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Ben Chananja · 1861-03-08 · 10 (8.3.1861) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
10 (8.3.1861)
Date
1861-03-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ar. lp Szegrdin, den 8. Mär; 1861. Werter Jahrgang. en (flwmmjit fleransflcßci־ und Mnfdciir: L. Löw, Öiiernififuner zu ׳S5c1]ebi11. 3etcII Freitaq ersebeint ein ganzer Bogen.! Man abonnirt bei allen Postämter» mit Buch- : 311frr11lc stnd mt teil Verleger S. Burger pnnimiicriNioiispreis:! baut ln» gen des In- und Anolantes. > in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner Ganzjäbrig 7 fl.. lialbjäbrig 3 fl. 50 kr..; illoinifkriptc! in Leipzig zu senden. Die zweispaltige Pekitvierteljährig '1 fl. österr. Wäbr. i flnv an die Redaktion zu senden.! zeile wird mir IN stikr. L Sgr. berechnet. Inhalt. Zur bibliseben Etrategik. P. Pred. Pros. Dr. Saal schilp in Königsberg. — Wand, auf d. Gebiete d. jud Alterth. v. I)r. Garmoly. Korrespondenz: Ausland. Kopenhagen (Wohltb. Vereine, vr. Wolff'S Wirksamkeit). Inland. Szegedin (Pastor Szeberstnpi'S Nechtsertignng). Ofen (Loeblin'S Tod). SzenteS iSpiiagogenban). Liter. Auz. Gnittiirds Etiidfs. — Angez. vonDiikeö. lieber Bondi'S Nascht v. X. 911115 Handschr. von Pred. Or. Jellinek. Inserate. 3»r kiilikikcheii -Slralcr|tli. 1 Von j Dr. Saalschütz, ן Prediger an der Spnagoge und Professor der Alterthnnisknnde an der königlichen Universttät zu Königsberg in Pr.!.Die ä l t e st e 1 e n Z e i t e n und d i e I n st i t u t i 011 c n M osi 6. Die Völker Aramäischer Herkunft und Gesittung gel-! len bekanntlich und mit größtem Rechte seit den ältesten j Zeiten als die Urheber der wichtigsten Künste und Wissen-! schäften. '*) In jenen weiten Ebenen, wo unter den verschiedenen Benennungen Assvrien, Babilonien, Chaldäa, Aramäa, verschiedene Länder-Eomplere in einander griffen, dort eröffnete sich dem Menschen zuerst die Kunde des Himmels und der Gestirne, dort ward die Rechenkunst, die Buchstabenschrift, die Baukunst erfunden, dort erklangen bei den Hirtenfesten die ersten Lieder zu den ersten Harfen. Dort scheint auch eine Kunst zuerst eine höhere Stufe der Entwicklung erlangt zu haben, die, verheerend und furchtbar wie sie ist, doch bis in die neueste Zeit die geistvollsten Männer an ihrer immer höher« Vervollkomnnng arbeiu1׳! ließ, nämlich die Kriegskunst. In derselben machen drei Momente sich bekanntlich geltend: persönliche Tapferkeit, strategische Erfindung in der Gruppirung und in dem Dirigiren der Massen, und endlich Vervollkomnnng der Waffen. Man kann wol sagen, daß in der ganz alten Zeit das erste ') Saal schütz. Forschungen 1. zur Geschichte ter Buchstabenschritt S. r׳t ff. Moment, die persönliche Tapferkeit, allein vorherrschte. Allmählig indessen trat auch die List, als ein zweiter Faktor, bedeutsam und helfend hinzu. Man bemühte sich, dem Feinde die schwachen Seiten abzusehen, ihn unvermnthet zu überfallen, ein günstiges Terrain zu benutzen. In der Vervollkomnnng der Waffen wetteiferten von jeher die Nationen. Es liegt in der Natur der Sache, daß je mehr der Krieg begann, massenhaft zu werden, wo nicht mehr, wie wir z. B. im Trojanischen Kriege sehen, einzelne Helden hervortreten um sich beliebig einen Kämpfer anözusuchen, sondern es schon mehr darauf ankam, die Masse geregelt zusammenzuhalten und wie eine Einheit zu behandeln, der persönl. sich hervorthuenden Tapferkeit der bedeutendste Spielraum entzogen ward. Und je mehr die Feuerwaffe in ihrer jetzt schon bewunderungswürdigen Vervollkomnnng fortschreitet, je mehr eS gelingt, ihr beflügeltes Verderben in die weitesten Entfernungen -u tragen, um so mehr wird, waö sonst unmittelbar eingreisende, energische Tapferkeit und Muth war, der größeren Masse nach, mehr nur in Gestalt passiver TodeSverachtnng und muthvoller Ergebung sich bewähren können. Der erste, im Allgemeinen gewiß nur unbedeutende Uebergang zu einer kunstvolleren, sinnreichern Kriegsführung, wo eben schon die List der Kraft, als intelligenter Bundesgenosse zur Seite stand, scheint also, wie bereits gesagt, bei den Aramäischen Völkern gesucht werden zu können. Denn zunächst aus ihrer Aramäischen Heimat haben auch die alten Hebräer jene in erster Zeit gewiß nur geringen strategischen Einsichten und Erfahrungen mitgebracht, welche, so nttbedentend sie auch im Ganzen sein mochten, ihnen doch ein Uebergewicht über andere Palästinensische Völker gaben, lind sehen >vir weiter um, fassen wir

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