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Ben Chananja · 1861-03-22 · 12 (22.3.1861) · p. Seite 110

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
12 (22.3.1861)
Date
1861-03-22
Page
Seite 110 (sequence 8)
Language
German
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110 (daö Werk selbst beginnt mit dem zweitens und enthält etwa ein Sechs׳ tel des TerleS nebst Kouimeutar. Das Äußere des Buches zeigt, daß cs am Späteste» i» den erste» Jahren des ltt. Iahrhundcrteö, vcrmutblich in Konftantinopel das Licht gesehen. Der Druck ist grob, ״״ordentlich und nicht eben korrekt. In einigen Blättern sicht der Tcrt «welcher mit der Banibcrger Ausgabe übereiiistim.ut) in der Mitte, und der Konimcutar rechts und links; in andern ist der Im oben und der Kommentar unten, kolumnenweis gedruckt. In der Mitte des Titelblattes liest man in zwei Beilen und großen Buchstaben: זה ספר תורת כהגים הנקרא ספרא רבי רב עם פירוש הראבד זצל und weiter unten in kleiner Schrift: בעורה אי אדוע כאדינים אפרש דת כלל ופרם בסהנים וצד הקל וצר המור במבטא אשר נחן לישראל לפעם Zn diesem Kommentar haben wir keine Sch 01 i si pei-potu» nach der Art der spätere», für welche ein altes Buch dient, oft nur als Unterbau für ein selbstständiges Werk. Die Methode ist ungefähr dieselbe des פי' עריות desselben Berfasscrs. nur dann ausführlich, aber nie wie die neueren Erklärer, weitschweifig, wo es der Gegenstand erheischt. Da eine vollständige Ausgabe von diesem Buche bevorsteht, ist es hier nicht der Ort, darüber Bericht zu erstatten, und cs mit ähnlichen Arbeiten zu vergleichen nur will ich den Leser auf das kurze Borlvort aiifiiierksani machen. Nach Angabe des Grundes warum dem Sifra die dreizehn ZulcrpretationSrcgeln vorangeben, redet der Bcrsaffer der Ucberlicferung das Wort. ״Die Tradition, sagt er. ist die Quelle aller Gebote; woher lehrten wir ohne sic die Zusammenfügnng ulld Bedeutung der Wörter '׳׳... Die Keuntuiß selbst der Sprache, in der wir reden und beten, ist eine überlieferte: daher ist cS unsere Pflicht die nusereil alten Weisen überlieferte Interpretation der Gebote gläubig anznnehmcn und ihr Folge zu leisten, und sollten auch diese Auslcgungen manchmal dem Buchstaben des Gesetzes zuwider laufen. ...הקבלה שרש ועקר לביו מצית האל אדוננו ואלמלא הקבלה מאין לנו ואפילו השיחה שאנו,מהברים בה.צרוף המלות ופרוש; ומבקשים בפרשה כל צרככו מן הבורא ית׳ אם לא מן הקבלה במה היינו שואלים ועל כן צריכין להאמין מאד ולסמוך על דברי ראשוננו החכמים הקדמועם שקבלו מאבותם ואבוחם מאבותם ככל דקדוקי המצות ומדרשם ואם יצא המדרש מדרך הפשם. Er begnügt sich, fährt er fort, mit dicwm Winke, weil die schwere und lange Aufgabe, das gegenwärtige Buch zu erläutcr», ihn verhindert, seinem Wunsche gemäß, diesen wichtigen Gegenstand weitläufig abzuhandcln, und die Trugschlüsse der Ketzer umzustoßcn.*) Dem etwaigen Herausgeber dieses Buches bin ich bereit jede Auskunft über dieses Drnckwcrk zu geben: er seinerseits wird dieser Mittheilnng Nechnung tragen. Padua. L. dclla Torre. *) Wie das Borwort zu», פי' עדיות, so auch dieses endet mit de», cigcnthümlichcn Ausdruck ובאלהים אעיר, vielleicht nach Ps. 28, 7, aber ungenau. I n f erat e. Prännmeratiotts Einladung auf den Roman: Die Juden in Ungarn von Stefan v. S z e II t k i r;1 l >) i, übers, v. Or. Otto H a n ke- Zwei Bände Pränumerations-Preis I fl. 30 kr., steif gcbnudeu 2 fl. österr. Währg. Um dieses neueste Werk Szcntkirulni's, welches im Z» und Auslände das lebhafteste Znteresse erregte, auch den dculschcn Lesekreisen zugänglich zu machen, wird im Einverständnisse mit dem hochverehrten Bersasser, die Uebersetzung des Maniiskriptes