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Ben Chananja · 1861-02-15 · 7 (15.2.1861) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
4 (1861)
Issue
7 (15.2.1861)
Date
1861-02-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r 7. Szrgedin, -r» 15. Februar 1861. öirrttr Jlahrganti. Jjfriiiisjjfripi׳ iiiii) •)ii’ltnlilcur: L. Löw» Oiiprruliliiiicr jn sSjcQeliin. Jeden F>eitnji erftheiii, ein ganzer Bogen, prnnümcrationsvreis: Ganzjährig 7 ft., halbjährig 3 ft. 50 fr., vierteljährig 2 fl. öftere. Währ. Man abviuiirt bei alle» Postämtern und Blich- Handlungen des Ist- und Ansiandrs. Mnnnsliriplc sind an die Redaftion zu senden. Ziilcralc sind an den Berleger Z. B » r g e r in Szegedin oder an Hrn. Franz Wagner »1 Lrivzift z>! senden. Die zweispaltige Petitzeile wird mit ll) Nkr. — 2 Sgr. berechnet. Inhalt. Jelnida Alcharisi als Theoretiker und Kritiker der hebe. Poesie des Mittelalter« von Veop. Duke«. - Schulwesen, von Heinrich Neie>. - - Gemeindennd Nabbinatöwesen, die Folgen der Freizügigkeit in Mähen, v. Dr. Dnschak. — Korrcsponvenz: Aus laue. Frankkurt. Inland. Gr.-Kanizsa. Bries au« Gr.-Kanizsa. — Literarische Anzeigen: (§atalogu« 8od. hebe. A»10toro 1M . Steinschneider, beschr. v. Leop. DukcS. — Bondiö Auswahl Raschis. Vom Heransg. -7 Herzseld ״Minchat Sikoron". Vom HcrauSg. .Beilage: - Gin neues Justiz-Attentat im Giscnbnrger Kvinitate. - Neuestes: Brün. — Fülegphnza. — Wien — Görz. — Miszellen: v. Dr. Icllinck._ Fehiiba Ascharisi als Theoretiker und Kritiker der hebräischen Poesie des Mittelalters. Eine literatur-historische Skizze. von Leop. Dukes. (Fortsetzung. D D i r And e»tun gen, die i» Gedichten liegen. ״Leb' im Ganzen! wenn du lange dahin bist, es bleibt. Schiller. I-׳.׳ Tachkemoni <0.׳^. lv) ist ein Wettstreit von 7 Dichtern vorgeführt. Der Wettstreit der Dichter ist ein allgemeines Thema im Orient. Jedajah Bedersi in seinem Sefer hapardes hat den Satz: ״Ich kenne keinen Streit der mehr verdient, daß man sich redlich lind in Wahrheit darüder freue, a!s den Streit der Dichter." '). Salomo den Gabirol hat nach der Sitte seiner Zeit ebenfalls sich selbst gelobt. '1) DaS^ bezügliche Gedicht bat manches Verwandte mit diesem Kapitel Übehaupt. Rückerl hat ein Gedicht überschrieben ״Dichters Selbstlob." l) Es ist dieses Gedicht aber nicht mit denjenigen arab. und hebr. Gedichten zn vergleichen, die wir hier vor Augen baden. Sollte der Ausdruck erlaubt sein, so wollten wir behaupten, Rückeris Gedicht enthält das Selbstlob der Dichter als Gattung, die orientalischen Gedichte dagegen, von denen wir hier sprechen, enthalten das Selbstlob des Ind i v i d n n m. Güthe sagt von sich (Epigramme): ״ ןRur ein einzig Talent brachte ich der Meisterschaft! nabe: Deutsch zu schreiben u. s. w." Im gerechten Selbftgefühle seiner Leistungen, durste er dies sagen; inan Mildert sich aber mehr über die nachfolgenden Worte, wenn er die >! deutsche Sprache ״den schlechtesten Stoff" nennt, Man patte glauben sollen, dies sollte ein Titel mehr sein für seinen Ruhm. Ben Gabirol ד) stellt die hebr. Sprache hock׳, dies als einen Anspruch mehr für sein Selbstlob j betrachtend: I ומתבנת לשון עברי עמוקה וקשה לאהי מוסר ובינים! ״) |Der Organismus der hebr. Sprache ist tief, schwer ן zn bewältigen für Männer von Einsicht nnd Vernunft"), j Das erwähnte Kapitel deS Tachkemoni enthält min; keinen eigentlichen Beitrag zur Geschichte der Theorie, in-! dein die rhetorische Färbung sich nicht inlmer auf Begriffe 1 zurückführen läßt, es enthält aber für die Geschichte der Poesie ’ manches Interessante nnd mancher Begriff scheint dennoch! durch die rhetorische Färbung durch, worauf seiner Zeit! näher aufmerksam gemacht werden soll. Es enthält dieses Kapitel, was man von Dichtern erwartete. Manche einzelne Zeile hat besonderes Interesse. Schöne Bilder sind geistreich znsammengesügt. Das Kapitel des Sefer hapardeS s) enthält ebenfalls manches Interessante für die Geschichte der Anschauung der damaligen Zeit über Poesie, und ergänzt znm Theil das unserige. Manches Aehnliche findet sich auch im Imannel. DaS in Rede stehende Kapitel ist zunächst ein! Ehrentempel für nicht e r i st i r e n d e Dichter. Es ist aber! mehr noch für das Prinzip der P o e si e und für die

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