Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 11 (1.11.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-11-01
- Page
- Seite 591 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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591 — X• Nest, im Oktober. An der hiesigen israel. Gemcindeschule ist die Zahl der nngar. Lehrstunden wöchentlich um zwei Stunden vermehrt worden, wofür die Schulkommisston die gebührliche Anerkennung findet. Reich hat die ihm dafür angebotene Remuneration mit der Bemerkung zurückgewiesen, daß er als Ungar das kleine Zeitopfer mit aller Freude bringe. (Sehr lobens- Werth. Aber das vorgesteckle Ziel wird nur dann erreicht werden, wenn einige Gegenstände ungarisch unterrichtet werden. Red.) 1^. Pest, im Oktober. Der zweite Jahrgang an der Präparandie ist nunmehr auch in's Leben getreten. In beiden Jahrgängen sind 86 Zöglinge, deren Mehrzahl sich mit Unterrealschul- oder Gymnasiatzeugniffen ausgewiesen hat. Das Hebräische wird mit vielem Fleiße gelehrt und gelernt. Die^e Kandidaten haben sich schon im ersten Jahre eine Festigkeit im Violin- oder Pianospiele angeeignet. Die Anstalt berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Jankoväez, im Oktober. An die Stelle unseres verewigten und verehrten Rabbiners Valentin, ist der Jzsäker Rabbiner Aron Ehrlich, ein kenntnißreicher und strebsamer junger Theolog, berufen worden. Der Jngendnnterricht verspricht unter seiner Leitung einen neuen Aufschwung zu nehmen. Küpolnüs-R'hek, im Oktober. Allgemein betrauert wird der Tod des edlen Abraham Frankel (gest. 3. Sept.), der sich um die Gemeinde und Schule bedeutende Verdienste erworben hat. Atikolsburg, 22. Oktober. Heute wurde unserer Hauptschule die hohe Ehre zu Theil von Sr. Erzell. dem Hrn. Statthalter von Mähren und Schlefien, dem Grafen v. Forgüch, besucht zu werden. Se. Erellenz besichtigte die neuen weiten und geräumigen Lehrzimmer der Haupt- und Kinderbewahrschute, ließ überall eine kleine Prüfung vornehmen, wobei er thätigst eingriff und sprach huldvoll, mit den Lehrern sowol, als auch mit den Schülern. Vor dem Aschiede sprachen Se. Erzellenz dem Hrn. Hauptschuldirektor Dr. Eisler und dem Schulvorstande die volle Zufriedenheit aus, und schloß mit den Worten: ״Ich bemerke mit Vergnügen, daß die Schule unter ihrer Leitung vor- ״wärts schreitet; denn bei der ausgesprochenen Gleichheit aller Staatsbürger, ״ohne Unterschied ist ״Vorwärts" unsere Losung." P. An die Herrett Lehrer in Ungarn und den Nebenländern. Die jüdischen Lehrer in Pest, Ofen und Altofen haben für den zu gründrnden Pensionsfond ein Statut ausgearbeitet, welches bereits in unseren Händen ist. Wir statten den wackeren Freunden unseren wärmsten Dank ab, und werden bestiffen sein, in Bälde das Weitere zu veranlassen. Red. Die Linpjmdtichkeit der UomanliK in Eijenjiadt. Von dem ״Mainzer Israeliten" sind mir nur die ersten fünf Nummern zu Gefixte gekommen; es ist also natürlich, daß ich auf die späteren Nummern keine Rücksicht nehme. So eben wird mir aber von WieA ans gemeldet,