besorgt, welche zu gleicher Zeit mit dem ungarischen Originale am l5. April erscheint. Zur Empfehlung des Werkes möge es genügen, wenn!vir einige Worte des Verfassers aus dessen Programme zitircn: ״Ich miif! gestehen — heißt cs in dcmtelbeu—- daß cs noch feinen ungarischen Staatsmann gegeben, der die Lösung der Indens, age vorurtheilsfrei versucht hätte. Unsere ganze Thätigkeit in dieser hochwichtigen Angelegenheit beschränkte sich daraus, daß wir die Juden haranguirtcn unsere Sprache, Sillen und Nationalität anzunchmeu und ihnen dies so zu sagen als den Preis bestimmten, für welchen sie sich die Emanzipation erkaufen können. Aber die Freiheit ist ein Gemeingut der Menschheit bei deren Erkbeiluiig iiian nicht feilschen und mäkeln darf, und ein Volk, welches die Freiheit als einen Artikel betrachtet. woraus cs ein ausschließliches Privilegium besitzt, weiß nicht waS Freiheit ist. und ist ihrer unwürdig"!!. s. w. Dieser bumane und zeitgemäße Geist durchweht das ganze Werk, und wir hoffen, daß eS viel dazu beitragen wird das Bollwerk mittelalterlicher Vorurtheile, welches eine sinslere Zeit zwischen uns und dem reichbegabten bildungsfähigen Volke der Israeliten anfgethürint hat, mcdcrzureißen. — Die deutsche Uebersetzung des Nomans ״Die Inden in Ungarn" erscheint zugleich mit dem ungarischen Originale am 15. April dieses Jahres. Die 1'. '1'. Pränumeranten werden höflichst ersucht die PrännineratiouSbeträge längstens bis 10. April an die Erpckition in Pest, (Dr. Otto H a nkc, Waitznerstraße Nr. 18, l. Stock. Thür!>> einzusende», damit die Versendung möglichst prompt von Statten gehe. Sammlern von 0 Prännmeranten wird ein GratiSeremplar verabfolgt. DM- Zu zahlreichen Pränumerationen empfiehlt sich auch die Buchhandlung von Sigm Burger in Szegedin. *"WA! ü o n 11 n r 5. (3) Von der Großwardeiner ungarisch-israelitische» Gemeinde, werden hiemit für folgende Stellen Konkurse eröffnet: ns Ein Nabbiner mit 1000 st. ö. W. IahreSgebalc, freier Wohnung und üblichen Emolumenten. Qualifikation התרת הוראת von auerkaniilen Eapazitäten, thalinuvisches W.sseu, erakte Keuutniß der ungarischen Sprache, um in derselben Predigten!,alten zu können, religiös moralisches Vorleben. — Verlangt werden Probcpredigtcn; nur der Alzeptirtr enthält ilicifekostenvergülung. td ( n r e i ch u n g S l c r n> c n bis Ende Juni n. c. Im Ein zeitgemäß musikalisch gebildeter Kantor. der ein Knabenchor cinzuübeu zu leiten verstehet, קורא »nd der ungarischen Sprache mächtig ist. Gehalt 000 st. ö. W. freie Wohnung, gewöhnliche Emolumente. E i» re ich u ilg s t c rm i n bis Ende April a. c. Pro bevor träge werden verlangt; dem Akzcptirten werten Reisekosten, vergütet. (!) Ein schochet ubodek, biii Tiiiah .(ושוהם ובודק ,בעל תפילה Gehalt '.)00 fl. ö. W. freie Wohnung, gewöhnliche Emolumente. - Einreichungstermin bis >5. April a. c. Die Offerte sind zu adressiren: ״An den Vorstand der ungarisch-israelitischen Gemeinde zu Großwardeiu.' Großwardein, am 1. März 181>I. Der Vorstand der ungarisch-israelitischen Gemeinde zu Großwardeiu. 3 Konkurs. (3) Bei der deniich.-isr. Trivial-Schnlc zu Bolechow ist die Stelle eines Lehrgehilfen mit dem jährlichen Gehalte von 210 fl. v. W., freie Wohnung und Beheitznug erledigt. Unverheiratete Bewerber, die den Schreibunlerricht zu ertheileu im Stande sind, wollen ihre Gesuche längstens bis 15. Juni bei der deutsch.-isr. Schulaussicht einbringen. Deutsch-isr. Schulaufsicht. Szegediu, Vcrlais von Sigiiuiuö ß 11 r 1jer. Leipzig, 6on11»iss,ons-Vcrlu!1 von Icnn; Wnisiirr. Druck von Sigmund Burger in Szegedoi.

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