Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (15.8.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-08-15
- Page
- Seite 424 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Anerkennung befestigen, ״daß der Ausdruck dep chMlichßN qcher-WMNg iq verschiedenen Zeitaltern ein verschiedener sein dürfe"; ferner streiten große Wtligkeitsgründe dafür, keiner menschlichen Anlage den Weg zur Ausbildung und ihrem Lohne zu versperren; ״die bedeutenden Fähigkeiten, welche die Mische Nation, namentlich in den in Frage stehenden Fächern entwickelt, sind aber unbezwe.iselt". — Dieselbe Bemerkung macht auch merkwürdiger Weise die evangelisch-theologische Fakultät der Breslauer Universität, die Zulassung der Juden erscheint ihr ״angemessen dem Zwecke der akademischen Lehrfächer, welche wissenschaftlich gründW gebildete Juden nicht minder erfolgreich ausfütten können, als gleich qualisicirte Christen, welche Annahme auch durch die Geschichte der betreffenden Wissenschaften wo.l schon hinreichend gerechtfertigt wird". Diese Aeußerung einer evangelischen Fakultät ist einer hohen ministeriellen Einsicht unfaßbar und bringt derselben eine Rüge Seitens des Herrn Ministers ein. Der Lehrer am hiesigen Rabbinerseminar und Dozent der Filologie an der Breslauer Universität, vr. Jakob Bernay's, läßt seinen vor zwei Jahren veröffentlichten ״Grundzügen der verloren gegangenen Schrift des Aristoteles über die Wirkung der Tragödie" nunmehr eine ausführliche Bearbeitung der Politik des Aristoteles folgen. Dieses vielverheißende Werk wird demnächst die Presse verlassen. P—s. Inland. Briefe aus Böhmpn. VI. Still und geräuschlos, ohne Gepränge, doch von einer zahlreichen Menschenmenge begleitet, wurde vor Kurzem in Kollin ein Sarg zu Grabe getragen, ein Sarg, der die sterblichen Reste eines Mannes barg, der eine wahre Zierde Israels, ein Muster des Rabbinerstandes, ein Mann nach dem Sinne Gottes, ein, Menschenfreund in des Wortes edelster Bedeutung war. — Hr. Kreisrabbiner Daniel Frank war es, der nach Langem Leiden der irdischen Hülle ledig, in eine bessere Welt überging , seinen trefflichen Kindern einen ehrenvollen Namen hinterlassend. An seinem Grabe sprach keiner seiner Amtsgenoffen, so viel auch hier Rühmliches zu sagen gewesen wäre — der Verbliche^ hat es sich im Leben ansdrstchlich verbeten und verboten. — Auch seine Grahschrist hgi er schlicht unp einfach selbst aufgesetzt in seinen Papieren zurstchgelaffen, Pon seinen gMiahqn drei Söhnen ist der älteste ein tüchtiger Mediziner Oberarzt in unserer tapferen Armee, die zwei Anderen haben sich dem Midischtztt Fache gewidmet. Dem Vernehmen nach soll das. Rabbinat in Kost in, während, des Trauerjahres. nM besetzt werden. — In Strakowitz einer hlrMn Mmeiyde wird so eben für den neuerbauten Tempel eine Orgel, und zwar ans Kosten zweier intelligenter und opferfreudig ger Gemeindemitglieder angeschafft. Die Namen der ehlen Spender Fürth und Weil verdienen der Oeffentlichkeit übergeben zu werden. — Der Curort Marienbad wird nnn Dank der rastlosen Bemühung des Comitö's in Prag, an dessen Spitze die Herren Ernst Wehls und F. I. Bunzel stehen wirklich ein jüdisches Spital sammt Bethaus erhalten, die Grundsteinlegung hat hereW