Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 9 (15.9.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-09-15
- Page
- Seite 494 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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— 494 — Der Fortgang der Schüler war in Bezug auf das gedächtnißmäßige Jnnehaden des Erlernten, die Geschicklichkeit im Rechnen, Schreiben, dann die Kenntniß der grammatikalischen Regeln der deutschen Sprache durchgängig ein guter, die vierte Klaffe aber hat fich noch insbesondere durch das eingehende Verständniß der Lehrgegenstände und das logische richtige Denken, dann die Korrektheit der Sprache ganz vortheilhast ausgezeichnet, ein Resultat, welches von der. vorzüglichen Lehrtüchtigkeit des betreffenden Hrn. Lehrers Zeugniß gibt. Hr. Kultusvorsteher wollen daher besagten Hrn. Lehrer, und zugleich Direktor der Schule, Mar Elias, die Anerkennung des k. k. Stühlrichteramtes ausdrücken. K. k. Stuhlrichteramt zu Päpa, 21. August 1860. Ferenzy mp., k. k. Stuhlrichter." Möge das Verdienst unseres humanen Obervorstehers in den weitesten Kreisen anerkannt und gewürdigt werden. A. S. Eisler, Hauptschullehrer. © Päpa, im September. So erfreulich auch das Lob ist, welches unsere Behörde unserer Schule zollt, so ist es doch unleugbar, daß weder dem höhern hebr. Unterrichte, noch der von der Behörde mündlich befürworteten ungarischen Sprache die gebührende Sorgfalt geschenkt wird. Das Schulkomitä thut sein Möglichstes, um die verwaltenden Uebelstände zu entfernen. Möge die Heiligkeit der Sache ihm die hierzu erforderliche Energie verleihen. Lovasberäny, 4. September. Der durch seine Gastfreundlichkeit und Wohlthätigkeit in weiten Kreisen gekannte, als Mensch wie als Kaufmann gleich geachtete Hr. Abraham Frankl hat am 4. d. M. nach einer langwierigen Krankheit das Zeitliche gesegnet und ist in ein besseres Sein hinübergeschlummerk.. Der Gemeinde Nyäk, wie auch ihrer Schule, welche beide er mitbegründen half, zu deren Fortbestehen er so viel beigetragen, und welcher er auch in seiner letztwitligen Anordnung mit einer ansehnlichen Summe gedachte, wird er ewig unvergeßlich bleiben. — Friede seiner Asche!.' S. Step p in g er. Mieslitz (Mähren), im September. Trotz der für die hiesige Gemeinde so wenig schmeichelhaften Thatsache, welche Ln diesem Blatte mitgetheilt wurde, grhört doch die Gemeinde unzweifelhaft zu den strebsamsten jüdischen Gemeinden Mährens, was ihre Schule, ihre Schulbibliothek, ihre Synagoge und ihre Fürsorge für ihre Lehrer hinlänglich beweisen. Wenn dqs TadelUSwerthe getadelt wurde, so verdient doch auch das Lobenswerthe gelobt zu werden.; Aus Böhmen, im Sept. Der sel. Kolliner Rabbiner Frank hatte ein langes Schmerzenslager zu bestehen, die Kolliner Gemeinde hatte ihm auch Beweise der Liebe und Anhänglichkeit in Fülle gegeben und die letzten Stunden seines Lebens durch innige Theilnahme zu erleichtern und zu versüßen bestrebt, ja, ausgezeichnet wacker soll die Gemeinde während seines langen Leidens sich ihm gegenüber gezeigt haben; aber heimgesucht, berührt vom Finger GotteS mußte dieser Fromme erst werden, schwere Prüfungen mußten erst ihre Stürme an ihn treiben, um die Anhänglichkeit und Werthschätzung herbei zu