Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (15.8.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-08-15
- Page
- Seite 416 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543085--1643-2545358- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 416 Erachtens dürsten diese Charaktergemälde als vorzüglich bildende Lektüre, unserer, Jugend so wie der Frauenwelt sehr willkommen sein; denn sie sind der Form und dem Inhalte nach ganz geeignet, Interesse für das Judenthnm zu erregen und zu fesseln. M. Schwarz. Aus der LeWügmste eines Mömers. *) T. Juli 1837. Lieber Bruder! ״Der Mensch denkt und Gott lenkt," ist ein altes Sprichwort, das ewig neu bleibt; darum wundere Dich nicht, wenn ich Dir erst heute von hier aus, anstatt von N. schreibe. Um Deine Neugierde vollständig zu befriedigen und Dir zu sagen, wie es gekommen, daß ich hier statt in N. bin , muß ich etwas weit ausholen und auch unbedeutend Scheinendes erzählen. Bei der Aufnahme in N. hatte ich mir bloß die Zustimmung des Vaters Vorbehalten. Als ich nach Hause kam und über das Resultat meiner Reise Bericht erstattete, übergab mir der Vater einen inzwischen eingelaufeneu Brief vom Vorstände in T., in welchem man mir das dort erledigte Rabbinat antrug. Da ich es nun dem Vater aaEHtstellte, dessen Zustimmung ich als Bedingnng setzte, sagtpMdM yast Dein Wort gegeben und hast nur aus kindlicher UchMnss'ÄM-meine Zustimmung Vorbehalten; wäre nun dieser BMeDnttMLsem-neuest Achrage nicht gekommen, so hättest Du mei«^Aufi«Mutzg, dochs sKhwht, daher nehme ich jetzt auch Dein WorrWH^zuW, wenn/auch T. ein ansehnlicheres Rabbinat ist. Laß WMx nicht l/d sein, man gibt nicht so leicht das Gute um des Be^^MD/auf, und man hält das Wort, wenn man auch nicht ganz Mran gebunden ist,!הרחק מ הכעור ומן הרובה לו Nur im Falle der Aufnahmsbrief bis 1-ten April verabredetermaßen nicht hier sei» sollte, dann hast Du freie Hand." Ich habe demnach ganz offen nach T. geschrieben, warum ich erst Anfangs April mich über die Annahme des dortigen Rabbinats erklären kann; da mir aber zur bestimmten Frist der Aufnahmsbrief zngekommen war, so habe ich T. gänzlich ab-'׳׳ geschrieben und lebte voll freudiger Hoffnung, mit meinem bald anzutretenden Wirkungskreise in Gedanken mich beschäftigend. T. hatte ich bald vergessen, es that mir sogar wohl der Gedanke es *1 S. 4. Hst. S. 181. 6. Hst. S. 289.