. So 1)1'11׳ man indes! auci> die Einwirkung von ansien anschlaqen möchte, so wird dieselbe doch nnr ganz allgemein ans die Anregung zu geistiger Dttiiigkeit uaD literariscl'er Bcschästi 1(111111 zu heschra nlen sein. Die Wissenschaft redete in st ran!5 reich, nicht wie in dem arahischen Spanien, in der auch den stnden geläusigeu Sprache des Gehens zu il״׳ee!1 stün׳ gern, sondern in der lateiniscPen n irchenspracl'e. 1oelci!e den stnden fremd war. Während daher die stnden jenseito der chvrenärn i(>v Bewufflsein mit einer grosien Fülle neuer Begriffe und Anschauungen bereicherten, so das! sie nicht umhin konnteu, sich mit dem ererhten thalmudischen Schriflthume durch eine tlilgeschichtliche Eregese zu recht zu setzen, verharrten die stnden diesseits der Pvrenäen, so wie ihre deutschen Nichtungsgenossen, nnheirrt ans dem herkömmlichen Standpinilte als die eigentlichen Depositare und Wachter der thalmudistPen Tradition. Naiver Glaube und reliöse -Demittb ivaren he׳ den stnden in Frankreich und Deutschlaud einheimisch, eine Wahrnehmung, bei ivelchcr der gelehrte und gemüthvolle Vuzzatto mit besonderer Vorliebe ve׳. )peilt. Es hangen diese Tugenden mit der Kultiirstnse der germanofränkischen stnden genau zusammen, nnd können ihnen eben so wenig zu einem besondern Verdienste angerechnet werden, als es den Spaniern zum Vorwürfe gereicben kann, das! sie sic!, dem natürlichen Einflüsse ihrer Umgebniig nicht entzogen haben, stn Bezug aus den Gegenstand unserer Forschung tritt die Z!ulinrdifferenz zwischen Genuanofranken und Spaniern auf die unzweideutigste Weise hervor. Nach strankel's Darstellung ״schwand die Polvgamie immer mehr aus dem Volksbewusitsein, das nur mit der monogamischen Ehe sich auc-zusöhiien vermochte; und so i konnte im!!. stahrhniideri )11. E'erschom, im Vereine mit mehreren geleinten Autoritäten, den Bann gegen den aussprechen, der zwei Frauen heiraten würde (Grundl. S. l l Was nun zunächst die Berufung auf den Bann detrifft, so muf! es sein׳ auffalle!!, das! l)r. Fr. den Schluff daraus z!-׳ht, das Volk habe sich zu jener Zeit nur mit der monogamischen Ein׳ auszusöl neu vermocht, während die Gesel'icl'te im (üegentheile bezeugt, daff der Bann zn allen steilen gerade nur gegen mehr oder minder beliebte Ansschreitungen angewendet wnrde, wie denn überhaupt die Verschärfung obrigkeitlicher Verbote und Beschränkungen klar und deutlich beipeift, daff beim Volke nicht eben die Neigung '> S. vor. Ialtiip 2U!>. :117, 52V und 057

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