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Ben Chananja · 1860-11-15 · 11 (15.11.1860) 2. Hälfte · p. Seite 624

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
11 (15.11.1860) 2. Hälfte
Date
1860-11-15
Page
Seite 624 (sequence 32)
Language
German
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— 624 das Ungarische blos auf die wenigen Stunden beschränkt ist — nein! nicht ist, sondern war. Unter den Konkursen, die rnir vergangenen Sommer zu Geflchte kamen, war keiner, der nicht Kenntniß der Ungar. Sprache gefordert hätte, und es find nrir Schulen bekannt — unter ihnen die Kecskemster Hauptschule, in welcher schon früher Geografie und Geschichte der Ungarn in der Landessprache gelehrt wurde. An die Bibel will man fich noch nicht wagen, und doch kann Schreiber dieses verbürgen, daß Bloch jun. schon vor zwanzig Jahren an der Päpaer Schule, unter Leitung eines Horowitz den Pentateuch mit nngar. Uebersetzung vortrug. Ich nehme hierüber Veranlassung, Sie, hochverehrter Hr. Red. an Ihre ״Magyar Zsinagogä“ ga erinnern, in welcher Sie die Nothwendigkeit einer neuen Ungar. Uebersetzung der Bibel durch hiezu berufene Israeliten mit patriotischem Eifer befürworteten*). Was noch damals etwas verfrüht war, ist heute Zeitbedürfniß, und würde den lebhaftesten Auklang finden. Hieran anknüpfend, wiederhole ich den sehnlichen Wunsch vieler Lehrer, indem ich die Herausgabe einer ungar. Schulzeitung für Israeliten in Anregung bringe. Daß ich mir Ew. Ehrwürden als den Redakteur derselben denke, hat schon jeder Leser errathen**). Bevor ich für diesmal von den geschätzten Lesern dieser Zeitschrift scheide, erlaube ich mir den Grundgedanken meiner Besprechung: es müssen beide Sprachen nur die Rollen tauschen, und die eine in den ungeschmälerten Genuß aller früheren Rechte der andern eingesetzt werden, um so die Schule zur Schöpferin einer neuen Volkssprache für die heranreifende Generation zu machen — einer genauem Prüfung, beziehungsweise weitern Erörterung zu empfehlen. Wird doch jetzt allenthalben selbst von Laien über dieses Thema debattirt, warum soll die Presse schweigen. M. Klein. Bemerkung. Frankfurt a. M., 1. November. Von Ihrem Orte aus ist mir zugesaudt worden: Zehn ungarische Originalliedcr mit Klavierbegleitung, von Kohänyi (als Szechenyi-Album herausgegegeben). Da ich mir nicht anmaßen darf, über musikalische Kompositionen ein Urtheil abzugeben, so habe ich das Merkchen uuseren anerkannten Musikern mitgetheilt. Die Stimmen darüber lauten einhellig dahin, das Merkchen als sehr gelungen und werchvotl in seiner Art zu bezeichnen, und Sängern und Freunden der Tonkunst zu empfehlen. Ich mache mir ein Vergnügen daraus, Ihnen ein solches zu eröffnen, damit der Künstler erfahre, daß man seine Leistung auch im Auslande gebührend anerkennt. vr. Jost. *) Diejenigen Gelehrten, die fich zur Herausgabe einer ungar. Bibel vereinigen möchten, wollen mir dies gefälligst brieflich mittheilen. Red. **) Wollten die wackeren Herren Lehrer auch einen Verleger errathen? Red. Inhalt. Aufgesundener Briefwechsel zwischen einem hochgestellten Prot. Geistlichen und einem Rabbiner. — Versuch einer umständlichen Analyse des Soyar, von Schuldir. Ignaz Stern. (Fortsetzung.) Literarische Anzeigen: Sansinim. (Schluß.) Angezeigt von H. Zirndorf. Korrespondenz. (Ausland.) Kopenhagen. — (Inland.) Lundenburg. — Preßburg. — Gr.-Kanischa. — Briefe aus Gr.-Kanischa I. — Franks, a. M. Herausgeber und Redakteur: Leopold Löw, Oberrabbiner in Szegedin. Druck von Sigmund Burger in Szegedin 1860.

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