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Ben Chananja · 1860-11-01 · 11 (1.11.1860) 1. Hälfte · p. Seite 569

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
11 (1.11.1860) 1. Hälfte
Date
1860-11-01
Page
Seite 569 (sequence 9)
Language
German
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— 569 — Chrysostomns und die Juden. Von vr. I. Perles. In den Reden, die der spätere Bischof von Konstantinopel, Johannes Chrysostomns (starb 407 — vergl. über ihn Gieseler's Lehrbuch der Kirchengeschichte I, 403) noch während seines Presbyteriates in Antiochien gegen die Juden hielt, finden sich manche interessante Daten über das Verhältniß der Christen zu den Juden und über die religiösen Angelegenheiten der letzteren am Schluffe des vierten Jahrhunderts. Auf einige Stellen ist schon an anderen Orten hingewiesen worden (so von Kassel in dem Artikel ״Juden" in der Enzykl. von Ersch und Gruber S. 24, z. B.: daß viele Christen lieber in der Synagoge als in der Kirche schwuren, weil die dort abgelegten Eide von Vielen für bindender angesehen wurden); ich will einige andere Ausspräche des Chrysostomns anführen, die den Lesern darthnn werden, welch' mächtigen Einfluß das Judenthum ans die Christen und Heiden jener Zeit ausübte. Ich lasse Chrysostomns selbst reden: ״Eine andere gefährliche Krarikheit fordert uns zur Heilung durch die Rede auf, eine Krankheit, die mit dem Körper der Kirche verwachsen ist.... Welches ist denn diese Krankheit? Die Feste der Juden stehen in ununterbrochener Folge bevor, das Fest der Drommeten (01 a&Xmyysg — ראש השנה) , der Laubhütten und der Fasttag, und viele unserer Angehörigen, die sich um unsere Angelegenheiten zu bekümmern Vorgaben, sehen diese Feste mit an, oder feiern sie sogar mit" (contra Judaeos homiliae ed. D. Hoeschelii Aug. 1602, p. 3—4), ״da aber einige unter Euch die Synagoge als einen heiligen Ort betrachten,.... weil das Gesetz und die Profetischen Bücher daselbst niedergelegt sind... (S. 21 vergl. auch S. 166). ״Wenn du deiner Frau und deinen Hausleuten nicht gestattest, daß sie in's Theater gehen, um wie viel mehr stpd sie von der jüdischen Gynagoge abzuhalten?... Sage mir (nur, weshalb läufst du in dieselbe? Um Leute zu sehen, die in die Posaune stoffen?" (S. 69.) M»

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