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Ben Chananja · 1861-02-15 · 7 (15.2.1861) · p. Seite 64

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
7 (15.2.1861)
Date
1861-02-15
Page
Seite 64 (sequence 12)
Language
German
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04 iiüfl gcfcufU, als daß sie sich der Verkehrtheit schuldig machen könnten, die Übergriffe und Ausschreitungen Einzelner einer ganzen Nation zu imputireu, und sich dadurch in ihren Gesinnungen irre machen zu lassen. Ihr Her; blutet zwar bei dem Hinblicke auf die unmenschliche Grausamkeiten, die einzelne Glaubenöbrüder erleiden müssen *) , Grausamfeiten, die in Ungarn schon im XIII. Jahrhundert, unter Iköln IV. an keinem Juden hatten verübt werden dürfen. Nach unserer Anschauung erfüllen die Mnnizipieu nicht ihre kulturgeschichtliche Mission, indem sie den Juden das Wahlrecht entziehen, und wir wissen die Feigheit mancher Stimmführer nach Gebühr zu beurtheilen. Alles dies ist aber nicht geeignet, unsere Ohren den Sireneustimmeu zu öffnen, die unö die Wohlthaten des Absolutismus preisen. Wir wissen, daß das konstitutionelle Prinzip allein geeignet ist, die Emanzipation zur Wahrheit zu machen. Darum ist die Sache des Vaterlandes auch unsere Sache; darum fordern wir auch die liberale vaterländische Presse auf, den Mißbräuchen entschieden entgegen zu treten, und die Mnnizipieu aus deren Stellung im Geiste der Kultur und des Fortschrittes aufmerksam zu machen. Ladislaus Szalav, einer der ersten ung. Geschichtschreiber der Gegenwart, betrachtet cS als Berus ber ungarischen Nation, die Völkergruppe, welche sich um dieselbe schnarr, nicht zu unterdrücken, sondern po l i ti sch zu erz i eh en. Tie ungarischen Juden haben wirklich keinen inniger» Wunsch, als dieser Erziehung theilhafttg zu werden. Aber der Stock des Panduren ist ein sehr schlechtes didaktisches Mittel, und Stockstreiche haben seit Menschengedenken Niemanden zun: Gelehrten gemacht. Dagegen führt guter Unterricht, besouders wenn er praktisch ertheilt wird, unfehlbar zum Ziele. Es wäre somit am zweckmäßigsten, den praktischen Kursus der politischen Erziehung schon jezt mic der aktiven Wohlbefähigung der Juden zu eröffnen. Die Schüler werden - dies läßt sich mit aller Zuversicht Vorhersagen — den Weltberühmten Lehrern nicht zur Unehre gereichen! c « e st e s. d) Brünn, 10. Feber. Dr. Jellinek'S einleitender Arlikel iu der vor. N. d. Bl. hat hier die lebhafteste Ttieilnähme erregt. Je näher die Juden dem Ziele ihrer bürgerlichen Gleichstellung sind, desto brennender wird die Frage über das Verhältnis; des Judeuthums zum Staate. Tie Einrichtung der einzelnen Svuagogeugemeiuden und das Berhältniß derselben zu einander; die Erfahrungen, welche durch die Wirksamkeit der Konsistorien iu Frankreich, Belgien, Holland und Würtemberg konstatirt werden können; die Nothweudigkeit irgend einer Zentralisation, ohne welche weder ein Justauzeuzug, noch eine regelmäßige Verbindltng mit den Negierungsorganen denkbar ist; die Uebelstände, welche daraus erwachsen müssen, »venu diese Zentralisation nicht durch Kollegien, sondern durch Individuen vertreten ist, — alles dicö sollten Ihre gelehrten und erfahrenen Freunde gründlich besprechen, dabei aber nicht versäumen, darauf *) Indem ich d. .;.schreibe, erfahre