Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 9 (1.9.1860) 1. Hälfte
- Date
- 1860-09-01
- Page
- Seite 446 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Arrian 2× ep/1024741
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— 446 In einer so eben erschienenen dänischen Abhandlung: ״TüderneS Fürhold til Alexander den Store" (das Verhältntß der Juden zu Aler. dem Großen) tritt der gelehrte Rektor der latet- Nischen Schule in Odense, Hr. Prof. R. Henrichsen, für Josephus in die Schranken,, indem er die Argumente, welche gegen die Glaubwürdigkeit jener Erzählung angeführt worden, einer schärferen Prüfung unterzieht, und deren Nichtigkeit zu zeigen sucht. Da diese Abhandlung für viele Leser des Ben Chananja von Interesse sein dürfte, wegen der Sprache aber, in der sie abgefaßt, kaum Jemanden im Auslande zugänglich ist, so will ich mir erlauben, die wesentlichsten Momente der in derselben geführten Vertheidigung hier auszüglich mitzutheilen. Der wichtigste von van Dale und Andern gemachte Einwand gegen Josephus' Bericht ist die Unwahrscheinlichkeit, daß Alexander von Gaza zurück nach Jerusalem gegangen sein soll, wozu noch der Umstand kömmt, daß Alexander nach dem Berichte des Arrian und Curtius sieben Tage nach der ErobeÄrng Gäza's nach Pelustmn in Egypten gekommen sein soll, so daß inzwischen kaum Zeit zu einer Diversion nach Jerusalem gewesen, mit welcher mehrere Tage hingehen mußten. Gegen diesen Einwand macht der Verfasser geltend, daß es auf der andern Seite ebenso, wenn nicht noch mehr unwahrscheinlich ist, daß Alexander, der zwei Mal durch das palästinensische Syrien gezogen, nämlich ans dem Zuge von Tyruö nach Egypten und auf dem Zuge von da nach dem innern Asien, nicht Judäa und dessen Hauptstadt besucht haben sollte , welche, nachdem er einmal in'ö Land gekommen, seine Aufmerksamkeit fesseln mußte. Die von Arrian und Curtius abweichende Zeitangabe des Zuges (für welche Josephus-- übrigens seinen Gewährsmann gehabt haben könnte), berechtigt, selbst wenn man die Berichte der genannten Verfasser für zuverlässig (was sie aber durchaus nicht sind) halten sollte, höchstens dazu, den von Josefus angegebenen Zeitpunkt für ungenau und unrichtig zu erklären, keineswegs aber deshalb den Zug selbst als unhistorisch zu stempeln, zumal, da Alexander lange genug in Syrien verweilte, um zu einer andern Zeit diesen Zug machen zu können. In den neun Monaten, die er in Syrien zubrachte, konnte er entweder während der Belagerung von Tyrus oder während der von Gaza eine Digression nach Jerusalem gemacht haben. Von geringerer Bedeutung ist der auf den ersten Anblick ziemlich bedenkliche Umstand, daß keiner der andern Geschichtsschreiber diesen Zug erwähnt/ Es ist immer eine mißliche Sache einen Schluß ex silentio zu ziehen und namentlich ist dies hier