Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 8 (15.8.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-08-15
- Page
- Seite 414 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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— 414 — werden: ״Ebenso strafte er den Schwiegersohn, welcher im Hause seiner Schwiegermutter wohnte." Zu II. 148. Haben wir nach sehr sorgfältiger Prüfung der Zeitfolge dem Juda II. betgemessen, waö bisher seinem Großvater zugeschrieben worden. Wir können auch jetzt nicht davon abgehen. Zu II. 308—9. Wird unsere Billigung karäischer Ansichten in Betreff der Thefillin beanstandet, weil die Befreiung von Thestllin während der Ausübung anderer gottesdienstlichen Pflichten, gerade deren strenge Beobachtung beweise. Wir haben nichts dagegen. Unser Bericht hatte aber nur die karäische Ansicht im Auge. Zu III. 133. Wir haben dort bemerkt, daß Karo weder der Filosofie noch dem Mysticiömus einen Einfluß auf sein Werk gestattet hat. Einsender bestreitet letzteres, indem sich allerdings, besonders im 1. Theile, ganz bestimmte Einflüsse des Sohar Nachweisen lassen, den der Vers, sogar selbst zitirt. Wir gestehen, daß uns dies entgangen war. Wir müssen daher unsere Angabe in der Art beschränken, daß wir setzen: ״einen bedeutenden Einfluß." Zu III. 149. ״Der Gottheit selbst wird, im Widerspruch gegen die Unendlichkeit, ein Maß beigelegt, jedoch in Ungeheuern Zahlen (was von den KaraiM oft bespöttelt wird)." Einsender meint, wir hätten das Räthsel dieses Widerspruches nach den von uns selbst zu Rathe gezogenen Quellen, lösen sollen. Mag sein. Wir fanden keinen Beruf, noch tiefer in die kabbalistischen Grübeleien und abenteuerlichen Hülfsmittel einzugehen. Zu III. 186. Die drei, als Enkel des Bescht bezeichneten Männer, waren nicht seine Enkel, sondern nur Schüler von ihm. Wir müssen das gelten lassen. Unsere Quelle ist die uns von dem berühmten Josef Perl, dem anerkanntesten Kenner der Sekte, über welche er so viel schrieb, zugestellte Handschrift. Es lag uns fern, die verwandtschaftlichen Verhältnisse näher zu prüfen, da ohnehin die polnischen Familien nicht leicht zu ermitteln wären. Waö macht das aus? Ein sehr gründlicher Kenner, Senior Sachs, hatte uns mündlich einige kurze Bemerkungen darüber mitgetheilt, welche wir aufzuzeichnen nicht Zeit hatten. Brieflich darüber Aufklärungen zu fordern, schien uns in der That nicht der Mühe werth. Vielleicht läßt sich dieser wackere Gelehrte darüber in einer Zeitschrift vernehmen. (Nebenher sei auch nachträglich ein augenscheinlicher Druckfehler 11.86. Mitte: Meir schreibt, statt Man schreibt, bemerkt.)