Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1860-08-01 · 8 (1.8.1860) 1. Hälfte · p. Seite 399

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
8 (1.8.1860) 1. Hälfte
Date
1860-08-01
Page
Seite 399 (sequence 31)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2542917-2543076-2543084--1625-2545339
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

399 — zu können. Der Hr. Rabbiner-Doktor sollte lieber unter der Anleitung eines geschickten Lehrers dem Studium des Thalmud obliegen; er würde dann auf ganz andere Gedanken kommen! 0 Temesvav, im Juli. Bei der hies. Statthalterei wird ein Prozeß der Orthodorie contra Orthodorie eingeleitet. Es handelt sich nämlich um die Entfernung Des Rabb. Kutna in Zenta, der ein Schüler Hirsch's ist, den Mainzer Israeliten sehr verbreitet, in der Stuhlweißenb. Affaire gegen Faffel schreibt, und von den Orthodoxen seiner Gemeinde und der ganzen Gegend dennoch leidenschaftlich verfolgt wird! Die wahren und echten Orthodoxen lassen sich von der reaktionären Romantik einmal nicht in's Schlepptau nehmen. Papa, 11. Juli. Herr Rabbiner Roth aus Sziklüs hielt bei Geleqenheit, wo er den hiesigen Ort als seine Vaterstadt besuchte, am vorigen Sabbalhe eine Gastpredigt. Wir hatten eine wahrhaft vergnügte Stunde. Der geehrte Redner kam in der Einleitung auf die zwei, in Israel herrschenden Parteien zu sprechen, und bestimmte zum Thema: ״Die Art wie ein heutiger jüdischer Volkslehrer beschaffen sein soll." Es wäre eine Versündigung an der logisch gegliederten, von zarten Bildern und Kernsprüchen aus Bibel, Midrasch und Thalmud geschmückten Predigt, wenn wir dieselbe weiter $u skizziren versuchen sollten. Die herrliche, meisterhaft stilisirte und vorgetragene RWe gefiel Allen und begeisterte Alle, die sich nicht getroffen fühlten. Unser ehrsamer Vorstand sprach seine Anerkennung in einer sehr artigen Dankadresse/ begleitet von einer Werthvolten silbernen Dose aus, und das Bewußtsein, einen solchen Mann in Israel, wie Herr Rabbiner Roth ist, einen Eingebornen unserer Stadt nennen zu können, erfüllt mit wahrem Stolze die Brust eines jeden Befferdenkenden der hiesigen Gemeinde. S. Z. Papa, im Juli. Unserer vierklassigen Hauptschule stehet eine nicht unbedeutende Reorganisation bevor. Die oft geäußerten Wünsche unseres Schulaufsehers wurden in der letzten Sitzung des Schulkomitäs zum Beschlüsse erhoben, und es wird nämlich, ohne daß die bestehenden Herren Lehrer irgend eine Verkürzung erleiden werden, eine derartige Dislokation derselben vorgenommen, wodurch es möglich ist zwei tüchtige, der ungarischen Sprache vollkommen mächtige Lehrer in den Knabenklaffen Plaziren zu können. E. Lovasbereny, im Juli. Reich's Beth-W ist hier als Prämienbuch eingeführt worden. Möge dies Beispiel auch arÄeHvo NachahmuW flitzen! WLefelbuvg, im Juli. Endlich hat auch-tzdie hiesige Schule die Epoche des Entstehens hinter sich. Ein wackerer GemDde- und Schulvorstand hat den Bestand der Schule gesichert, und ein gut geschulter Lehrkörper befriediget durch seine Leistungen alle Freunde des Jugenduuterrichtes. Der Hibel- und Religionsunterricht behauptet sein gutes Recht, und dev ringar. Sprache wird nach Kräften Rechnung getragen. Iteiwerbaß, 15. Juli. Am 27. v. M. wurde unser Bez. Rabb. Hr. D. L. Straßer in Kula installirt. Die ersten Reden die er hielt, haben ihm alle Herzen gewonnen. Der Ges. begrüßte ihn bei seiner Ankunft im Namen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.