ich altes glaubwürdiger Qm'Hc, das; der Richter in dein;nicht zur Innsditrion der Stadt Szegedi» geüörenden) Dorfe Nett-Lzegeditt am 13. d. M. einen Inden prügeln lies;, und sind v. S. deü Szeg. G. D. bereiü die neibigcn Schrine getl׳a». hinzuweisen, des; nichts verderblicher wäre, als eine von oben kreirte Spaltung zwischen Orthodoren und Reformern. In Mähren und Böhmen ist von einer solchen Spaltung nicht einmal die leiseste Spur vorhanden; aber selbst in Ungarn und Galizien ist eS, wie jeder Tiefcrblickeude einräumen wird, nicht der Kultus, sondern die Kultur, welche eine scheinbar religiöse Spaltung hervorgebracht hat, und wird der kulturelle Fortschritt die Brücke sein, auf welcher sich die Orthodoren und die Reformer begegnen werden. / Fölcgyhnza, 13. Feber. Die Jazpgier haben einen Juden züm Bezirksarzte gewählt. Der Oberfiskal warf aber bei der Kongregation die Frage auf, ob ein Jude Bezirksarzt sein könne, was von Seiten der Kongregation verneint wurde, wicwol manche zu Gunsten der Wahl sprachen. Nachdem die Anttullirung der Wahl ausgesprochen war, machte der betreffende Arzt die Anzeige, er sei — Ehrist geworden. Die Wahl wurde nichtsdestoweniger für ungiltig erklärt, indem dieselbe der Taufe voranging. Der berühmte Prof. Eduard Gaus versicherte einer pietistischeu Dame, die ihm seine Unkirchlichkeit vorwarf, er habe sich aus Ueberzeugung taufen lassen. ״Ich war," sagte er, ״überzeugt, daß mich das k. Ministerium erst nach Vorzeigung meines Taufscheines zum Prof. d. Rechte ernennt." Die Ueberzeugung, aus welcher sich der Arzt H. taufen ließ, scheint vorläufig nicht sehr begründet gewesen zu sein. <p. Wien, 10. Februar. Hr. Filipp Schey, Edler v. Koromla hat den Orden der eisernen Krone 3. Klasse erhalten. (p■ Gör;, int Februar. Hr. I. G. As coli, ein reieher -Privatgelehrter hier, der durch mehre sprachwisseuschaftliche Arbeiten rühmlich bekannt ist, wurde nach Mailand als Professorder Sprachwissenschaft für das Evllegio reale berufen. M i s z e l l c 11. m. Zu Ihrer Untersuchung über Gesang und Musik in Nr. 5 des Ben Ehananja erlauben Sie mir Einiges hinznznsügen. Der Dichter Immanuel aus Rom sagt in seinein Eommeutar zu den Sprüchen — der obwol gedruckt, so selten wie eine Handschrift ist,*)— und zwar zu 26, 13: וכבר ידעני כי הכהה הניגון היא הכמה ומלאכה נפלאה ונעלמת היחה כולה נמצאת באמונתיני ומשתדלים בלימודה היי אסף והימן דידותין ודוד ושמואל וכיוצא בהם מאנשי הנבואה והיום אין ממני אתנו יודע ממנו דבר שי כלים יהיא כולה ביד הנוצרים. R. Abrahnm b. J!aak bezog — nach Mose Votarol iu der Einleitung zu seinem Jezira-Eommentar — den Vers והיה אמונת עחך וגוי, der Sabbat, 31 von den sechs Mischuavrduuugen gedruckt wird, auf die sieben Disciplinen des Aterlhums, und die Musik wird durch das Wort ישועות repräsentirl. I )r. I e l l i n e k. *) Dem iH'mmnitar ist auch der dert t׳ei;zr0rnckt, der von den Frei,den der Masora noch nähere Untersttchniuz verdient. Es sehlen noch alle Kapitcleintheilnngen, die Bnchstahen כ .ב ">>d ר nnd, wenn sie rapüe. mit einem O.nerstich versehen, das Keri ist qedrnrkt ohne Z'ln>tat׳e des Ketil׳, nnd die Boealisation ist anch.manchmat vcrschieden. So laute; z. B. ÄU. I l: ככלב ש כ על ’קיאו כפיל שונה באולתז. Drnet von Sigmnnd Bni'lzei

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