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Ben Chananja · 1860-09-15 · 9 (15.9.1860) 2. Hälfte · p. Seite 492

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Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
9 (15.9.1860) 2. Hälfte
Date
1860-09-15
Page
Seite 492 (sequence 28)
Language
German
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492 — wird dem Maimonides ein Widerspruch zugemuthet, der auf einer nicht stichhaltigen Distinktion zwischen ישראל und ב״נ beruhet. Mo ist da von NON die Rede? Hier ist die Ursache, weil der Ausdruck דם האדם באדם bei der ב״נ das neugeborene Kind verstehen laßt, und es bandelt sich hier wahrscheittlich mir um כלו לו הדשיל, bei welche der Israel nicht eher יי ב Fl, als bis er das Licht der Welt erblickt. Cf. Raschi Sanhedrim 57. b. und Thalm. Nidah 43. b., wenn לא כלו ל1 הדשיו bleibt, wahrscheinlich auch nach R. Jismael ב״נ פטור. — S. 15 wird in der Mischna Ioma 6, 6. eine Unkorrektheit gerügt, die nach der, in der Mischna zu Thalm. Ioma 67. b. vorkommende Leseart חלץ האהרלן von selbst wegfältt. S. 118. wird die Konjektur aufgestellt, daß der Oberpriester nur das letzte Mal den Gottesnamen aussprach, früher aber nur השם sagte. Dies ist aber sehr unwahrscheinlich, wie aus dem von den übrigen Priestern (wegen כי שמד' אקדא וכד) hiezu rezitirten בש״כ"כ5" לל׳ 'zu ersehen ist. — S. 127 in der Anmerkung wird der von der Gemarah statuirte Zusammen- Hang zwischen עובר יקל אכול und ולד טריפה barsch als Unsinn erklärt, wie wollte der Hr. Doktor aber die Meinung der Cchochamin (in der Tosista R. Josua) anders motiviren? Vergl. übrigens Tosafoth Syahednn 80. b. Schlgw.ע״י״^״). Hingegen bringt er da ביצה שנולדה ב״יוט «tu עובר י"א in Verbindung, welches man in der Jeschiwasprache eine Schalberei zzr nennen pflegte. — In sprachlicher Hinsicht ist in den Aufsätzen des Hrn. Dr. Geiger auffallend S. 1: רצ1 להסיר כל קשר בין, ein schreiender Germanismus. <&■ 8: ״» ,וממנו מוציאstatt ווה הלשון מוציא הסומא• Dergleichen Kleinigkeiten, die dem von seinen Forschungen ganz absorbirten Verfasser leicht entgehen können, sollte die Redaktion, der es mehr um den Purismus zu thun sein muß, emendiren. Ueberhaupt vermißt man in diesem Jahrbuche die Thätigkeit der Redaktion ganz! Zum Schluffe noch eine Bemerkung: Nachdem die jüd. Wissenschaft durch Gotteshilfe den gegenwärtigen achtungswerthen Stand- Punkt erklommen hat, wäre es vielleicht an der Zeit, daß, neben den periodischen Schriften, welche dieselbe in verschiedenen Sprachen zu fördern streben, eine hebräische Zeitschrift gegründet würde, die als Zentralorgan des jüdischen Gelehrtenstandes aller Länder wirkte. Ein solches Unternehmen würde, von einer tüchtigen Redaktion geleitet, sowol zur Zierde des Zudenthums als zum unberechenbaren Gewinn für die Wissenschaft gereichen. — Wo es den in andern Sprachen erscheinenden Zeitschriften mangelt, hat Hr. Professor Lüzzato in seinem Briefe S. 16 angedeutet. Wenn diese anspruchlos angeregte Idee, irgend welche Lebensfähigkeit hat, werden die Koryphäen unserer Zeit schön die nöthigen Anstalten zu deren Realifirung zu treffen wissen, und es wäre vom Schreiber dieses mehr als unbescheiden, hier noch ein Wert darüber zu sagen.

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